Wie geht man bei der Jobsuche richtig vor?

29.03.2021

Nach einem Job zu suchen, gestaltet sich mittlerweile einfacher als man denken könnte. Zumindest die Möglichkeiten, nach neuen Jobangeboten zu suchen, sind vielfältig.

Doch vielleicht macht es gerade diese enorm große Auswahl schwierig für den Bewerber, da noch durchzublicken?

Wir erklären wichtige Schritte, mithilfe welcher man sich am besten auf Jobsuche begibt - und das am besten erfolgreich!

1. Was sind die Beweggründe für den Jobwechsel?

Ist es der Wunsch nach beruflicher Weiterentwicklung oder gar Neuorientierung? Passt das Arbeitsumfeld oder die Kollegen nicht zu den eigenen Wertvorstellungen, weswegen man sich mit dem Arbeitgeber möglicherweise nicht mehr identifizieren kann?

Sucht man neue Herausforderungen oder generell andere Tätigkeiten?

Die Gründe für einen Jobwechsel können vielfältig sein, am Ende haben sie alle dasselbe Ziel: Einen neuen Job suchen und finden.

Allerdings ist der Grund für einen neuen Job durchaus wichtig, denn er entscheidet über die Vorgehensweise und auch über die Wahl des neuen Jobs. Die Gründe bestimmen auch die Ansprüche an den neuen Job. 

2. Was für ein Job soll es sein?

Erst wenn man sich im Klaren darüber ist, nach was für einen Job man sucht, kann man mit der richtigen Jobsuche beginnen.

Am besten erstellen Sie sich vorab eine Liste, welche Kriterien Ihr neuer Job, sowie Ihr neuer Arbeitgeber erfüllen sollten.

Das können Kriterien wie die Art der Tätigkeit sein, die Arbeitszeit, die Vergütung, mögliche Zuschläge wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld, wie ist der Verhaltenskodex des Unternehmens, welche Einstellung und Werte vermittelt das Unternehmen nach außen hin , was tut es als Arbeitgeber für seine Mitarbeiter generell usw.

Sie sollten sich dabei auch notieren, bei welchen Aspekten Sie möglicherweise kompromissbereit sind. 

Am sinnvollsten ist es, bei der Suche nicht zu explizit vorzugehen, und erst einmal nur die wichtigsten Kriterien anzugeben. Ansonsten schließen Sie möglicherweise von vornherein zu viele Angebote aus.

3. Welche Plattformen werden bei der Jobsuche eingebunden?

Haben Sie sich auf die wichtigsten Kriterien festgelegt, sollten Sie sich überlegen, welche Möglichkeiten bei der Suche für Sie infrage kommen.

Das Portfolio ist hier mittlerweile recht groß. Je nach Art des Jobs können Sie verschiedene Möglichkeiten mit einbeziehen. 

In Zeiten des Internets wird vorrangig auch dort recherchiert. Am geläufigsten ist daher, einfach bei Google den jeweiligen Suchbegriff des Berufes einzugeben, in Verbindung mit Suchbegriffen wie “Job”, “Jobsuche”, “Jobangebote” oder “Stellenangebote”.

Das genügt, um bereits eine Vielzahl an Ergebnissen geliefert zu bekommen.

Automatisch werden Ihnen zu Ihrem Beruf passende Unternehmen angezeigt, welche gerade Stellenangebote ausgeschrieben haben.

Die Jobangebote finden sich dann meist auf den firmeneigenen Webseiten der Unternehmen.

Zusätzlich gibt es eine Vielzahl an Online-Jobportalen, welche viele verschiedene Stellenangebote gelistet haben.

Auch gibt es seit einiger Zeit das von Google selbst bereitgestellte Google for Jobs, dieses ist quasi eine Übersicht direkt auf der ersten Seite bei Google mit allen zu Ihren Eingaben passenden und relevanten Anzeigen. 

Selbst auf Social Media wird man heutzutage hinsichtlich Jobangeboten fündig, Facebook beispielsweise hat eine eigene Jobbörse, auf der Unternehmen Ihre Stellen ausschreiben können.

Oder Karrierenetzwerke wie Xing oder LinkedIn bieten die Möglichkeit, nach Jobs zu suchen und sich sogar passende Stellenangebote zuweisen zu lassen.

Das funktioniert in der Regel auch bei Jobportalen: Meistens wählt man in den Einstellungen die E-Mail-Benachrichtigungen zu passenden Jobangeboten aus, und bekommt diese dann regelmäßig zugesendet. 

So vermeiden Sie automatisch, dass Sie möglicherweise zutreffende Angebote verpassen.

4. Initiativbewerbungen nutzen

Rund zwei Drittel aller freien Stellen werden in Deutschland gar nicht erst öffentlich ausgeschrieben. 

Das wird als sogenannter “verdeckter Stellenmarkt” bezeichnet. Logische Schlussfolgerung, dass sich natürlich ein Großteil der Bewerber (nämlich 95%) auf den öffentlichen Stellenmarkt konzentrieren, und sich nur die restlichen 5% auf den verdeckten Stellenmarkt beziehen. 

Doch wie kann man denn diesen verdeckten Stellenmarkt erreichen, wenn die Stellen gar nicht für die Öffentlichkeit ausgeschrieben werden?

Die Antwort lautet: Mit Initiativbewerbungen!

Viele Bewerber scheuen sich, auf Initiativbewerbungen zurückzugreifen: Sie sind aufwändig und die Erfolgsquote ist ungewiss.

Aber, auch wenn die Initiativbewerbung nicht sofort zu der erhofften Stelle führt, so haben Sie mit ihr bereits den ersten Kontakt zum Unternehmen aufgebaut.

In jedem Fall kommt eine Initiativbewerbung durchweg positiv an, und hinsichtlich des verdeckten Stellenmarktes haben Sie so die Möglichkeit, sich auf eine vakante, jedoch nicht ausgeschriebene Stelle erfolgreich zu bewerben. 

5. Netzwerke nutzen

Social Media eignet sich jedoch nicht nur für die passive Jobsuche, sondern auch hervorragend, um sich in den passenden Netzwerken zu connecten.

Gerade die sozialen Netzwerke bieten eine Vielzahl an Foren und Gruppen, die sich für privaten wie auch den beruflichen Austausch anbieten können.

Manchmal ergeben sich auf diesem Weg die unerwartetsten Zufälle - wer weiß ein Unternehmen, das Mitarbeiter sucht oder wer kennt Jemanden, der die oder jene Qualifikation hat und hervorragend auf die Stelle passen würde?

Viele Recruiter sind mittlerweile in den Netzwerken und Plattformen unterwegs, also besteht hier auch die Möglichkeit, sich finden zu lassen.

Xing oder LinkedIn bieten die Möglichkeit, ein aussagekräftiges Portfolio von sich zu veröffentlichen und so auf sich aufmerksam zu machen.

Fazit:

Einen abschließend wichtigen Punkt, wenngleich auch schwierig zu akzeptieren, wollen wir Ihnen dennoch mitgeben: Nehmen Sie eine Absage nicht persönlich. Im Gegenteil, nutzen Sie diese, um sich abzuhärten und Ihre Bewerbung sogar noch zu optimieren. 

Eine Absage hilft ebenfalls, sich selbst zu reflektieren, und sich vor Augen zu halten, dass nicht jeder Arbeitgeber die gleichen Ansprüche stellt. Ihre Qualifikationen können Ihnen bei den ersten Bewerbungen Absagen einbringen, und beim nächsten Unternehmen für die Zusage schlechthin sorgen. Möglicherweise ist das dann der Traumjob?