Anschreiben-Layout: Design, Ränder und Schriftart
Wie ein Anschreiben aussehen muss — Seitenränder, Schriftgröße, Zeilenabstand — und acht fertige Designs, die diese Regeln schon einhalten. Alle Vorschauen zeigen denselben Mustertext: So vergleichst du das Layout, nicht den Inhalt.
Acht Layouts, die die Regeln schon einhalten
Jedes dieser Designs hält Ränder, Schriftgrößen und Abstände von selbst ein — und gibt dir dasselbe Layout für Anschreiben und Lebenslauf. Unter jedem steht, für welche Anlässe es sich besonders eignet.
Modern
Navy mit rotem Präzisionsakzent — klar und zeitgemäß.
Minimal
Viel Weißraum, ruhige Typografie, ATS-nah.
Klassisch
Formell und konservativ, mit Serifenschrift.
Farbenfroh
Petrol und Koralle — freundlich, ohne laut zu sein.
Kreativ
Aubergine Seitenspalte, editorialer Charakter.
Executive
Souverän und hochwertig, kaum Dekoration.
Kompakt
Informationsdicht für viele Stationen, trotzdem lesbar.
ATS
Monochrom und linear — maximal maschinenlesbar.
So muss ein Anschreiben aussehen
Die Maße stammen aus der DIN 5008, der Norm für Geschäftsbriefe. Pflicht ist sie für Bewerbungen nicht — aber sie ist der Grund, warum ein Brief vertraut wirkt.
| Rand links | 2,5 cm | Platz für die Lochung. Enger wirkt gedrängt, breiter verschenkt Zeile. |
|---|---|---|
| Rand rechts | 2,0 cm | Mindestens 1,5 cm — darunter klebt der Text am Blattrand. |
| Rand oben | 4,5 cm | Der Bereich, in dem dein Briefkopf steht. |
| Rand unten | 2,0 cm | Genug Luft, damit die Unterschrift nicht am Rand hängt. |
| Schriftgröße | 11–12 pt | Fließtext. Unter 10 pt wird es auf Papier mühsam. |
| Zeilenabstand | 1,0–1,15 | Im Brief einzeilig; Absätze trennt eine Leerzeile, keine Einrückung. |
Seitenränder und Aufbau: woher die Maße kommen
Die Maße oben stammen aus der DIN 5008 — der Norm für Geschäftsbriefe. Für Bewerbungen ist sie keine Vorschrift, und niemand misst dein Anschreiben nach. Sie ist trotzdem der Grund, warum ein Brief „richtig" aussieht: Diese Abstände sind in Deutschland seit Jahrzehnten der Standard, und das Auge liest jede Abweichung als Ungewohntheit, noch bevor der erste Satz gelesen ist.
Praktisch heißt das: Übernimm die Maße, solange du keinen Grund hast, davon abzuweichen. Word und LibreOffice bringen sie in ihren Briefvorlagen mit, und jedes der acht Designs auf dieser Seite hält sich daran. Wenn du selbst formatierst, ist der linke Rand der wichtigste Wert — 2,5 cm lassen Platz für die Lochung, falls jemand deine Unterlagen abheftet.
Der Aufbau von oben nach unten ist ebenso festgelegt wie die Ränder: dein Absender, darunter die Anschrift des Unternehmens, rechts Ort und Datum, dann der Betreff, die Anrede und der Text. Diese Reihenfolge ist der eine Teil des Layouts, an dem du wirklich nichts ändern solltest — sie ist die Erwartung, mit der jede Leserin auf das Blatt schaut.
Schriftart und Schriftgröße: die stillste Entscheidung
Eine Schriftart, mehr braucht ein Anschreiben nicht. Bewährt sind Arial, Calibri und Helvetica als serifenlose Schriften sowie Cambria und Georgia mit Serifen. Serifen wirken formeller und passen zu klassischen Branchen, serifenlose Schriften moderner und neutraler. Beides ist richtig; falsch wird es erst, wenn du mischst.
Bei der Schriftgröße gilt 11 bis 12 Punkt für den Fließtext. Wer auf 10 Punkt heruntergeht, um noch einen Absatz unterzubringen, hat ein Textproblem und kein Layoutproblem — dann kürzen, nicht schrumpfen. Der Absenderblock darf mit 9 bis 10 Punkt kleiner sein, der Betreff eine Spur größer und fett.
Was nicht geht: Comic Sans, Schreibschriften und alles, was „Persönlichkeit zeigen" soll. Persönlichkeit steht im Text. Eine ungewöhnliche Schrift kostet dich nur die Aufmerksamkeit, die dein erster Satz verdient hätte — und in Bewerbungsportalen, die Dateien maschinell auslesen, sorgt sie zusätzlich für Zeichensalat.
Zeilenabstand, Absätze und Blocksatz
Im Brief schreibst du einzeilig, also mit Zeilenabstand 1,0 bis 1,15. Getrennt werden Absätze durch eine Leerzeile, nicht durch eine Einrückung — Einrückungen kommen aus dem Buchsatz und wirken im Geschäftsbrief fehl am Platz. Drei bis vier Absätze sind das Maß: Einleitung, ein bis zwei Absätze Hauptteil, Schluss.
Beim Blocksatz gehen die Meinungen auseinander, die Typografie nicht: Blocksatz erzeugt auf der schmalen Spalte eines Briefs sichtbare Löcher zwischen den Wörtern, weil Word keine Silbentrennung mitliefert. Linksbündiger Flattersatz ist die ruhigere Wahl. Wenn du Blocksatz willst, schalte die automatische Silbentrennung dazu — sonst zerreißt es dir den Grauwert der Seite.
Halte das Anschreiben auf einer Seite. Das ist keine Stilfrage, sondern eine Lesefrage: Wer über die Seite hinausschreibt, verliert die Leserin auf der ersten. Wenn der Text nicht passt, hilft kein kleinerer Rand — dann muss ein Absatz weichen.
Farben: eine reicht
Farbe im Anschreiben hat genau eine Aufgabe: Sie soll dein Anschreiben und deinen Lebenslauf als ein Paar erkennbar machen. Deshalb steht auf dieser Seite bei jedem Design, dass Anschreiben und Lebenslauf dieselbe Familie nutzen — die Farbe ist der sichtbare Faden zwischen beiden Dokumenten.
Eine Akzentfarbe genügt, eingesetzt an höchstens zwei Stellen: der Linie unter dem Briefkopf und dem Betreff. Alles Weitere wird zur Dekoration. Gedeckte Töne wirken in fast jeder Branche richtig; kräftige Farben passen zu Agenturen und kreativen Berufen und fallen im Handwerk oder in der Verwaltung eher auf als an.
Der Sonderfall ist das ATS-Design: monochrom und linear, ohne Farbe und ohne Grafik. Es ist dann die richtige Wahl, wenn du dich über ein Bewerbungsportal bewirbst, in dem eine Software die Datei zuerst liest. Was die Software nicht sauber auslesen kann, kommt bei der Personalabteilung gar nicht erst an.
Format und Dateiname
Verschicke dein Anschreiben als PDF, nie als Word-Datei. Ein PDF sieht auf jedem Rechner gleich aus; eine .docx verschiebt sich, sobald die Empfängerin eine andere Schriftart installiert hat als du. Der Generator gibt dir beides — die Word-Datei ist zum Weiterbearbeiten gedacht, das PDF zum Verschicken.
Beim Dateinamen gilt: Name, Dokumentart, gern die Stelle. Anschreiben_Daniel_Krause.pdf ist gut, dokument_final_2.pdf ist es nicht. In Postfächern, in denen hunderte Anhänge liegen, ist der Dateiname das Erste, was jemand von dir sieht.
Was beim Layout immer wieder gefragt wird
Welches Layout bei Anschreiben?
Ein einspaltiges Layout nach DIN 5008: Absender oben, darunter die Anschrift des Unternehmens, rechts Ort und Datum, dann Betreff, Anrede und Text. Ränder 2,5 cm links und 2,0 cm rechts, Schriftgröße 11 bis 12 Punkt, einzeilig mit Leerzeile zwischen den Absätzen.
Wie sollte heutzutage ein Anschreiben aussehen?
Schlicht und einspaltig, auf einer Seite, mit einer Schriftart und höchstens einer Akzentfarbe. Modern heißt beim Anschreiben nicht bunt, sondern aufgeräumt: klarer Briefkopf, viel Weißraum, kein Deckblatt-Dekor. Der Unterschied zu früher liegt weniger im Layout als im Ton — kürzer, konkreter, ohne Floskeln.
Welche Formatierung für Anschreiben?
Linksbündiger Flattersatz statt Blocksatz, Zeilenabstand 1,0 bis 1,15, Absätze durch Leerzeilen getrennt und nicht eingerückt. Der Betreff steht fett und ohne das Wort „Betreff", die Anrede eine Leerzeile darunter. Verschickt wird als PDF.
Muss mein Anschreiben zum Lebenslauf passen?
Ja — und das ist der eigentliche Grund, ein Design zu wählen. Anschreiben und Lebenslauf gehören optisch zusammen: gleiche Schrift, gleiche Akzentfarbe, gleicher Briefkopf. Bei HeroJob gehören beide Dokumente derselben Design-Familie an, du wählst also einmal und bekommst ein Paar.
Diese Seite behandelt die Form. Was im Anschreiben stehen soll — Einleitung, Hauptteil, Schlusssatz — findest du bei den acht Mustertexten nach Anlass: Initiativbewerbung, Ausbildung, Praktikum, Quereinstieg und weitere, jeweils mit vollständigem Brief zum Kopieren.
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