Candidate Experience - Womit man als Arbeitgeber punkten kann

30.04.2021

Von der Stellenausschreibung bis zum Onboarding - alle Erfahrungen, die der Bewerber im Laufe des Bewerbungsprozesses sammelt, bezeichnet man als Candidate Experience. 

Da sich die Candidate Experience auf das Employer Branding auswirkt, wird eine positive Candidate Experience zunehmend wichtiger!


Potenzielle Mitarbeiter haben heutzutage unzählige Möglichkeiten, ihre Erfahrungen zu schildern und zu teilen. Neben diversen Bewertungsportalen für Arbeitgeber wird mittlerweile Social Media verstärkt für Erfahrungsaustausch genutzt. 

Um negative Einschätzungen als tunlichst zu vermeiden, gilt es negative Erfafrhungsberichte zu vermeide - schließlich möchte sich kein Bewerber auf negativ behaftete Stellenangebote bewerben.

Seit dem vergangenen Jahr findet auch die Candidate Experience verstärkt digital statt und die Bewerber erwarten eine hohe Benutzerfreundlichkeit sowie klare Kommunikation und ausreichende Informationen.

Welchen Nutzen bietet die Candidate Experience?

Im Kampf um Fachkräfte am Arbeitsmarkt ist es für jedes Unternehmen umso wichtiger, einen durchweg guten Eindruck bei Bewerbern und potenziellen Mitarbeitern zu hinterlassen.

Denn die Auswirkung der Candidate Experience vervielfacht sich häufig, da meistens Erfahrungswerte zumindest mit Familie und Freuden geteilt werden. Es gilt also so positiv wie nur möglich bei dem Bewerber in Erinnerung zu bleiben. 

Grundsätzlich sollten Maßnahmen für eine positive Candidate Experience von jedem Unternehmen angewendet und umgesetzt werden, besonders sollte es jedoch von Branchen genutzt werden, in welchen nachweislich eine Knappheit an Bewerbern herrscht. 

Das sind zum Beispiel Branchen, die vom Fachkräftemangel betroffen sind, wie die Handwerksbranche oder die Pflege.

Was kann man als Arbeitgeber für eine positive Candidate Experience tun?

Präsentation als Arbeitgeber

Es geht hier vor allem um die Außenwahrnehmung eines Unternehmens: Wie bleiben Sie als Arbeitgeber im Gespräch und was vermitteln Sie für ein Bild nach außen?

Was nimmt der Bewerber über Ihr Unternehmen wahr und was bewegt ihn schlussendlich dazu, sich näher mit Ihnen auseinanderzusetzen. Das kann die Empfehlung eines Bekannten, eine positive Begegnung mit Ihnen als Unternehmen oder einprägende Employer Branding Maßnahmen sein.

Nutzerfreundliche Stellenausschreibungen

Mittlerweile sind viele Arbeitssuchende vorrangig über mobile Endgeräte auf Jobsuche, wie beispielsweise über Smartphone oder Tablet. 

Das bedeutet für den Arbeitgeber, dass er seine Stellenangebote über die firmeneigene Homepage mobil optimieren muss. 

Auch müssen die für ihn relevanten Informationen aus dem Stellenangebot ersichtlich sein, wie einen Ansprechpartner oder welche Bewerbungsmöglichkeiten es gibt.

Hier ist wieder eine größtmögliche Benutzerfreundlichkeit von Bedeutung: Es soll möglichst unkompliziert und mit wenig zeitlichem Aufwand verbunden sein. Wenn sich der Bewerber erst durch sämtliche Formulare klicken muss, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er noch während des Bewerbungsprozesses abspringt. 

Insgesamt sollte man dem Bewerber auch verschiedene Bewerbungsmöglichkeiten anbieten, von dem klassische Einsenden per Post über das Versenden per E-Mail bis hin zur One-Klick-Bewerbung direkt auf der Homepage. 

Auswahl der Bewerber

In jedem Fall ist eine zeitnahe Bearbeitung der eingehenden Bewerbungen unerlässlich - zumindest möchte der Bewerber über den Erhalt seiner Bewerbung informiert werden. Danach sollten Sie sich als Arbeitgeber nicht allzu viel Zeit mit einer Einladung oder einer konstruktiven Absage lassen. 

Wenn sich für geeignete Bewerber entschieden wurde, kommt es in den meisten Fällen zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch im Unternehmen. Und selbst wenn dieses aufgrund diverser Umstände nicht persönlich vor Ort stattfinden kann, so werden in diesem Fall meist vergleichbare Alternativen gefunden, wie beispielsweise über Skype oder Zoom.

Essentiell ist hier, dass sich der Bewerber wohlfühlt. 

Wie wird der Bewerber im Unternehmen empfangen oder wie hat die Kommunikation per Webmeeting ausgesehen?

Egal mit welchem Ergebnis das Gespräch ausgeht, sollte einem als Arbeitgeber daran gelegen sein, dass der Bewerber im Anschluss weitestgehend nur Positives zu berichten hat. 

Auch gutes Onboarding gehört zur Candidate Experience

Die Willkommenskultur, die dafür gesorgt hat, dass sich der Bewerber für ein Unternehmen entschieden hat, sollte auch nach der Einstellung noch stattfinden.

In unserem letzten Beitrag "Onboarding im Job - Tipps zur erfolgreichen Einarbeitung" hatten wir uns mit dem Thema Onboarding auseinandergesetzt und warum es so wichtig ist. Das muss auch hier unbedingt zu einer guten Candidate Experience dazu gezählt werden. Schließlich kann sich auch der Mitarbeiter noch während der Probezeit gegen das Unternehmen entscheiden.

Wichtig ist also, dass die Candidate Experience erst in die Employer Experience, also die Mitarbeitererfahrung, übergeht, wenn der Mitarbeiter als fester Bestandteil im Unternehmen integriert ist und das auch so empfindet.