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Gehaltserhöhung fordern – die besten Tipps und Argumente

Die Gehaltsverhandlung ist ein fester Bestandteil des Arbeitslebens. Im Laufe einer langjährigen Anstellung oder beim Jobwechsel kommt die Frage nach einem angemessenen Gehalt immer wieder auf. Denn da sich die Qualifikationen und Kompetenzen beständig erweitern, sollte auch die Gehaltsstufe angepasst werden.

Nichtsdestotrotz kann eine Gehaltsverhandlung für Berufseinsteiger oder unerfahrene Arbeitnehmer eine unangenehme Situation darstellen, die mit viel Stress verbunden ist. Der Gesprächseinstieg mit dem Chef fällt schwer oder man ist sich nicht sicher, wie viel Prozent mehr Gehalt als normal angesehen wird.

Im folgenden Artikel haben wir uns ausführlich mit dem Thema Gehaltserhöhung beschäftigt, um Sie mit den richtigen Argumenten und Strategien für Ihr anstehendes Verhandlungsgespräch auszustatten.

Gehaltserhöhung in Kürze

  • Gehaltsverhandlungen sind im Arbeitsrecht nicht fest verankert, weswegen im Allgemeinen kein Anspruch auf eine Gehaltserhöhung besteht.

  • Die Arbeitgeber stellen individuelle Regeln auf, wann eine Verhandlung angebracht ist. Es gibt allerdings Momente im Arbeitsleben, bei denen ein Gespräch über die Gehaltsanpassung wahrscheinlich ist.

  • Höhe der Gehaltserhöhung ist vom Unternehmen abhängig.

  • Bei der Erweiterung des Aufgabengebiets oder dem Aufstieg in eine Führungsposition können Arbeitnehmer mit einer Steigerung zwischen 10 und 15 Prozent rechnen.

  • Nach einem Jahr Festanstellung können rund drei bis sieben Prozent gefordert werden.

  • Wird Ihr Wunsch nach einem höheren Einkommen abgelehnt, kann über die Urlaubstage oder einen Zuschuss für die Fahrtkosten diskutiert werden.

Wovon hängt die Höhe des Gehaltes ab?

Während ein angestellter Rechtsanwalt im Durchschnitt ein Jahresgehalt von 74.000 Euro erhält, muss sich seine Sekretärin mit 37.800 Euro pro Jahr zufriedengeben. Diese große Differenz mag auf den ersten Blick nicht gerechtfertigt wirken, doch tatsächlich ist das Gehalt von einigen Faktoren abhängig:

  • Die Größe des Unternehmens: Je größer ein Unternehmen ist, desto mehr verdienen die Angestellten. Dies ist eine logische Folge, da Großkonzerne jährlich mehr Umsatz verzeichnen als beispielsweise ein kleines Familienunternehmen.

  • Der Standort des Unternehmens: Arbeitnehmer, die an starken Wirtschaftsstandorten wie Frankfurt am Main, Köln oder München ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen, erhalten im Durchschnitt ein größeres Gehalt als ein Mitarbeiter in Tübingen oder Nürnberg. In den Ballungszentren muss man jedoch in der Regel mit höheren Lebenshaltungskosten rechnen.

  • Die Bildung: Hochschulabsolventen haben mehr Zeit und Geld in ihre Bildung investiert, was sich natürlich im Einkommen niederschlägt. Die zusätzlichen Qualifikationen und Kompetenzen sind schließlich ein Plus für das Unternehmen.

  • Die Berufserfahrung: Zwischen dem Gehalt der Berufseinsteiger und erfahrenen Mitarbeitern liegt ein großer Unterschied. Denn je länger man in einem Job tätig ist, desto mehr Erfahrung und Fachwissen sammelt sich an. Die älteren Kollegen werden demnach mit komplexeren Projekten vertraut, kümmern sich um unterschiedliche Aufgabengebiete und besitzen mehr Verantwortung. Dies spiegelt sich ebenfalls im Gehalt wider.


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Wann und wie oft ist eine Gehaltsverhandlung üblich?

Das Arbeitsrecht macht keine Vorgaben zur Gehaltserhöhung. Aus diesem Grund hat der Arbeitnehmer laut Gesetz keinen Anspruch auf ein höheres Gehalt. Denn die finale Entscheidung liegt stets in den Händen des Arbeitgebers. Im Laufe der Karriere gibt es allerdings gewisse Zeitpunkte, wann Gehaltsverhandlungen üblich sind:

  • Ende der Probezeit: In Deutschland existiert ein gesetzlich angeordneter Zeitraum, währenddessen der Arbeitnehmer die Eignung eines neuen Angestellten testen kann. Hat man diese Phase erfolgreich hinter sich gebracht, ist es möglich, mehr Gehalt zugestanden zu bekommen.

  • Erneuerung eines befristeten Arbeitsvertrags: Läuft der alte Arbeitsvertrag aus und wird verlängert, sind Gehaltsverhandlungen keine Seltenheit.

  • Wechsel vom befristeten zum unbefristeten Arbeitsvertrag: Wird Ihr befristeter Vertrag in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis gewandelt, stimmen Ihre Leistungen mit den Erwartungen des Chefs überein. Es empfiehlt sich, diese Gelegenheit zu nutzen und das Gespräch mit dem Vorgesetzten zu suchen.

  • Jährliches Mitarbeitergespräch: In Unternehmen ist es gang und gäbe, ein jährliches Mitarbeitergespräch anzusetzen. Im Zuge dieser Unterhaltung wird die geleistete Arbeit bewertet und zukünftige Projekte besprochen. Der Arbeitnehmer hat hier nun die Möglichkeit, eigene Wunsche zu äußern und dementsprechend auch nach einem höheren Gehalt zu fragen.

  • Beförderung: Erklimmt man die Karriereleiter um eine weitere Stufe, ist der Moment für eine Gehaltssteigerung gekommen. Vom Arbeitnehmer werden bessere Leistungen, umfassendere Aufgaben und die Übernahme von mehr Verantwortung erwartet. Dementsprechend sind Forderungen nach mehr Gehalt mehr als angebracht.

  • Neuer Tätigkeitsbereich oder interne Versetzung: Übernimmt man ein weiteres Aufgabengebiet oder wird man in eine andere Abteilung versetzt, hat der Vorgesetzte ein offenes Ohr für eine Gehaltserhöhung.

Hinweis

Es empfiehlt sich, lediglich alle 18 bis 24 Monate in die Gehaltsverhandlungen zu gehen. Werden übermäßig Forderungen gestellt, macht dies einen schlechten Eindruck und die Chefetage ist weniger gewillt, eine Gehaltserhöhung zu genehmigen.

Gehaltserhöhung fordern - die besten Tipps und Argumente

Wer entscheidet über eine Gehaltserhöhung?

Streben Sie eine Gehaltserhöhung an, sollten Sie sich zunächst an Ihren direkten Vorgesetzten wenden. Dieser ist mit Ihrer Leistung vertraut und wird die Argumente für eine Gehaltserhöhung besser nachvollziehen können als die Chefetage. Letztendlich ist aber nicht sichergestellt, dass Ihr Vorgesetzter die Befugnis besitzt, über Ihre Gehaltssteigerung zu entscheiden. Das ist von seiner Position im Unternehmen abhängig. Darüber hinaus gelten in jedem Unternehmen unterschiedliche Regeln und Hierarchien.

Im Zuge eines Vorstellungsgesprächs ist der Personaler verantwortlich für alle Fragen, die das Gehalt betreffen. Diese Verhandlungen sollten möglichst vor der Unterzeichnung des Arbeitsvertrags besprochen und schriftlich festgehalten werden.

Achtung

Unter keinen Umständen sollte der direkte Vorgesetzte umgangen werden. Dies ist nicht nur ein Mangel an Respekt und kommt sehr schlecht beim Arbeitgeber an, sondern stellt auch die Entscheidungskompetenz des Vorgesetzten infrage.

Ein höheres Gehalt bedeutet nicht immer mehr Geld

Nicht immer ist das notwendige Budget vorhanden, um einen Mitarbeiter in eine höhere Gehaltsstufe zu stecken. Es kann aber auch möglich sein, dass der Vorgesetzte mit Ihnen nicht gleicher Meinung ist und mit einer Gehaltserhöhung noch warten möchte. Ist dies der Fall, sollten Sie den Kopf nicht in den Sand stecken, denn schließlich gibt es auch Zusatzleistungen.

So kann es sich für Sie ebenfalls lohnen, einen Fahrtkostenzuschuss zu beantragen oder einen Firmenwagen zu fordern. Ein Firmenhandy oder die Kostenübernahme für Versicherungen oder Fort- und Weiterbildung sind weitere Optionen.

Vorsicht

Vor der Gehaltsverhandlung sollten Sie sich unbedingt über die steuerlichen Regelungen informieren. Nicht selten kommt es vor, dass Angestellte durch eine Gehaltserhöhung mehr Steuern abgegeben müssen und letztendlich am Ende des Monats weniger auf dem Gehaltscheck steht.

Gehaltserhöhung fordern – die richtige Vorbereitung

Es bringt nichts, sich kopfüber in die Gehaltsverhandlungen zu stürzen. Denn ohne konkrete Vorbereitung kann das Vorhaben schnell in die Hose gehen. Zunächst ist es wichtig zu verstehen, dass eine Gehaltssteigerung kein guter Wille oder Almosen des Arbeitgebers sind. Die Gehaltserhöhung sollte vielmehr als Tauschgeschäft angesehen werden. Der Angestellte offeriert seine Expertise und Arbeitskraft, um das Unternehmen im täglichen Geschäftsalltag zu unterstützten. Im Laufe der Zeit gewinnt der Mitarbeiter an Erfahrung, Fachwissen und Kompetenzen und kann höhere Leistungen vollbringen. Die Arbeitsleistung nimmt zu, weswegen eine Gehaltserhöhung eine logische Folge sein sollte.

Auf der anderen Seite ist eine Gehaltsanpassung auch immer ein Versprechen an den Chef, die aktuellen Leistungen zu übertreffen. Die Gehaltserhöhung dient demnach ebenfalls als Motivation für den Arbeitnehmer über sich hinauszuwachsen. Soweit die Theorie. Bevor Sie nun das Gespräch mit dem Arbeitgeber suchen, sollten Sie eine schlüssige Argumentationskette aufbauen.

Ein Erfolgs-Tagebuch führen

Das Sprichwort "Stille Wasser sind tief" weist darauf hin, dass es oftmals die introvertierten, zurückhaltenden Menschen sind, welche die größten Leistungen erbringen. Im Geschäftsleben bringt Sie ein solches Verhalten allerdings nicht weiter. Kommunizieren Sie Ihre Erfolge und Errungenschaften nicht deutlich, bleibt Ihr Marktwert unbemerkt. Aus diesem Grund bietet es sich an, ein Erfolgs-Tagebuch oder eine Leistungsmappe zu führen. Greifen Sie zum klassischen Notizbuch oder nutzen Sie ein Schreibprogramm am Computer, um sich an wichtige Meilensteine in Ihrer Karriere zu erinnern. Es kann sich dabei um den Abschluss eines großen Projektes, die Bindung eines großen Kunden oder das Bestehen einer Weiterbildung handeln.

Auch innovative Ideen, Verbesserungsvorschläge oder eine schnelle und kompetente Vorgehensweise im Arbeitsleben können als Erfolg verbucht werden. Schließlich bringen sie einen Mehrwert für das Unternehmen.

Bestimmung Ihres Marktwertes

Ein wichtiger Schritt zur Realisierung einer Gehaltserhöhung ist die Bestimmung des eigenen Marktwertes. Viele Arbeitnehmer akzeptieren unwissend eine schlechte Bezahlung, die nicht den eigenen Kompetenzen entspricht. Der Wunsch nach einem höheren Einkommen ist vorhanden, doch in den meisten Fällen sind sich die Arbeitnehmer nicht darüber im Klaren, dass sie sich gehaltstechnisch weit unter dem nationalen Durchschnitt in der eigenen Berufssparte befinden.

Die Unwissenheit kann jedoch leicht aus dem Weg geräumt werden. Im Internet stehen Gehaltsvergleiche und -tabellen zur Verfügung, die den Angestellten eine realistische Vorstellung vom eigenen Marktwert vermittelt. Außerdem werden auf der Seite des Statistischen Bundesamtes immer wieder Daten zum deutschen Gehaltsniveau veröffentlicht.

Bei der Recherche sollte unbedingt der Standort des Unternehmens berücksichtigt werden. In Deutschland herrschen nämlich immer noch große Unterschiede zwischen den östlichen und westlichen Bundesländern. Wie bereits erwähnt, ist das Gehalt auch von der Unternehmensgröße, der Berufserfahrung und dem Bildungsgrad abhängig.

Die richtigen Argumente

Dank des Erfolgs-Tagebuchs und dem ermittelten Marktwert ergeben sich schlaghafte Argumente für eine Gehaltserhöhung. Folgende Fragen können Ihnen helfen, den Chef zu überzeugen, Ihnen mehr Gehalt zuzustehen:

  • Inwiefern wirken sich Ihre Leistungen auf das Unternehmen aus?

  • Welche Erfolge konnten Sie in letzter Zeit verbuchen?

  • Haben Sie Ihr Know-How oder Qualifikationen erweitert?

  • Wie profitiert das Unternehmen von Ihrem Einsatz?

  • Stimmen Ihre beruflichen Ziele mit denen des Unternehmens überein?

  • Warum lohnt sich die Investition in Sie?

  • Können die Mehrkosten Ihres Gehalts an anderer Stelle eingespart werden?

Den Vorgesetzten kennenlernen

Die Gehaltserhöhung ist eine subjektive Entscheidung des Vorgesetzten. Aus diesem Grund ist es wichtig, den Charakter des Chefs zu verstehen. Versuchen Sie die Vorlieben und Prioritäten Ihres Arbeitgebers zu verstehen. Zählen für ihn eher finanzielle, wirtschaftliche oder soziale Aspekte? Konnten Sie einen Blick hinter die Chef-Fassade werfen, wird es Ihnen leichter fallen, die passenden Argumente für Ihre Gehaltsanpassung zu finden.

Was ist bei der Gehaltsverhandlung zu beachten?

Nach einer ausgiebigen Vorbereitung sollte man ohne zu zögern in die nächste Phase übergehen. Der erste Schritt ist zwar bekanntlich der schwierigste, doch ist diese Hürde überwunden, befindet sich die Gehaltserhöhung bereits in greifbarer Nähe.

Der beste Zeitpunkt

Kennen Sie die Gewohnheiten, Launen und Vorlieben Ihres Vorgesetzten, ist es einfach, den passenden Zeitpunkt für eine Verhandlung abzupassen. Hat der geliebte Fußballverein verloren oder ist gerade ein Deal mit einem Großkunden geplatzt, können Sie sich sicher sein, dass der Arbeitgeber weniger in Stimmung ist, Ihnen den finanziellen Zuschuss zu gewähren. Sie sollten außerdem darauf achten, innerhalb des Tages den richtigen Moment zu erwischen. Hetzt Ihr Chef von einem Meeting zum nächsten, hat er weder Zeit noch Geduld, sich Ihr Anliegen anzuhören. In solchen Fällen sollten Sie Ihre Gehaltsverhandlungen lieber einige Tage oder sogar Wochen nach hinten verschieben, um den Vorgesetzten in guter Stimmung zu erwischen. Das erhöht Ihre Chancen um ein Vielfaches, denn gutes Timing ist essentiell.

Tipp

Für die Gehaltsverhandlung eignet sich vor allem die Übergangszeit zwischen Frühling und Sommer. In dieser Periode wird der Geschäftsplan für das aktuelle Jahr aufgestellt und die notwendigen Kosten kalkuliert. Die Wahrscheinlichkeit, im Budget berücksichtigt zu werden, liegt zu diesem Zeitpunkt besonders hoch.

Der Gesprächseinstieg

Es ist keine gute Idee, mit der Tür ins Haus zu platzen. Offenheit und Ehrlichkeit wird zwar im Allgemeinen geschätzt, doch auch ein gewisses Fingerspitzengefühl ist nötig. So empfiehlt es sich, beim Gesprächseinstieg auf ein abgeschlossenes Projekt zu verweisen oder um das jährliche Mitarbeitergespräch zu bitten. Im Zuge dessen ist es möglich, auf die finanziellen und beruflichen Ziele sprechen zu kommen.

Tipps für das Gehaltsgespräch

Zu Beginn des Gespräches ist es ratsam unverfängliche Themen anzuschneiden. Der Smalltalk dient dazu, Ihre Anspannung zu lockern und den Arbeitgeber schrittweise zum eigentlichen Gesprächsthema hinzuführen.

Weiterhin können folgende Verhandlungstricks als Grundlage der Verhaldung fungieren:

  • Es hat sich als gute Strategie bewährt, den Vorgesetzten zu einer Leistungseinschätzung Ihrer Arbeit zu bewegen. Das liefert Ihnen bereits Argumente für die spätere Verhandlung.

  • Bei der eigenen Darlegung der Argumente, sollten nicht nur Faktoren genannt werden, die eine Gehaltsanpassung rechtfertigen, sondern auch die persönlichen Ziele und Perspektiven berücksichtigt werden.

  • Das Argument, das Ihren Wert am besten unterstreicht, sollte zum Schluss genannt werden.

  • Kritik und Gegenargumente sollten professionell behandelt werden. Emotionale Ausbrüche stellen Ihre Seriösität und Eignung für verantwortungsvollere Aufgabenbereiche infrage.

  • Körpersprache, Mimik und Gestik sollten die Worte unterstreichen.

  • Gute Manieren, Selbstbewusstsein und ein professionelles Auftreten sind der Schlüssel zum Erfolg.

Häufige Fehler bei Gehaltsverhandlungen

Mit dem eigenen Verhalten kann man sich selbst Steine in den Weg legen:

  • Verweise auf Kollegen sind zu unterlassen.

  • Zeit ist kein ausreichendes Argument für eine Gehaltserhöhung.

  • Provokationen, Drohungen, Jammern oder Exkursionen ins Privatleben haben bei der Gehaltsverhandlung nichts zu suchen.

Mündliche Vereinbarungen schriftlich festhalten!

Sind die Gehaltsverhandlungen positiv verlaufen, sollte man um eine schriftliche Zusage der getroffenen Vereinbarungen treffen. Dadurch wird sichergestellt, dass die Gehaltserhöhung auch wirklich umgesetzt wird. Käme es zu Streitigkeiten oder sogar einer gerichtlichen Auseinandersetzung können die Dokumente als Beweis vorgelegt werden.

Tipp

Sollte der Vorgesetzte die Gehaltsanpassung nicht verschriftlichen wollen, kann dies durchaus in Eigenregie erfolgen. Die entsprechende E-Mail sollte in Form eines Protokolls übermittelt werden.

Was ist, wenn die Gehaltserhöhung abgelehnt wird?

Leider kommt es immer wieder vor, dass die Argumentation der Angestellten in der Chefetage auf taube Ohren stoßen. Ein solches Szenario sollte einkalkuliert werden, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Chef-Argumente entkräften

Zunächst gilt es, am Ball zu bleiben. Versuchen Sie weiterhin die Gegenargumente des Vorgesetzten zu entkräften und für Ihre Gehaltserhöhung zu plädieren. Stellen Sie fest, dass Sie sich an der Einstellung des Chefs nichts mehr ändern lässt, können Sie mögliche Zusatzleistungen aushandeln.

Emotionale Reaktionen vermeiden

Ganz wichtig ist jedoch, dass Sie gefasst bleiben und sich Ihre Enttäuschung nicht anmerken lassen. Stattdessen können Sie Ihren Arbeitgeber darauf hinweisen, dass Sie in einigen Monaten mit dem gleichen Anliegen erneut auf ihn zukommen werden. In manchen Fällen wird sogar bereits eine Terminvereinbarung getroffen.

Häufige Fragen zum Thema Gehaltserhöhung fordern

Im folgenden Abschnitt setzen wir uns mit den am meisten gestellten Fragen auseinander.

Wie viel bei Gehaltserhöhung fordern?

Handelt es sich um eine Gehaltsverhandlung ohne entsprechenden Anlass können zwischen drei und sieben Prozent mehr Gehalt gefordert werden. Hat sich Ihre berufliche Situation geändert und Sie übernehmen nun auf der Arbeit umfassendere Aufgabengebiete mit mehr Verantwortung ist es möglich, einen Prozentsatz von 10 bis 15 Prozent zu verlangen. Wechseln Sie die Arbeitsstelle kann es sogar sein, dass Sie einen Gehaltszuwachs von 20 Prozent verzeichnen!

Wie viel mehr Gehalt nach 2 Jahren?

Es ist üblich, dass die Arbeitnehmer pro Jahr einen Gehaltszuwachs von zwei Prozent erhalten. Dadurch soll der Anstieg des Preisniveaus ausgeglichen werden, der in Zusammenhang mit der voranschreitenden Inflation steht. Tatsächlich sind die Arbeitgeber laut Gesetz allerdings nicht dazu verpflichtet, eine Gehaltsanpassung durchzuführen.

Wie fragt man am besten nach mehr Geld?

Es ist wichtig, den richtigen Zeitpunkt abzupassen und einen guten Gesprächseinstieg zu wählen. So ist davon abzuraten, das eigentliche Anliegen plump vorzubringen. Vielmehr sollte man über die erbrachten Leistungen sprechen und im Zuge dessen auf eine Gehaltsanpassung verweisen. Denn letztendlich ist die Gehaltsverhandlung ein Tauschgeschäft: Die Arbeitnehmer konnten sich im Hinblick auf die eigenen Kompetenzen, Erfahrungen und Fähigkeiten verbessern und bringen dem Unternehmen somit einen Mehrwert. Dies sollte belohnt werden.

Wie schnell steigt das Gehalt nach dem Berufseinstieg?

Berufsanfänger starten in der Regel mit einem recht niedrigen Gehalt. Nach bestandener Probezeit kann mit einer Gehaltssteigerung von rund fünf Prozent gerechnet werden. Nach zwei Jahres Berufserfahrung sind größere Gehaltssprünge realistisch.

Wie lange gilt das Einstiegsgehalt?

Die Probezeit wird in der Regel als Einarbeitungszeit und Bewährungsprobe gewertet. Hat man diese Phase erfolgreich überstanden, hat man seine Fähigkeiten erfolgreich unter Beweis gestellt und hat eine höhere Gehaltsstufe verdient. Nichtsdestotrotz ist es möglich, das Arbeitgeber erst nach einem Jahr im Unternehmen Gehaltsverhandlungen akzeptieren. Denn letztendlich entfalten sich die eigenen Kompetenzen erst mit der Zeit.

Das Fazit - Die Forderung nach mehr Gehalt will gut überlegt sein

Das Gespräch zur Beförderung oder Gehaltserhöhung zu suchen, ist mit einer großen Portion Überwindung verbunden. Damit sich das Vorhaben nicht als Schuss in den Ofen herausstellt, ist einiges an Vorarbeit und Vorbereitung notwendig. Entscheidend ist, die passenden Argumente parat zu haben, um eine Gehaltsanpassung zu rechtfertigen. Die eigene Leistung, gewonnene Qualifikationen oder Umsatzsteigerungen können angeführt werden. Die Dauer der Betriebszugehörigkeit besitzt jedoch keinen Überzeugungswert.

Wichtig ist zudem, sich nicht unter Wert zu verkaufen und die Gehaltsvorstellung klar und selbstbewusst zu vertreten. Doch auch hier ist Vorsicht geboten. Denn manchmal steigen mit dem Gehalt auch die zu zahlenden Steuern.

Gehaltsvorstellung in der Bewerbung angeben

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