Das Vor­stel­lungs­ge­spräch

War Ihre Bewer­bung erfolg­reich, kommt es zum Vor­stel­lungs­ge­spräch, damit das Unter­neh­men Sie per­sön­lich ken­nen­ler­nen kann. Mit die­ser Ein­la­dung haben Sie ein Teil­ziel erreicht. Das Vor­stel­lungs­ge­spräch ist daher sehr wich­tig und die Vor­be­rei­tung dar­auf hat obers­te Prio­ri­tät. Das Vor­stel­lungs­ge­spräch ist ein Gespräch zwi­schen dem Bewer­ber und dem Ver­ant­wort­li­chen in einer Fir­ma für die Ein­stel­lung von Per­so­nal.

Gute Vor­be­rei­tung
ist das A und O

Ihr Out­fit für das Vor­stel­lungs­ge­spräch

Die Gehalts­fra­ge
im Gespräch

Tipps für das
Vor­stel­lungs­ge­spräch

Wie läuft ein Vor­stell­lungs­ge­spräch ab?

Gute Vor­be­rei­tung ist das A und O

Die Vor­be­rei­tung auf das Vor­stel­lungs­ge­spräch ist sehr wich­tig, da Sie inner­halb von weni­gen Minu­ten einen sym­pa­thi­schen, moti­vier­ten und qua­li­fi­zier­ten Ein­druck ver­mit­teln sol­len. Hin­zu kom­men noch Ner­vo­si­tät und Druck. Um den best­mög­li­chen Ein­druck dem Ver­ant­wort­li­chen in so kur­zer Zeit über­brin­gen zu kön­nen, müs­sen Sie sich gut vor­be­rei­ten. Das stärkt Ihr Selbst­be­wusst­sein und för­dert ein siche­res Auf­tre­ten.

Indi­vi­du­el­le Vor­be­rei­tung auf das Vor­stel­lungs­ge­spräch

Jedes Vor­stel­lungs­ge­spräch ist anders, doch wenn Sie die grund­le­gen­den Schrit­te für die Vor­be­rei­tung beach­ten, ist der Job schon zum Grei­fen nah.

Die per­fek­te Vor­be­rei­tung durch­läuft 8 ver­schie­de­ne Schrit­te:

1. Infor­mie­ren Sie sich über das Unter­neh­men

Je mehr Sie über das Unter­neh­men wis­sen, des­to bes­ser. Sie soll­ten so viel wie mög­lich über das Unter­neh­men recher­chie­ren und her­aus­fin­den. Das gibt Ihrem Gegen­über das Gefühl, dass Sie gut vor­be­rei­tet und inter­es­siert am Unter­neh­men und des­sen Geschäfts­fel­der sind. 

Bei­spie­le zur Recher­che: Inter­es­sant zu wis­sen ist, wie vie­le Mit­ar­bei­ter es in dem Unter­neh­men gibt und ob es mög­li­cher­wei­se noch ande­re Stand­or­te hat. Die Bran­che ist natür­lich sehr wich­tig und es scha­det nicht zu wis­sen, wann die Fir­ma gegrün­det wur­de.

Also set­zen Sie sich inten­siv mit Ihrem poten­zi­el­len Arbeit­ge­ber aus­ein­an­der und tra­gen Sie die wesent­li­chen Infor­ma­tio­nen vor­ab zusam­men.  

Tipp: Wenn Ihnen beim Recher­chie­ren Fra­gen auf­kom­men, notie­ren Sie sie und stel­len Sie die Fra­gen beim Vor­stel­lungs­ge­spräch.

2. Ken­nen Sie Ihre eige­ne Bewer­bung

Bis­her hat der Arbeit­ge­ber Ihre voll­stän­di­gen Bewer­bungs­un­ter­la­gen. Die­se setzt er als Grund­la­ge für das Vor­stel­lungs­ge­spräch ein. Des­halb soll­ten Sie sich noch ein­mal Ihre Bewer­bungs­un­ter­la­gen genau anschau­en. So kön­nen Sie sogar schon man­che Fra­gen vor­aus­ah­nen, sich ent­spre­chen­de Ant­wor­ten zurecht­le­gen und wer­den so nicht auf fal­schem Fuß erwischt.

3. Üben Sie Ihre Selbst­prä­sen­ta­ti­on

Berei­ten Sie sich gut auf Ihre Selbst­prä­sen­ta­ti­on vor, denn hier hat der Arbeit­ge­ber die Mög­lich­keit, Sie noch bes­ser ken­nen­zu­ler­nen. Er wird Sie dar­um bit­ten, sich kurz selbst vor­zu­stel­len. Hier ist es wich­tig nicht Ihren Lebens­lauf nach­zu­er­zäh­len, denn die­sen hat er schließ­lich vor sich. Nut­zen Sie die Chan­ce hier zu punk­ten! Üben Sie zu Hau­se vor dem Spie­gel, vor Fami­lie oder Freun­den und stop­pen Sie auch mal die Zeit, denn län­ger als 5 Minu­ten soll­te es nicht dau­ern. 

Hier ein paar Tipps:

  • Ach­ten Sie dar­auf, die Sta­tio­nen zu ver­bin­den und zu begrün­den (roter Faden).
  • Prak­ti­sche Erfah­run­gen und fach­li­che Qua­li­fi­ka­tio­nen, die zur ange­streb­ten Posi­ti­on pas­sen, her­vor­he­ben.
  • Set­zen Sie Ihre Kör­per­spra­che rich­tig ein. Dabei sind vor allem Ges­tik, Mimik, Kör­per­hal­tung und Blick­kon­takt wich­tig.
  • Soll­ten Sie den roten Faden ver­lie­ren, bekom­men Sie kei­ne Panik und neh­men Sie sich ein paar Sekun­den Zeit, um sich neu zu sam­meln.
  • Sie kön­nen sich im Vor­stel­lungs­ge­spräch zwi­schen­durch Zeit ver­schaf­fen, indem Sie kurz etwas trin­ken.

4. Stel­len Sie Ihr Out­fit für das Gespräch zusam­men

Der ers­te Ein­druck zählt! Die pas­sen­de Klei­dung spielt im Vor­stel­lungs­ge­spräch eine gro­ße Rol­le. Sie soll­ten sich des­halb vor­ab infor­mie­ren, wel­chen Dress­code das Unter­neh­men bevor­zugt. Ein Blick auf die Home­page des Unter­neh­mens kann hier­bei bei­spiels­wei­se hel­fen. Stel­len Sie Ihre Klei­dung am bes­ten ein Tag vor dem Vor­stel­lungs­ge­spräch zusam­men. Ach­ten Sie auf ein gepfleg­tes und ordent­li­ches Erschei­nungs­bild. Die Klei­dung soll­te gebü­gelt und die Schu­he geputzt sein. Eine ordent­li­che Fri­sur und gepfleg­te Fin­ger­nä­gel dür­fen eben­falls nicht feh­len.

In kon­ser­va­ti­ven Bran­chen punk­ten Sie mit einem Anzug oder einem Busi­ness-Kos­tüm. In inno­va­ti­ven Bran­chen ist dage­gen eine Jeans mit einem Hemd bzw. Blu­se voll­kom­men aus­rei­chend.

Sei­en Sie nicht nur rich­tig geklei­det, son­dern ach­ten Sie eben­falls dar­auf, dass Sie sich auch wohl füh­len! Das unter­streicht ein selbst­be­wuss­tes Auf­tre­ten noch­mals. 

5. Packen Sie Ihre Tasche

Packen Sie Ihre Tasche am bes­ten eben­falls einen Tag vor dem Vor­stel­lungs­ter­min, damit Sie am Tag des Gesprächs kei­nen Stress oder Zeit­druck haben.

In Ihrer Tasche soll­ten Sie fol­gen­de Din­ge dabei haben:

  • Notiz­buch mit meh­re­ren Stif­ten
  • Stel­len­an­zei­ge
  • Ein­la­dungs­schrei­ben zum Vor­stel­lungs­ge­spräch
  • Kopie der voll­stän­di­gen Bewer­bungs­un­ter­la­gen

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6. Die Gehalts­fra­ge

Der Per­so­na­ler wird Sie sicher­lich fra­gen, wel­che Gehalts­vor­stel­lun­gen Sie haben. Ein guter Weg zur Vor­be­rei­tung ist hier­bei sich im Vor­feld über gän­gi­ge Gehäl­ter Ihrer Posi­ti­on und Bran­che zu infor­mie­ren. Sie müs­sen dem Per­so­na­ler kei­ne kon­kre­ten Zah­len nen­nen. Geben Sie eine Gehalts­span­ne vom Brut­to­jah­res­ge­halt vor. So blei­ben Sie fle­xi­bel, wenn es bei den Ver­trags­ver­hand­lun­gen dann um kon­kre­te Zah­len geht.

Wie for­mu­lie­re ich eigent­lich mei­nen Gehalts­wunsch?

  • Fixe Gehalts­an­ga­be: „Mei­nen beruf­li­chen Qua­li­fi­ka­tio­nen ent­spre­chend emp­fin­de ich ein Gehalt von 55.000 Euro/Jahr als ange­mes­sen.“
  • Gehalts­span­ne: „Mei­ne Gehalts­vor­stel­lun­gen lie­gen zwi­schen 50.000 und 55.000 Euro pro Jahr.”

7. Klä­ren Sie das Orga­ni­sa­to­ri­sche

Um mög­li­chen zusätz­li­chen Stress vor dem Vor­stel­lungs­ge­spräch zu ver­mei­den, soll­ten Sie ein paar orga­ni­sa­to­ri­sche Din­ge klä­ren. Das wich­tigs­te bei der Pla­nung sind Puf­fer! Bei der Anfahrt soll­ten Sie immer einen zeit­li­chen Puf­fer ein­pla­nen, schließ­lich kann man in den Stau gera­ten oder der Zug kann sich ver­spä­ten. Schau­en Sie sich vor­her genau an, wie Sie zu dem Unter­neh­men kom­men. Sie kön­nen sich dazu einen Plan für den Zug oder für das Auto im Inter­net aus­dru­cken. Pla­nen Sie auch genü­gend Zeit ein, um einen Park­platz zu suchen oder evtl. vom Bahn­hof bis zum Unter­neh­men zu gelan­gen.

8. Machen Sie sich Noti­zen und stel­len Sie Fra­gen

Es ist wich­tig sich vor und wäh­rend des Gesprächs Noti­zen zu machen. Dies zeigt Auf­merk­sam­keit und Inter­es­se! Sie ver­hin­dern auch, dass man wich­ti­ge Punk­te ver­gisst, die man spä­ter bei den eige­nen Fra­gen noch auf­grei­fen könn­te. Ihr Gegen­über wird Sie am Ende des Vor­stel­lungs­ge­sprächs fra­gen, ob Sie noch Fra­gen haben. Sagen Sie nie­mals nein! Dies zeigt Des­in­ter­es­se oder Schüch­tern­heit. Notie­ren Sie sich vor dem Gespräch eige­ne Fra­gen und berei­ten Sie sich gut dar­auf vor. Stel­len Sie kei­ne geschlos­se­nen, son­dern offe­ne Fra­gen! Bei­spiels für mög­li­che Rück­fra­gen wären:

  • Wie läuft die Ein­ar­bei­tung ab?
  • Wie groß ist die Abtei­lung, in der ich arbei­ten wer­de?
  • Wel­che Wei­ter­bil­dungs­mög­lich­kei­ten gibt es?
  • Wel­che Auf­stiegs­mög­lich­kei­ten bie­tet die Stel­le?
  • Wur­de die Stel­le neu geschaf­fen?

Tipps fürs Vor­stel­lungs­ge­spräch

Mei­ne Stär­ken und Schwä­chen im Gespräch nen­nen?

Die am häu­figs­ten gestell­te Fra­ge in einem Vor­stel­lungs­ge­spräch ist: “Was haben Sie für Stär­ken und Schwä­chen?” oder “Nen­nen Sie mir doch mal Ihre Stär­ken und Schwä­chen”. Bei die­ser Fra­ge tun sich die meis­ten Bewer­ber sehr schwer, denn Vie­le wis­sen nicht genau, wie sie Aus­sa­gen über ihren eige­nen Cha­rak­ter tref­fen sol­len. Des­halb soll­ten Sie sich vor dem Gespräch gut vor­be­rei­ten und sich über­le­gen, wel­che Stär­ken und Schwä­chen auf Sie zutref­fen. Das wich­tigs­te dabei ist, ehr­lich zu blei­ben und das rich­ti­ge Maß an Selbst­be­wusst­sein und Beschei­den­heit zu fin­den. Bei Unwahr­hei­ten kann das Ihren Beruf gefähr­den, denn falls Sie den Job bekom­men und Sie Ihre Behaup­tun­gen nicht bele­gen kön­nen, wird das auf bei­den Sei­ten zu Unzu­frie­den­heit und Kon­flik­ten füh­ren. 

Stär­ken: Nut­zen Sie das Stel­len­an­ge­bot, um Ihre Stär­ken zu for­mu­lie­ren und bele­gen Sie jede genann­te Stär­ke mit der ent­spre­chen­den Erfah­rung, die Sie bereits sam­meln konn­ten. Bei­spie­le für Stär­ken könn­ten sein:

  • “Ich kann mich sehr schnell in neue The­men­ge­bie­te ein­ar­bei­ten. Gera­de als Redak­teur für eine Agen­tur war das bei vie­len ver­schie­de­nen und neu­en Kun­den immer von Vor­teil.“
  • “Ich bin sehr team­fä­hig und kann mich schnell in ein neu­es Team inte­grie­ren.”
  • “Ich bin krea­tiv und kann gleich­zei­tig zuver­läs­sig metho­disch arbei­ten. Um Pro­ble­me zu lösen, kommt mei­ne Krea­ti­vi­tät oft sehr gele­gen.”

Schwä­chen: Sie soll­ten nie­mals auf die Fra­ge nach Ihren Schwä­chen ant­wor­ten: ”Ich habe kei­ne Schwä­chen”, denn das sorgt für ein nega­ti­ves Bild. Wenn Ihnen selbst kei­ne Schwä­che über Sie ein­fällt, dann fra­gen Sie Freun­de, Bekann­te oder lesen Sie Ihre alten Zeug­nis­se durch. 

Tipp: Der Trick ist, die Schwä­chen vom Nega­ti­ven ins Posi­ti­ve umzu­wan­deln. 

Bei­spie­le für Schwä­chen könn­ten sein:

  • “Gele­gent­lich fällt es mir schwer, Prio­ri­tä­ten zu set­zen. Daher über­prü­fe ich regel­mä­ßig die Wich­tig­keit mei­ner Auf­ga­ben und set­ze mir ein Zeit­li­mit, um alle anste­hen­den Auf­ga­ben inner­halb der Dead­lines bewäl­ti­gen zu kön­nen.“
  • “Ich kann manch­mal sehr unge­dul­dig sein, ins­be­son­de­re wenn ich gestresst bin. Anstatt Druck auf­zu­bau­en oder mich zu ärgern, ver­su­che ich aber unter­stüt­zend mit­zu­wir­ken und Pro­zes­se zu beschleu­ni­gen.“
  • “Ich bin sehr ver­gess­lich. Des­halb notie­re ich mir immer alles.”

Der ablauf eines Vor­stel­lungs­ge­sprä­ches

→ Wie läuft ein Vor­stel­lungs­ge­spräch ab?

Jedes Vor­stel­lungs­ge­spräch läuft unter­schied­lich ab, doch es las­sen sich meis­tens vie­le Par­al­le­len erken­nen. Das Gespräch dau­ert in der Regel zwi­schen 30 und 60 Minu­ten. Dabei gilt: Je höher qua­li­fi­ziert die Anstel­lung, des­to län­ger dau­ert auch das Vor­stel­lungs­ge­spräch. Vie­le Arbeit­ge­ber sagen, sie wis­sen schon nach den ers­ten 90 Sekun­den, ob sie jeman­den ein­stel­len oder nicht. Des­halb: Der ers­te Ein­druck zählt! Im Fol­gen­den zei­gen wir Ihnen, wie ein Vor­stel­lungs­ge­spräch ablau­fen kann.

Es durch­läuft 7 ver­schie­de­ne Pha­sen:

1. Small­talk-Pha­se: Begrü­ßung

Das Vor­stel­lungs­ge­spräch beginnt immer mit der Begrü­ßung. In den meis­ten Fäl­len mel­den Sie sich am Emp­fang und war­ten, bis Sie abge­holt wer­den. Sobald Sie auf den Arbeit­ge­ber tref­fen, stel­len Sie sich kurz vor und war­ten, bis er Ihnen die Hand reicht. Die­se drü­cken Sie kurz und fest. Ver­mei­den Sie den so genann­ten “Kno­chen­bre­cher”! Der Hand­schlag soll­te nicht zu fest aber auch nicht zu locker sein und immer von einem offe­nen Blick und einem Lächeln beglei­tet wer­den. Eine kur­ze Auf- und Abbe­we­gung genügt. Jetzt fin­det der ers­te Small Talk statt. Ihr Gegen­über fragt Sie zum Bei­spiel: “Wie war Ihre Anrei­se” oder “Haben Sie gut her­ge­fun­den?” Wich­tig hier­bei ist, freund­lich zu ant­wor­ten und ein biss­chen zu plau­dern – das sorgt dafür, sich selbst zu ent­span­nen und sich etwas auf­zu­lo­ckern. 

Wenn Sie im Gesprächs­raum ange­kom­men sind, set­zen Sie sich erst, wenn es Ihnen ange­bo­ten wird. Jetzt fragt der Per­so­na­ler Sie, ob Sie etwas trin­ken möch­ten. Die­ses Ange­bot neh­men Sie an! Tipp: Wenn Sie ein­mal nicht wis­sen, was Sie sagen sol­len, schaf­fen Sie einen kur­zen Moment zum Nach­den­ken, indem Sie ein­mal kurz etwas trin­ken.

Außer­dem zeugt es Höf­lich­keit und an hei­ßen Tagen oder gene­rell bei Auf­re­gung kann etwas zu Trin­ken nicht scha­den.

2. Ken­nen­lern­pha­se: sich vor­stel­len

Hän­de geschüt­telt und Small­talk aus­ge­tauscht: Nun sind wir in der Ken­nen­lern­pha­se ange­kom­men. Der Per­so­na­ler möch­te Sie und Ihre Moti­va­ti­on für den Job bes­ser ken­nen­ler­nen. Gleich­zei­tig prüft er, ob Ihre Bewer­bungs­un­ter­la­gen der Wahr­heit ent­spre­chen. Häu­fig lei­tet er das Gespräch ein mit: “Dann stel­len Sie sich doch bit­te ein­mal kurz vor” oder “Dann erzäh­len Sie doch mal was über sich”. Natür­lich haben Sie sich gut dar­auf vor­be­rei­tet und kön­nen sich nun selbst prä­sen­tie­ren.

3. Prä­sen­ta­ti­ons­pha­se: Unter­neh­men stellt sich vor

Jetzt stellt der Arbeit­ge­ber das Unter­neh­men, sowie des­sen Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen vor. Hier­bei gilt es, kon­zen­triert und inter­es­siert zu blei­ben und sich ggf. ein paar Noti­zen zu machen. Hal­ten Sie Blick­kon­takt und signa­li­sie­ren Sie ihm durch Nicken, dass Sie ihm vol­le Auf­merk­sam­keit schen­ken. Wenn Ihnen wäh­rend der Vor­stel­lung Fra­gen auf­kom­men, unter­bre­chen Sie ihn nicht! Notie­ren Sie die Fra­gen und stel­len Sie sie anschlie­ßend.

Zudem kann es sein, dass der Per­so­na­ler Sie fragt, was Sie denn schon über das Unter­neh­men wis­sen und er erst danach wei­ter­macht. Das ist aber natür­lich kein Pro­blem, da Sie sich vor­her gut vor­be­rei­tet haben und Infor­ma­tio­nen recher­chiert haben.

4. Typi­sche Fra­gen-Pha­se: Bewer­bungs­mo­ti­va­ti­on

Nach­dem Sie sich jetzt ein biss­chen ken­nen­ler­nen konn­ten, kom­men wir jetzt zu den typi­schen Fra­gen in einem Vor­stel­lungs­ge­spräch, die Ihnen gestellt wer­den kön­nen. Nun will Ihr Gegen­über wis­sen, wie­so Sie die per­fek­te Beset­zung für die­se Stel­le sind. Und so kom­men wir auch schon zur ers­ten Fra­ge: “War­um den­ken Sie, dass genau Sie auf die­se Stel­le pas­sen?” Hier ist es wich­tig, dass Sie nicht Ihren Lebens­lauf nach­er­zäh­len. Ihr Gegen­über möch­te an die­ser Stel­le etwas Neu­es erfah­ren. 

Wei­te­re mög­li­che und typi­sche Fra­gen: 

  • Wie orga­ni­sie­ren Sie Ihre Arbeit?
  • Was möch­ten Sie in drei/fünf/zehn Jah­ren erreicht haben?
  • Was sind Ihre Stär­ken und Schwä­chen?
  • War­um haben Sie sich bei uns bewor­ben?

5. Orga­ni­sa­to­ri­sche-Pha­se: Gehalts­vor­stel­lun­gen

Die­se Pha­se birgt eini­ge Gefah­ren, denn jetzt wer­den orga­ni­sa­to­ri­sche Sachen geklärt. Hier gehö­ren z.B. die Gehalts­vor­stel­lun­gen und die Anzahl der Urlaubs­ta­ge dazu. Wenn der Per­so­na­ler Ihnen einen Gehalts­vor­schlag anbie­tet und die­se etwas unter Ihren Vor­stel­lun­gen liegt, leh­nen Sie nicht direkt ab! Sie kön­nen ihn dann fra­gen, wie es mit einer Auf­stiegs­mög­lich­kei­ten oder einer Stei­ge­rung der Urlaubs­ta­ge aus­sieht.

6. Rück­fra­gen-Pha­se: Eige­ne Fra­gen stel­len

Die sechs­te Pha­se dient dem offe­nen Aus­tausch und der Dis­kus­si­on. Stel­len Sie dem Arbeit­ge­ber Ihre gesam­mel­ten oder vor­be­rei­te­ten Rück­fra­gen! Damit bewei­sen Sie, dass Sie sich nicht nur gut auf das Gespräch vor­be­rei­tet haben, son­dern auch dem Gesprächs­ver­lauf auf­merk­sam gefolgt sind. Ver­mei­den Sie hier Fra­gen, die sich um die ers­te Gehalts­er­hö­hung dre­hen – das wirkt, als wären Sie nur am Geld inter­es­siert.

7. Abschluss-Pha­se: Ver­ab­schie­dung

Das Gespräch kommt zum Ende. Jetzt geht es dar­um, die Fris­ten zu set­zen und in Erfah­rung zu brin­gen, wie es im Aus­wahl­pro­zess wei­ter­geht und wann mit einer Rück­mel­dung gerech­net wer­den kann. Nach­dem das geklärt ist und kei­ne Fra­gen mehr offen sind, wird sich der Per­so­na­ler bei Ihnen bedan­ken und sich ver­ab­schie­den. Sie bedan­ken sich eben­falls dafür, dass er sich die Zeit für das Vor­stel­lungs­ge­spräch genom­men hat und das Sie sich über eine posi­ti­ve Rück­mel­dung freu­en. Abschlie­ßend ver­ab­schie­den Sie sich freund­lich und ver­las­sen das Unter­neh­men.

→ Vor­stel­lungs­ge­spräch am Tele­fon

Das Tele­fon­in­ter­view kommt immer häu­fi­ger im Bewer­bungs­pro­zess zum Ein­satz. Unter­neh­men nut­zen das Tele­fon­in­ter­view als Vor­stu­fe zum Vor­stel­lungs­ge­spräch und zur ers­ten Vor­auswahl der Bewer­ber. Es dau­ert in der Regel maxi­mal 30 Minu­ten und der Ablauf ist der­sel­be, wie im per­sön­li­chen Gespräch. Des­we­gen soll­te man sich auch hier­für sehr gut vor­be­rei­ten. Es bie­tet vie­le Vor­tei­le, da man sich den Weg zum Unter­neh­men spa­ren kann. Außer­dem fin­det es in Ihrem gewohn­ten Umfeld, in der Regel zuhau­se, statt. 

Jedoch stellt das Gespräch am Tele­fon eine neue Her­aus­for­de­rung dar und ist etwas anders als im per­sön­li­chen Gespräch.

So kön­nen Sie am Tele­fon punk­ten:

  • Gute Vor­be­rei­tung: 
  • Gespräch üben: Üben Sie das Gespräch mit Ihren Freun­den, Fami­li­en oder Ihrem Part­ner am Tele­fon. Je häu­fi­ger Sie die Situa­ti­on durch­spie­len, des­to siche­rer wer­den Sie beim Tele­fon­in­ter­view.
  • Infor­ma­tio­nen sam­meln: Sam­meln Sie so vie­le Infor­ma­tio­nen wie nur mög­lich über den Arbeit­ge­ber (Grö­ße, Bran­che, Pro­duk­te).
  • Stel­len­an­zei­ge lesen: Wer­fen Sie einen erneu­ten Blick in die Stel­len­an­zei­ge. So kön­nen Sie sich gut auf Ihre Stär­ken durch die Qua­li­fi­ka­tio­nen und Eigen­schaf­ten, die erwar­tet wer­den vor­be­rei­ten.
  • Typi­sche Fra­gen ken­nen: Berei­ten Sie sich Ant­wor­ten auf die typi­schen Fra­gen in einem Bewer­bungs­ge­spräch vor und hal­ten Sie zudem Ihre Bewer­bungs­un­ter­la­gen bereit.
  • Tele­fon che­cken: Nut­zen Sie für das Inter­view ein Fest­netz-Tele­fon und kein Smart­pho­ne. Sor­gen Sie für eine gute Ver­bin­dung und stel­len Sie sicher, dass das Tele­fon auf­ge­la­den ist.
  • Offi­zi­ell anzie­hen: Jetzt fra­gen Sie sich bestimmt: “Wie­so soll ich mich offi­zi­ell klei­den? Schließ­lich sieht man mich doch nicht”. Jedoch ist es psy­cho­lo­gisch erwie­sen, dass die Klei­dung unbe­wusst auf Ihr Ver­hal­ten abstrahlt. Also klei­den Sie sich so, als wür­den Sie zum Vor­stel­lungs­ge­spräch gehen.
  • Atmo­sphä­re schaf­fen
  • Da der Small­talk beim nor­ma­len Vor­stel­lungs­ge­spräch meis­tens mit : “Haben Sie gut her­ge­fun­den?” oder “Wie war Ihre Anrei­se?” beginnt, soll­ten Sie eine ähn­li­che Atmo­sphä­re am Tele­fon schaf­fen. Dies schafft eine per­sön­li­che Ebe­ne und lockert die Stim­mung auf. Fra­gen Sie Ihn z.B. der wie­viel­te Bewer­ber Sie heu­te sind.
  • Stim­me beach­ten
  • Wäh­rend dem Tele­fon­in­ter­view soll­ten Sie auf eine deut­li­che und selbst­be­wuss­te Sprech­wei­se ach­ten. Da Sie ner­vös und auf­ge­regt sind, spie­len Atmung, Laut­stär­ke und vor allem das Tem­po eine sehr wich­ti­ge Rol­le. 
  • Ganz wich­tig: Lächeln Sie am Tele­fon! Auch wenn der Per­so­na­ler es nicht sieht – er hört es.
  • Ablen­kun­gen aus­schal­ten
  • Da das Tele­fon­in­ter­view bei Ihnen zu Hau­se statt­fin­det, soll­ten Sie für Ruhe sor­gen. Es dür­fen kei­ne Ablen­kun­gen von Fami­lie, Freun­den oder Haus­tie­ren auf­tre­ten. Schal­ten Sie Ihr Smart­pho­ne und den Fern­se­her am bes­ten aus. 
  • Aus­drucks­wei­se beden­ken
  • Ach­ten Sie auf Ihre Aus­drucks­wei­se und ver­fal­len Sie am Tele­fon nicht in die Umgangs­spra­che. Blei­ben Sie sach­lich und freund­lich und ver­mei­den Sie Füll­wör­ter wie “ähm”, “öhm” usw.
  • Eigen­in­itia­ti­ve zei­gen
  • Zei­gen Sie Eigen­in­itia­ti­ve, indem Sie Rück­fra­gen stel­len. Füh­ren Sie ein Gespräch mit Ihrem zukünf­ti­gen Arbeit­ge­ber und kei­nen Mono­log. 
  • Aus­spre­chen las­sen
  • Fal­len Sie dem Per­so­na­ler nie­mals ins Wort! Las­sen Sie Ihn aus­re­den. Dies ver­mit­telt Höf­lich­keit und Respekt. Akzep­tie­ren Sie auch kur­ze Pau­sen im Gespräch. Nut­zen Sie die­se Zeit, um Ihre Gedan­ken zu sam­meln oder kurz etwas zu Trin­ken. 

→ Video­in­ter­view, was muss ich beach­ten?

Neben den klas­si­schen Vor­stel­lungs­ge­sprä­chen oder dem Tele­fon­in­ter­view gehört das Video­in­ter­view natür­lich auch dazu. Auch hier spa­ren Sie zeit­auf­wen­di­ge An- und Abrei­se. Sie müs­sen also ins­ge­samt für das Vor­stel­lungs­ge­spräch weni­ger Zeit ein­pla­nen. Da das Gespräch in Ihrer gewohn­ten Atmo­sphä­re statt­fin­det, wer­den Sie sich siche­rer und selbst­be­wuss­ter füh­len. Ach­ten Sie jedoch dar­auf, dass Sie sich nicht zu sicher füh­len. Vor­aus­set­zung für das Video­in­ter­view ist, dass Sie die nöti­ge Hard­ware, wie Lap­top oder Com­pu­ter, besit­zen. Wie bei allen Vor­stel­lungs­ge­sprä­chen ist es wich­tig, sich gut dar­auf vor­zu­be­rei­ten. 

Vor­be­rei­tung: 

  • Die wich­tigs­te Grund­vor­aus­set­zung ist die funk­tio­nie­ren­de Tech­nik. Prü­fen Sie Ihren Lap­top oder Com­pu­ter auf Funk­tio­nen (Kame­ra, Mikro­fon und Video­pro­gramm). Dadurch ver­mei­den Sie Frust, Ärger, Druck und Pro­ble­me. Schau­en Sie sich eben­falls im Vor­feld den Aus­schnitt Ihrer Kame­ra an. Sie soll­ten in der rich­ti­gen Posi­ti­on mit aus­rei­chen­der Belich­tung und neu­tra­lem Hin­ter­grund sein.
  • Ver­hin­dern Sie jede Art von Stö­run­gen oder Unter­bre­chun­gen. Ach­ten Sie dar­auf, dass kei­ne Fami­li­en­mit­glie­der oder Mit­be­woh­ner im Hin­ter­grund durchs Bild lau­fen. Dies wirkt unpro­fes­sio­nell. Den­ken Sie dar­an: Alles was in der Kame­ra zu sehen und zu hören ist, beein­flusst den Per­so­na­ler.
  • Kon­trol­lie­ren Sie Ihr Pro­fil: Vor dem Video­in­ter­view soll­ten Sie prü­fen, ob Sie einen ange­mes­se­nen Namen für das vor­ge­se­he­ne Video­pro­gramm gewählt haben. Eben­so soll­te Ihr Pro­fil­bild und die Beschrei­bung einen pro­fes­sio­nel­len und guten Ein­druck machen.
  • Klei­den Sie sich ange­mes­sen: Auch wenn der Bild­aus­schnitt nur auf Ihrem Ober­kör­per aus­ge­rich­tet ist, soll­ten Sie sich den­noch ganz­heit­lich klei­den. Falls Sie wäh­rend des Gesprä­ches auf­ste­hen, kann es sonst zu einem eher unan­ge­neh­men Moment kom­men, wenn der Per­so­na­ler die Jog­ging­ho­se erkennt.