Was man beim Jobwechsel beachten sollte

09.04.2021

Man hat sich nach konkreten Gründen und reiflichen Überlegungen für einen Jobwechsel entschieden - was gilt es zu beachten?

Zuerst sollte man sich mit folgenden Punkten auseinandersetzen:

  • Was soll anders bzw. bestenfalls besser werden? 

  • Welche Branchen oder Berufszweige kommen infrage?

  • Kündigungsbedingungen des derzeitigen Arbeitgebers berücksichtigen

  • Wenn möglich, vor der Kündigung eine Zusage für einen neuen Job haben

  • Käme ein Umzug für den Beruf infrage?

  • Kann privates und berufliches Umfeld miteinander vereint werden?

  • Sind aktuelle Unterlagen wie Bewerbungsfoto, Zeugnisse, Zertifikate usw. vorhanden?

  • Was sind die genauen Gründe für den Jobwechsel? (Karriere, Neuorientierung, Gehalt, usw.)

 

Die Gründe für einen Jobwechsel können vielfältig sein, daher haben wir ihnen einen separaten Blogbeitrag "Jobwechsel - ja oder nein?" gewidmet. 

Wenn Sie für sich die Entscheidung getroffen haben, dass nur der Wechsel in einen neuen Job infrage kommt, sollten Sie hier weiterlesen.

Wir erklären, was bei einem Jobwechsel beachtet werden sollte und auf was es ankommt, dass man als Arbeitnehmer so schnell es geht neuen Anschluss in der Arbeitswelt findet.

Im Schnitt verbringt der durchschnittliche Mitarbeiter in Deutschland rund ein Drittel seinen Lebens im Job. Daher sollte die Berufswahl eingehend überlegt sein, denn der Beruf hat wesentlich Auswirkungen auch auf das private Leben abseits von Arbeit und Arbeitgeber.

Rund 3,4 % aller Beschäftigten wechseln in Deutschland jährlich ihren Job. 

Egal was die Gründe für einen finalen Wechsel des Arbeitgebers sind - man sollte in einem möglichst guten Verhältnis wechseln. So ergibt sich ein gutes Arbeitszeugnis, mit welchem man bei neuen potenziellen Arbeitgebern punkten kann.

Generell sollten Sie sich auch so keine jahrelange Unternehmenstreue zunichte machen, nur weil der aktuelle Arbeitgeber keine Gehaltserhöhung mitmachen kann oder will, für Sie das allerdings ein Grund für ein Verbleiben im Unternehmen darstellt.

 

Hat man also den Entschluss gefasst, sich auf die Suche nach neuen beruflichen Wegen zu machen, sollte man sich vorrangig über die eigenen Bedingungen an den neuen Job klar werden. 

Hier spielen auch explizit die Gründe für Ihren Wechsel eine wesentliche Rolle, denn diese entscheiden, wie Sie bei der Jobsuche vorgehen müssen.

Richtet sich die Suche auf die gleiche Branche, aber auf eine neue Region, weil Sie bereit sind, für den neuen Job umzuziehen? Kann sich so die Suche vielleicht sogar bundesweit ausrichten?

Oder möchten Sie ausschließlich an Ihrem aktuellen Wohnort nach einem neuen Arbeitgeber suchen, kommen Umschulungen oder Weiterbildungen für die neue Stelle infrage und so weiter. 

Bei der Suche sollten Sie sich keinesfalls beschränken, sondern die vollen Möglichkeiten ausschöpfen: An erste Stelle ist das Internet, bzw. Suchmaschinen wie Google eine gute Hilfe, denn Sie können einfach Ihren gewünschten Beruf eingeben, und es wird Ihnen sofort eine Vielzahl an Möglichkeiten aufgelistet.

Mit einbeziehen sollten Sie auf jeden Fall sämtliche Jobbörsen und -portale, je nachdem in welche Richtung es bei der Jobauswahl geht können es hier auch ruhig Nischen-Jobportale für spezielle Fachrichtungen sein.

Bei den meisten Stellenportalen kann man sich registrieren, um über neue mögliche Jobangebote informiert zu werden.

Des Weiteren sollten Sie sich auf Social Media umsehen, gerade Facebook bietet unzählige regionale Gruppen, wo täglich neue Jobangebote geteilt werden.

Wenn Sie auf bestimmte Firmen oder Arbeitgeber aufmerksam geworden sind, können Sie die sozialen Netzwerke nutzen, um sich näher über das Unternehmen zu informieren.

Auch Karrierenetzwerke wie Xing und LinkedIn zählen zu möglichen Plattformen, gerade im Fach- und Führungskräftebereich kann man sich dort vernetzen. 

Erst wenn Sie einen neuen Arbeitgeber in Aussicht haben, und nach Möglichkeit auch eine feste Zusage, sollten Sie sich mit der Kündigung Ihrer aktuellen Stelle befassen.

Beachten Sie dabei unbedingt die Kündigungsfristen Ihres Unternehmens!

So können Sie vermeiden, dass sich Ausscheiden im alten Job und Antreten der neuen Arbeitsstelle überschneiden.

Außerdem verhindern Sie so nur unnötigen Unmut unter derzeitigem Arbeitgeber und Kollegenkreis, denn nicht Jeder fasst (leider) eine Kündigung gut auf. 

Kündigung also erst nach Abschluss eines neuen Arbeitsvertrages

Eine “voreilige” Kündigung kann nicht nur für Unmut sorgen, sondern wenn es ganz ungünstig kommt, auch dazu, dass man gänzlich ohne Job und damit auch ohne Versicherungen und Anspruch auf Arbeitslosengeld dasteht.

Deshalb ist es ganz wichtig, nicht nur auf die mündliche Zusage des neuen Arbeitgebers zu vertrauen, sondern die Sache auch in Form eines neuen Arbeitsvertrages fest zu machen. 

Auch die Kündigung bedarf der Schriftform: In dem offiziellen Kündigungsschreiben muss genau hervorgehen, dass Sie kündigen und zu welchem Datum. Der Empfang der Kündigung sollten Sie sich auch unbedingt schriftlich bestätigen lassen!

In diesem Zug kann man ebenfalls um ein ausführliches Arbeitszeugnis bitten, in dem Tätigkeiten, Qualifikationen und genaue Beschreibungen der Ausführung der Arbeiten aufgeführt werden. 

Das Arbeitszeugnis sollten Sie sich genau durchlesen! Sie haben das Recht, Änderungen zu fordern, sofern Sie mit gewissen Punkten nicht einverstanden sind. Schließlich soll das Zeugnis dazu dienen, Ihren Wert für das Unternehmen positiv hervorzuheben.

Jobwechsel positiv gestalten

Nicht nur um sich die letzte Zeit im alten Unternehmen so angenehm wie nur möglich zu gestalten, sondern auch für später sollte man den Weggang aus dem Unternehmen so positiv wie nur möglich vollziehen.

Je nachdem wo es einen nach dem Wechsel hin verschlägt, weiß man nie, in welcher Form man zukünftig auf alte Arbeitskollegen trifft.

Möglicherweise ist es später einmal ein Kunde vom neuen Unternehmen, oder man führt in einer anderen Form Geschäftsbeziehungen miteinander - Stichwort Networking. 

Ist man beispielsweise im Vertrieb tätig, kann es durchaus passieren, dass sich die beruflichen Wege noch einmal kreuzen. 

Und ganz unabhängig von den rein geschäftlichen Aspekten, kann sich der neue Arbeitgeber durchaus auch bei Ihrem alten Arbeitgeber erkundigen, und möchte da natürlich vorrangig Positives hören.

Eine gute Organisation ist auch hier alles: Es sollte geklärt werden, wem Sie Ihre Aufgaben übergeben sollen, sodass Sie sich anschließend einen Plan für die Übergabe machen können.

Vor dem Weggang sollten alle betreffenden Personen informiert werden, auch Kunden sollten beispielsweise eine Info darüber erhalten. 

Erfolgt die Kündigung mitten im Jahr, sollte mit dem Arbeitgeber auch die Urlaubstage abgeklärt werden. Anteilig kann der Resturlaub dann vor Ausstieg aus dem Unternehmen noch genommen werden, möglich wäre ansonsten eine Auszahlung dessen. Hier sollte am besten eine Einigung mit dem Arbeitgeber getroffen werden. 

Fazit

Mit einer guten Vorbereitung kann ein Arbeitgeberwechsel möglichst unkompliziert über die Bühne gehen. Eine offene Kommunikation mit aktuellem und neuem Arbeitgeber ist oftmals schon die halbe Miete, denn so kann sich meistens individuell, und ideal für alle Beteiligten geeinigt werden.