Der perfekte Arbeitsplatz im Home Office

20.07.2021

Arbeiten von Zuhause aus - für viele Arbeitnehmer klingt das mehr als verlockend. 

Freie Zeiteinteilung, mehr Spielraum für Work-Life-Balance, kein Dresscode und täglicher Arbeitsweg mehr.

Aus Arbeitnehmersicht scheint es gegen Home Office also eher wenig einzuwenden geben.

Allerdings sollte man unbedingt einige Faktoren beachten, um das Arbeiten in den eigenen vier Wänden auch wirklich effektiv und produktiv gestalten zu können. 

Dabei kommt es neben der allgemeinen Arbeitsumgebung auch auf die Räumlichkeiten und Gegebenheiten insgesamt, sowie die Einrichtung des Arbeitsplatzes im eigenen Heim an.

Arbeitsplatz ist nicht gleich Arbeitsplatz - deshalb haben wir einige wichtige Punkte für den perfekten Arbeitsplatz Zuhause zusammengetragen.

Platz zum Arbeiten schaffen

Nicht Jeder, der im Home Office arbeitet, wohnt automatisch in einem großen Haus. Das ist auch gar nicht so essentiell für ein produktives Arbeiten. Viel wichtiger ist es, sich einen abgetrennten Bereich im Zuhause zu schaffen, an den man sich zum Arbeiten zurückziehen kann. Idealerweise ist das ein separater Raum, den man als Arbeitszimmer nutzen kann. Dort ist am einfachsten, einfach die Tür hinter sich zu schließen und in Ruhe arbeiten zu können. Gerade für häufige Telefon- und Videokonferenzen ist Ruhe bei der Arbeit besonders wichtig, allerdings schließen sich andere berufliche Tätigkeiten hier nicht aus: Um produktiv und leistungsfähig arbeiten zu können, sollte man ungestört sein können.

Natürlich gibt es hier auch Ausnahmen, die sich eher weniger ablenken lassen und beispielsweise auch in einem Café oder im Park arbeiten könnten. Ganz nach dem Motto: Laptop schnappen und von überall aus arbeiten. Wem diese Arbeitsweise gelingt und liegt, umso besser. Jedoch benötigt jeder Mensch einmal einen Rückzugsort, dass verhält sich im privaten wie im beruflichen Bereich ziemlich ähnlich.

Sollte also ein extra Raum zum Arbeiten in der Wohnung oder im Haus nicht möglich sein, kann man alternativ zu Raumteilern greifen und so wenigstens einen gesonderten Arbeitsbereich schaffen. 

Gerade Arbeitnehmer mit bereits eigenen Kindern im Haushalt sollten klare Regeln setzen, um Berufliches und Privates unter einen Hut zu bekommen.

Existiert ein gesondertes Arbeitszimmer, kann zum Beispiel die Regel eingeführt werden, dass bei geschlossener Tür nicht gestört werden darf. So kann man dauerhaften Störungen und Unterberechungen seiner Arbeit entgegenwirken.

Wichtig ist hierbei natürlich, mögliche Ausnahmen zu besprechen, bei denen dennoch gestört werden darf - das Arbeiten Zuhause sollte in keinem Fall das private Zusammenleben einschränken oder belasten. 

Der richtige Arbeitsplatz

Ist sprichwörtlich Raum für die Arbeit von Zuhause aus geschaffen, sollte man sich Gedanken um den eigentlichen Arbeitsplatz machen.

Arbeitet man viel oder größtenteils im eigenen Heim, sollte auf jeden Fall ein vollwertiger Arbeitsplatz geschaffen werden - ähnlich dem in einem Büro.

Schließlich verbringt man nun einen Großteil seiner Zeit an diesem Platz, ob nun von Zuhause oder dem Büro aus spielt dabei keine wesentliche Rolle.

Die Wahl eines richtigen Schreibtischs ist unter Anderem ein entscheidender Faktor, gibt es schließlich unzählig viele verschiedene Modelle. Optik sollte hier ganz klar mit praktischen Eigenschaften kombiniert werden, beispielsweise gibt es höhenverstellbare Schreibtische, an denen man im Sitzen als auch im Stehen arbeiten kann. 

Ebenso sollte Stauraum für alle benötigten Sachen wie beispielsweise ein Drucker oder Unterlagen geschaffen werden. Je nach Platzkapazitäten gibt es hier verschiedene Lösungen (z.B. Wandregale), um auch aus relativ wenig Platz möglichst viel Raum zu schaffen. 

Neben einem geeigneten Schreibtisch sollte auch die Wahl des Schreibtischstuhls sorgfältig getroffen werden.

Ergonomie am Arbeitsplatz nimmt leider viel zu häufig einen zu geringen Stellenwert ein. 

Dabei ist die Auswahl an Bürostuhl alles Andere als gering, je nach Preis-Leistungsverhältnis gibt es auch Stühle mit netten Ergänzungen wie einer Massagefunktion.

Im ersten Moment erscheint das überflüssig, jedoch sollte man sich an dieser Stelle immer wieder vor Augen halten, wieviel Zeit man im Endeffekt auf eben diesem Stuhl verbringt.

Es sollte vorrangig Wert auf die Funktionalität des Stuhls geachtet werden, eher weniger auf die Optik. Irgendein Stuhl tut es da auf Dauer nicht - er beeinträchtigt neben der Körperhaltung auch die Konzentration beim Arbeiten.

Ein guter Stuhl sollte ergonomisch geformt sein und die Haltung unterstützen. Das bedeutet, dass die der Stuhl nicht nur höhenverstellbar, sondern auch die Rückenlehne verstellbar sein sollte. 

Die Rückenlehne sollte sich dem Rücken anpassen können und eine gerade, gesunde Körperhaltung fördern. Armlehnen können zusätzlich den Nacken entlasten, wenn die Arme hin und wieder abgelegt werden können.

Für ideale Lichtverhältnisse sorgen

Neben dem richtigen Arbeitsplatz sollte auch für geeignete Lichtverhältnisse gesorgt werden. 

Auch das hängt allerdings von den Gegebenheiten in den eigenen vier Wänden ab, nicht Jeder hat die Möglichkeit auf lichtdurchflutete Zimmer oder einen Arbeitsplatz direkt am Fenster.

Alternativ gibt es verschiedene Schreibtischlampen, die für ausreichend Licht während des Arbeitens sorgen können. 

Ausreichend Helligkeit schont die Augen und ist daher unerlässlich für ein gesundes Arbeiten. 

Kann nicht für genügend Tageslicht im Raum gesorgt werden, gibt es alternative Lampen, die genau dieses Licht simulieren. Das ist beispielsweise auch ideal für die Wintermonate, an denen es schon früher dunkel wird.

Im Übrigen spielt auch die generelle Gestaltung des Arbeitsplatzes eine wesentliche Rolle. 

Man sollte neben der nötigen technischen Ausstattung für persönliche Aspekte, wie zum Beispiel Bilder oder Dekoration, sorgen - auch Grünpflanzen können zu einem positiven Arbeitsklima beitragen und den Raum mit frischem Sauerstoff versorgen.

Technische Voraussetzungen und stabile Internetverbindung

Die Grundvoraussetzungen für das Home Office bildet neben der nötigen Technik und Hardware natürlich auch die erforderliche Internetverbindung.

Hier sollte vorab geprüft werden, welchen Anbieter man beispielsweise bisher für das private Wlan nutzt und ob die bisherigen Konditionen auch für die tägliche Arbeit Zuhause ausreichen.

Im Zweifelsfall sollte man sich vom Anbieter eingehend beraten lassen, sodass während des Arbeitens kein Frust entsteht und man gut gerüstet ist. 

Mit einer gut eingerichteten Internetverbindung steht einem unternehmensexternen sowie -internen Austausch nichts mehr im Wege.

Geregelte Arbeitsabläufe schaffen

Um jeden Tag aufs Neue produktiv in den Arbeitstag zu starten, sollte am Arbeitsplatz eine gewisse Grundordnung herrschen. Hier sollte man sich darüber im Klaren werden, worauf man persönlich Wert legt und wie man am besten so effektiv wie nur möglich arbeiten kann.

Da betrifft auch den eigenen Rhythmus: Wann sind Zeiten, an denen man besonders produktiv arbeiten kann und nach wieviel vergangener Zeit sollte man eine kurze Pause einlegen?

Das gilt es mit der Zeit herauszufinden.

Alles was ablenkt, sollte strikt vom Arbeitsplatz fern gehalten werden. Dazu zählt auch, wenn man zwischendurch immer wieder aufstehen muss.

Lieber stattet man sich von Vornherein mit dem Benötigten aus, statt in den “arbeitsamen Phasen” seine Tätigkeit unterbrechen zu müssen, um sich beispielsweise ein neues Getränk zu holen. 

Dafür sollten die Pausen gedacht sein, um sich nicht unnötig ablenken zu lassen. Das lässt sich übrigens auch genauso auf die Arbeit in einem Büro ableiten.

Um sich auch im Home Office eine gewisse Struktur anzueignen, sind Routinen hilfreich. 

Niemandem ist geholfen, wenn man über die eigenen Konzentration hinaus arbeitet und keine Pausen einlegt. 

Lieber sollten in regelmäßigen Abständen kurze Pausen eingelegt werden, um beispielsweise vor die Tür zu gehen und kurz Luft zu schnappen (Idealerweise das Arbeitszimmer gleich mit lüften), etwas zu essen oder sich mit neuem zu Trinken zu rüsten.

Arbeit und Freizeit sollten auch im Home Office getrennt werden können. Nur so kann man gewährleisten, seine Tätigkeit mit der nötigen Effektivität und Produktivität ausüben zu können. Daher sollte man seinen Arbeitsplatz ganz bewusst “betreten” und verlassen.

Gegen eine gelegentliche Arbeit unterwegs am Laptop spricht natürlich keineswegs etwas, im Gegenteil: Es kann mitunter sehr erfrischend sein und der beruflichen Tätigkeit etwas Abwechslung verleihen. Wessen Job es her gibt, von überall aus zu arbeiten, kann dies auch auf jeden Fall nutzen.

Dennoch sollte man einen festen Arbeitsplatz haben, an den man sich zu jeder Zeit zurückziehen kann.