Gleichberechtigung im Job?

06.04.2021

Eine Geschlechtergleichheit auf dem Arbeitsmarkt scheint noch längst nicht greifbar.

Dazu gibt es auch einen aktuellen Report des Weltwirtschaftsforums, welcher die Gleichstellung der Geschlechter in den Bereichen Bildung, Wirtschaft, Gesundheit und Politik analysiert.

Warum gibt es noch immer Unterschiede im Job?

Fakt ist leider: Je höher auf der Karriereleiter, desto geringer die Frauenquote. Gründe hierfür sind unter Anderem, dass die Kinderbetreuung (Und damit verbundene Teilzeitbeschäftigungen) zum größten Teil immer noch Frauensache ist.

Es wird für Frauen oft zum Balanceakt, Familie und Beruf zu gleichen Teilen gerecht zu werden.

Aber es hängt auch damit zusammen, dass Frauen in ihrer Karriere in Führungspositionen oftmals mit Problemen zu kämpfen haben, denen sich Männer nicht stellen müssen.

Über 100 Jahre nach der Einführung des Frauenwahlrechts ist die Gleichberechtigung im Beruf noch immer keine Selbstverständlichkeit.

Es ist also das Ziel, gleiche Voraussetzungen für Frauen in Führungspositionen zu schaffen. 

Doch die Frage, wie man Führungspositionen und generell den Job gerechter verteilen kann, beschäftigt unsere Gesellschaft schon seit Jahren.

Viele Unternehmen führen eine Frauenquote ein - diese schreibt vor, in welchen “Karrierestufen” zu gleichen Teilen Frauen und Männer eingestellt werden müssen. 

An die Umsetzung dieser Quote sind meist Prämien für die Führungskräfte gekoppelt. 

Diese sogenannte Frauenquote wurde eingeführt, um den Anteil an Frauen in Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst zu erhöhen. 

Im Mai 2015 trat das Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern dann nach jahrelang vorangegangenen Debatten in Kraft.

Und diese Quote zeigt Wirkung: Seit Einführung der festen Geschlechterquote von 30 % ist der Anteil an Frauen deutlich gestiegen. Vor der Einführung des Gesetzes lag der Frauenanteil bei ca. 21 %, seitdem liegt er bei rund 35 %.

Hierfür stellt das Bundesministerium für Familie, Senioren Frauen und Jugend eine interaktive Grafik zur Verfügung, welches das Ganze nochmal besser veranschaulicht. 

Den Ursprung dieser Ungleichheiten gibt es aber wohl schon bei der Wahl des Berufes: Wie viel Berufszweige machen es Frauen nahezu unmöglich, diesen zu erlernen und erfolgreich Anstellung zu finden?

Geprägt wird das wohl schon von diversen Klischees, wie Frauen verüben eher Tätigkeiten im Büro als Männer. 

Hier gibt es leider noch weit überholte Rollenklischees in den Köpfen der Gesellschaft.

Es beginnt schon bei der Wahl eines Berufes, bei der man sich klar machen muss: Es gibt keine frauen- oder männerspezifischen Berufe. Bereits hier muss Gleichheit herrschen, denn Erfolg lebt von Inklusion. 

Worauf kommt es also für mehr Gleichheit im Job also an?

  • Lohngerechtigkeit

  • Entgelttransparenz

  • Quote für mehr Frauen in Führungspositionen in Privatwirtschaft und öffentlichem Dienst

  • Berufliche Selbstständigkeit 

  • Perspektive Wiedereinstieg

Dieses Jahr will das Bundesfrauenministerium mit dem “German Equal Pay Award” erstmals deutsche Unternehmen auszeichnen, welche sich für Entgeltgleichheit einsetzen. 

Dabei geht es nicht nur um geringe Entgeltunterschiede, sondern auch innovative Ideen und Konzepte zur Umsetzung von Entgeltgleichheit. 

Auch das oben erwähnte Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern soll dieses weiter ausgebaut werden, und noch dieses Jahr in Kraft treten.