Wichtige Kriterien bei der Jobwahl

25.06.2021

Die Gründe für einen Job- oder sogar Branchenwechsel können verschieden sein. 

Hat man sich einmal zu dem Schritt entschieden, sich beruflich zu verändern und einen neuen Job anzutreten, sollte man sich darauf gut und vorausschauend vorbereiten. Kurzschlussreaktionen sind hier eher fehl am Platz, da es schließlich bei der Ausübung des Berufes nicht nur um die finanzielle Absicherung geht, sondern auch im die Gestaltung der persönlichen Zukunft.

Welcher Job ist der Richtige für mich?

Welchen Arbeitsplatz für einen infrage kommt, hängt natürlich von beruflichen Qualifikationen, aber ebenso auch von den persönlichen Lebensumständen und den individuellen Vorstellungen ab. 

Für viele Menschen hängt die Jobwahl mit gewissen Rahmenbedingungen zusammen, da sie langfristige Auswirkungen hat.

Ein Großteil der Arbeitnehmer verbringt in der Regel 8 Stunden täglich auf Arbeit, meist 5 Tage in der Woche.

Rechnet man anschließend noch diverse Fehlzeiten der Mitarbeiter weg, wie beispielsweise Urlaub oder Ausfälle durch Krank, kommt man pro Arbeitnehmer auf ca. 42 - 43 Arbeitswochen im Jahr - das entspricht 213 Arbeitstagen bei einer 5-Tage-Woche. 

Ziemlich viel Zeit also, welche man in seinem Leben mit Arbeit verbringt. Umso wichtiger ist es deshalb, sich intensiv mit der Thematik “Jobwahl” auseinanderzusetzen!

Wir haben uns Gedanken gemacht und die für uns wichtigsten Kriterien bei der Berufswahl zusammengetragen. 

Wichtige Kriterien bei der Jobwahl

Die Branche

Ein grundlegendes Kriterium bildet die Branche, in welcher der zukünftige Arbeitgeber beherbergt sein sollte. 

Die Wahl der Branche richtet sich ganz nach den beruflichen Interessen und Qualifikationen des Arbeitssuchenden. 

Das Unternehmen selbst: Größe, Struktur und Kultur

Je nachdem auf welche Branche die Wahl gefallen ist, sollte man sich Überlegungen hinsichtlich der infrage kommenden Unternehmensgröße und -struktur machen. Kann man sich in jede Unternehmensgröße eingliedern oder sind größere Konzerne und Firmen eher weniger geeignet, und möchte man stattdessen lieber in kleineren, familiären Unternehmen wie beispielsweise Startups arbeiten?

Aber auch die Unternehmenskultur und das Image spielen für viele Arbeitnehmer eine entscheidende Rolle. Hierfür sollte man sich hinreichend auf der firmeneigenen Website sowie auf Arbeitgeber-Bewertungsportalen wie kununu informieren. 

Eine offene Kultur und ein gutes Betriebsklima durch ein “miteinander arbeiten” sollten für das eigene Wohl auf jeden Fall eine wichtige Rolle spielen. Das Arbeitsumfeld und die Werte und Prinzipien eines Unternehmens sollten daher ein wesentliches Job-Kriterium sein und vorab gründlich beleuchtet werden.

Die Arbeitsaufgabe / Tätigkeit

Je nach Größe des Unternehmens kann der Tätigkeitsbereich variieren: Je größer ein Unternehmen, desto mehr Abteilungen gibt es und desto geregelter ist auch die Aufgabenverteilung. 

In kleineren Unternehmen hingegen gibt es meist eine deutlich offenere Ausrichtung. Dort kann sich jeder einzelne Mitarbeiter intensiver und besser einbringen, und hat somit häufig auch ein wechselndes Tätigkeitsfeld. 

Wem das nicht liegt, ist in einem größeren Unternehmen mit einer festeren Struktur besser aufgehoben. Da dort allerdings alles geregelten Abläufen unterliegt, sind oftmals Entfaltungsmöglichkeiten und abwechslungsreiche Tätigkeiten geringer. 

Das Arbeitsumfeld

Was ein gutes Betriebsklima unter Anderem definiert, ist das Arbeitsumfeld und der Kollegenzusammenhalt. Das lässt sich vorweg natürlich schwierig beurteilen, zwar kann man auch hier auf Bewertungen zurückgreifen, schlussendlich jedoch kann man einen ersten Eindruck nur durch beispielsweise ein Probearbeiten oder in der Probezeit selbst gewinnen. 

Das Gehalt

Für Viele gehört der Verdienst zu den ausschlaggebenden Kriterien bei der Jobwahl. Verständlich, schließlich dient das Ausübe eines Berufes vorrangig der finanziellen Absicherung und der Bestreitung de Lebensunterhaltes. 

Man sollte sich seiner beruflichen Qualifikationen und Qualitäten durchaus bewusst sein sowie sich dementsprechend über die Situation je nach Standort und Branche informieren. 

Häufig kommt die Frage nach dem Gehalt spätestens während einer persönlichen Vorstellung, daher sollte man sich auf diese Frage gut vorbereiten.

Zudem sollte man sich über mögliche Zusatzleistungen Gedanken machen: Gibt es Zuschüsse oder zusätzliche Leistungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld?

Wie offen ist der Arbeitgeber dem gegenüber eingestellt und was macht er für seine Mitarbeiter möglich? (z.B. Kostenübernahme von Dienstfahrten, Kindereinrichtungen, bereitstellung eines Firmenwagens u.ä.)

Allerdings sollten andere Kriterien nicht gänzlich in den Hintergrund rücken, schließlich sollte der zukünftige Job auch Erfüllung und Freude mit sich bringen. Geld allein schafft das in den wenigsten Fällen!

Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten

Hier sollte man sich vorab hinterfragen, wie wichtig einem dieses Kriterium als Arbeitnehmer ist oder werden könnte.

Hat man diese Frage für sich geklärt, geht es in den Abgleich, was das Unternehmen diesbezüglich bieten kann. Hier lohnt es sich auch während eines Vorstellungsgespräches nachzufragen, um auch die Reaktion des Gegenübers genau beobachten zu können: Wie sehr ist das Unternehmen daran interessiert, seinen Mitarbeitern Weiterbildungsmöglichkeiten zu bieten? Können die Arbeitnehmer firmenintern aufsteigen? 

Wichtig sollte dabei sein, nicht nur vom Ist-Zustand auszugehen, sondern vorausschauend zu handeln und sich auch zukünftige Optionen sowie Chancen auf Weiterbildung zu einem späteren Zeitpunkt offen zu halten. 

Der Standort und Arbeitsplatz

Bei diesem Kriterium gilt es sich die Frage zu stellen, welchen Weg- und Zeitaufwand für den täglichen Arbeitsweg man in Kauf nehmen kann und möchte.

Je nachdem ob man in Besitz eines Führerscheins uns Autos ist, sollte man sich überlegen, wie man den Weg zu Arbeit am sinnvollsten umsetzen kann.

Dabei spielen Faktoren wie die Zeit, wann man den Arbeitsweg zurücklegen muss, eine wesentliche Rolle. Gibt es zu dieser Zeit allgemein viel Berufsverkehr? Kann man auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen? Wie ist die Parkplatzsituation geregelt? Welche Variante ist schlussendlich am (kosten)günstigsten? 

Aber auch die Frage nach dem eigentlichen Arbeitsplatz sollte man nicht vernachlässigen. Je nachdem in welchem Tätigkeitsbereich man eingesetzt ist, sollte man im Vornherein den zukünftigen Arbeitsplatz beleuchten.

Ist man beispielsweise im kaufmännischen oder administrativen Bereich eingesetzt, gibt die Möglichkeit des Großraum- oder des Einzelbüros. Wie sind allgemein die Zustände im Verlaufe eines Arbeitstages? Auch hier kann ein möglicher Probetag helfen, um bereits Einblicke in die Abläufe im Unternehmen zu gewinnen. 

Work-Life-Balance

Während zum Einen das Gehalt für die Meisten eine essentielle Rolle bei der Jobwahl spielt, ist es gerade bei den jüngeren Generationen auch die Frage nach der Work-Life-Balance.

Wie sind die Arbeitszeiten, anfallende Überstunden und Urlaub im Unternehmen geregelt?

Bietet der Arbeitgeber flexible Arbeitszeitmodelle an oder wird womöglich eine ständige Erreichbarkeit vorausgesetzt? 

Solche Faktoren hängen natürlich stark vom jeweiligen Beruf, dennoch sollte man hier abwägen, was berufsbedingt erforderlich ist oder was der Arbeitgeber “unnötigerweise” voraussetzt. 

Bei diesem Kriterium spiel auch eine familienfreundliche Unternehmenspolitik eine wesentliche Rolle. Gerade für Frauen, aber auch zunehmend für Männer spielt die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben eine immer größere Rolle.

Der Beruf sollte heutzutage keine wesentlich negativen Auswirkungen auf die Familienplanung haben, und der Arbeitnehmer sollte sich längst nicht mehr gänzlich zwischen Karriere und Familie entscheiden müssen.

 


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