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Schmied

Erfahren Sie alles über den Beruf des Schmieds (m/w/d). Von Gehalt und Aufgaben über verschiedene Spezialisierungen bis hin zu Karrierechancen und aktuellen Stellenangeboten. Finden Sie jetzt Ihren Traumjob als Schmied auf HeroJob.de.

HeroJob-Redaktion
Aktualisiert 27.02.2025 · Lesezeit ~7 Min.

Als Schmied (m/w/d) formen und bearbeiten Sie Metall durch Erhitzen und Hämmern zu funktionalen und dekorativen Werkstücken. Der Beruf verbindet traditionelles Handwerk mit modernem technischem Wissen und ist in der Metallverarbeitung, im Kunsthandwerk sowie im Bauwesen nach wie vor von großer Bedeutung.

Ob Geländer, Tore oder Werkzeuge – Schmiede übernehmen vielfältige Aufgaben, die weit über das klassische Bild am Amboss hinausgehen. Von der Planung und Konstruktion über das Freiformschmieden bis hin zur CNC-gestützten Gesenkschmiedetechnik gehört ein breites Tätigkeitsspektrum zu diesem traditionsreichen Handwerksberuf.

In diesem Berufsbild erfahren Sie alles Wichtige über den Beruf des Schmieds. Wir informieren Sie über Gehalt, Aufgaben, Anforderungen, Ausbildung und Karrieremöglichkeiten. Außerdem finden Sie aktuelle Stellenangebote und hilfreiche Tipps für Ihre Jobsuche.

Gehalt als Schmied

Das Gehalt eines Schmieds hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Berufserfahrung, der Region und dem Arbeitgeber. In Deutschland können Schmiede mit einem Jahresgehalt zwischen 30.000 und 45.000 Euro brutto rechnen. Berufseinsteiger starten in der Regel mit einem monatlichen Bruttogehalt von etwa 2.200 bis 2.700 Euro.

Mit zunehmender Berufserfahrung und zusätzlichen Qualifikationen kann das Gehalt deutlich steigen. Erfahrene Schmiede und Werkstattleiter verdienen häufig zwischen 3.200 und 3.800 Euro brutto pro Monat. Auch regionale Unterschiede spielen eine Rolle: In Süddeutschland und in Ballungsräumen liegen die Gehälter tendenziell höher als in ländlichen Gebieten.

Zusätzlich zum Grundgehalt können Schmiede von Zuschlägen für Überstunden, Schichtarbeit und Hitzearbeit profitieren. Wer sich auf gefragte Spezialisierungen wie Kunstschmiedearbeiten oder Industrieschmiedetechnik konzentriert, hat besonders gute Gehaltsaussichten.

Verschiedene Arten von Schmied Jobs

Der Beruf des Schmieds umfasst verschiedene Spezialisierungen. Je nach Schwerpunkt unterscheiden sich die Tätigkeiten und das benötigte Fachwissen erheblich.

Kunstschmied

Kunstschmiede fertigen dekorative und künstlerische Metallarbeiten wie Tore, Geländer, Gitter, Leuchter und Skulpturen. Sie beherrschen traditionelle Schmiedetechniken und verbinden handwerkliche Präzision mit kreativem Gestaltungswillen. Kunstschmiede arbeiten häufig an denkmalgeschützten Gebäuden, Kirchen und repräsentativen Bauwerken. Die Nachfrage nach individuell gefertigten Schmiedearbeiten ist insbesondere im gehobenen Bausegment und in der Denkmalpflege hoch.

Industrieschmied

Industrieschmiede arbeiten in der industriellen Fertigung und stellen Schmiedeteile für den Maschinen-, Fahrzeug- und Anlagenbau her. Sie bedienen hydraulische Pressen, Gesenkschmiedehämmer und moderne CNC-Schmiedemaschinen, um Bauteile in Serie oder als Einzelstücke zu fertigen. Typische Produkte sind Kurbelwellen, Pleuelstangen, Achsschenkel und Flansche. Industrieschmiede benötigen neben handwerklichem Können auch fundierte Kenntnisse in der Werkstofftechnik und Qualitätssicherung.

Hufschmied

Hufschmiede sind auf die Hufpflege und den Hufbeschlag von Pferden spezialisiert. Sie beurteilen den Zustand der Hufe, bearbeiten sie fachgerecht und fertigen individuelle Hufeisen an, die sie passgenau anbringen. Neben dem Schmiedehandwerk erfordert dieser Beruf umfassende Kenntnisse in Pferdeanatomie und Biomechanik. Hufschmiede sind vor allem in der Pferdezucht, im Reitsport und in der Landwirtschaft gefragt und arbeiten überwiegend mobil direkt beim Kunden.

Werkzeugschmied

Werkzeugschmiede sind auf die Herstellung und Reparatur von Werkzeugen, Schneidwaren und Spezialwerkzeugen spezialisiert. Sie fertigen Hämmer, Zangen, Meißel, Messer und Sonderwerkzeuge nach exakten Vorgaben und beherrschen die Wärmebehandlung von Stählen wie Härten, Anlassen und Vergüten. Werkzeugschmiede arbeiten in spezialisierten Betrieben, in der Messermanufaktur oder in der industriellen Werkzeugfertigung.

Aufgaben als Schmied

Der Beruf des Schmieds umfasst eine Vielzahl von Aufgaben. Hier sind die wichtigsten Tätigkeiten im Überblick:

  • Freiformschmieden: Erhitzen von Metallrohlingen in der Esse oder im Ofen und manuelles Formen durch Hämmern auf dem Amboss zu gewünschten Werkstücken.

  • Gesenkschmieden: Fertigung von Bauteilen in vorgegebenen Formen (Gesenken) mithilfe von Schmiedehämmern und hydraulischen Pressen für die Serienproduktion.

  • Wärmebehandlung: Durchführung von Härtungs-, Anlass- und Vergütungsprozessen, um die gewünschten Materialeigenschaften wie Härte, Zähigkeit und Verschleißfestigkeit einzustellen.

  • Schweißen und Verbinden: Feuerschweißen sowie modernes Schutzgasschweißen zum Verbinden von Metallteilen und zur Herstellung komplexer Konstruktionen.

  • Planung und Konstruktion: Anfertigung von Skizzen und technischen Zeichnungen, Berechnung von Materialmengen und Planung der Arbeitsschritte nach Kundenaufträgen.

  • Oberflächenbehandlung: Schleifen, Polieren, Bürsten und Beschichten von Schmiedestücken zum Schutz vor Korrosion und zur optischen Veredelung.

  • Reparatur und Instandsetzung: Reparatur beschädigter Metallteile, Restaurierung historischer Schmiedearbeiten und Instandsetzung von Werkzeugen und Maschinenteilen.

Anforderungen als Schmied

Der Beruf des Schmieds stellt vielfältige Anforderungen an Bewerber. Neben einer abgeschlossenen Berufsausbildung sind bestimmte persönliche Eigenschaften und Fähigkeiten gefragt.

  • Handwerkliches Geschick: Schmiede müssen präzise und sorgfältig arbeiten können, um Metall formgenau zu bearbeiten und hochwertige Werkstücke herzustellen. Handwerkliches Geschick ist für diesen Beruf unverzichtbar.

  • Technisches Verständnis: Ein gutes technisches Verständnis ist notwendig, um Werkstoffeigenschaften zu beurteilen, Schmiedetemperaturen richtig einzuschätzen und technische Zeichnungen zu lesen.

  • Körperliche Fitness: Schmiede arbeiten unter großer Hitze und müssen schwere Werkstücke bewegen und bearbeiten. Eine ausgezeichnete körperliche Verfassung und Belastbarkeit sind daher unerlässlich.

  • Teamfähigkeit: In Schmiedebetrieben und Werkstätten arbeiten Schmiede häufig im Team. Eine gute Teamfähigkeit und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Schlossern, Schweißern und anderen Metallhandwerkern sind daher sehr wichtig.

  • Zuverlässigkeit und Sorgfalt: Zuverlässigkeit und Sorgfältigkeit sind im Schmiedehandwerk unverzichtbar, da unsachgemäße Arbeit zu Materialfehlern und Sicherheitsrisiken führen kann.

  • Kreativität und räumliches Vorstellungsvermögen: Insbesondere im Kunstschmiedebereich sind Kreativität und Flexibilität gefragt, um individuelle Kundenentwürfe in dreidimensionale Metallarbeiten umzusetzen.

In welchen Branchen arbeiten Schmiede?

Schmiede finden in verschiedenen Branchen Beschäftigung. Die wichtigsten Einsatzbereiche sind:

  • Metallbau und Bauwesen: Im Metallbau fertigen Schmiede Tore, Geländer, Zäune, Treppen und Balkongitter für den Hoch- und Tiefbau sowie für private und öffentliche Bauvorhaben.

  • Maschinen- und Fahrzeugbau: In der Industrie stellen Schmiede Bauteile wie Wellen, Achsen, Flansche und Spezialteile für Maschinen, Fahrzeuge und Anlagen her.

  • Kunsthandwerk und Denkmalpflege: Kunstschmiede fertigen dekorative Metallarbeiten für historische Gebäude, Kirchen, Parks und Privatgrundstücke und restaurieren historische Schmiedearbeiten.

  • Pferdewirtschaft und Reitsport: Hufschmiede sind in Reitställen, Gestüten und Pferdekliniken für den fachgerechten Hufbeschlag und die Hufpflege verantwortlich.

  • Werkzeug- und Messerherstellung: In Manufakturen und Spezialbetrieben fertigen Schmiede hochwertige Werkzeuge, Messer und Schneidwaren in Handarbeit.

Die Arbeitsumgebung variiert je nach Einsatzbereich. Schmiede arbeiten in Schmiedewerkstätten, Industriehallen und Produktionsbetrieben, teils aber auch mobil direkt beim Kunden vor Ort.

Ausbildung zum Schmied

Die Ausbildung zum Schmied erfolgt in der Regel als dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Metallbauer mit der Fachrichtung Metallgestaltung. Dabei wechseln sich praktische Phasen im Ausbildungsbetrieb mit theoretischem Unterricht in der Berufsschule ab. Während der Ausbildung erlernen angehende Schmiede den Umgang mit verschiedenen Metallen, Schmiedetechniken und modernen Fertigungsverfahren.

In der Regel wird mindestens ein Hauptschulabschluss vorausgesetzt, wobei ein höherer Schulabschluss die Chancen auf einen Ausbildungsplatz verbessern kann. Wichtig sind gute Noten in Mathematik, Physik und Werken.

Nach der Ausbildung stehen verschiedene Karrierewege offen:

  • Metallbauermeister oder Schmiedemeister: Die Meisterprüfung ermöglicht die Leitung eines eigenen Betriebs und die Ausbildung von Lehrlingen.

  • Techniker oder Konstrukteur: Weiterbildungen zum staatlich geprüften Techniker oder Konstrukteur eröffnen Führungspositionen in der Metallverarbeitung und im Maschinenbau.

  • Spezialisierung: Fortbildungen in Bereichen wie Kunstschmieden, Hufbeschlag, Schweißtechnik oder Industrieschmiedetechnik erweitern das Tätigkeitsfeld und verbessern die Gehaltsaussichten.

  • Selbstständigkeit: Mit dem Meisterbrief können Schmiede einen eigenen Betrieb gründen und sich auf individuelle Schmiedearbeiten oder Spezialfertigungen spezialisieren.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was verdient ein Schmied in der Ausbildung?

Die Ausbildungsvergütung für Schmiede liegt im ersten Lehrjahr bei etwa 700 bis 900 Euro brutto pro Monat. Im zweiten Lehrjahr steigt sie auf rund 800 bis 1.000 Euro, im dritten Lehrjahr auf etwa 900 bis 1.100 Euro, und im vierten Lehrjahr können Auszubildende mit etwa 950 bis 1.200 Euro rechnen. Die genaue Höhe hängt vom Ausbildungsbetrieb und der Region ab.

Was genau macht ein Schmied?

Ein Schmied erhitzt Metall in einer Esse oder einem Industrieofen und formt es durch Hämmern, Biegen, Stauchen und Strecken in die gewünschte Form. Er stellt dabei sowohl funktionale Bauteile für Industrie und Bauwesen als auch dekorative Kunstschmiedearbeiten her. Außerdem führt er Wärmebehandlungen durch und bearbeitet die Oberflächen der fertigen Werkstücke.

Welche Voraussetzungen braucht man als Schmied?

Für die Ausbildung zum Schmied wird in der Regel mindestens ein Hauptschulabschluss erwartet. Wichtige persönliche Voraussetzungen sind körperliche Fitness, handwerkliches Geschick, technisches Verständnis und Hitzebeständigkeit. Auch Sorgfalt, räumliches Vorstellungsvermögen und Teamfähigkeit sind für diesen Beruf sehr wichtig.

Wie sind die Zukunftsaussichten für Schmiede?

Die Zukunftsaussichten für Schmiede sind stabil. Während die industrielle Schmiedetechnik durch die Automobil- und Maschinenbaubranche gesichert bleibt, wächst auch die Nachfrage nach handwerklichen Kunstschmiedearbeiten im Bereich Denkmalpflege und individueller Architektur. Der Fachkräftemangel im Handwerk sorgt zusätzlich für gute Berufsaussichten.

Gibt es den Beruf Schmied heute noch?

Ja, den Beruf des Schmieds gibt es nach wie vor. Die offizielle Berufsbezeichnung lautet heute meist Metallbauer mit der Fachrichtung Metallgestaltung. Das traditionelle Schmiedehandwerk hat sich weiterentwickelt und verbindet heute klassische Techniken mit modernen Fertigungsverfahren. Besonders im Kunstschmiedebereich, im Hufbeschlag und in der Industrieschmiedetechnik ist der Beruf weiterhin fest etabliert.

Kann man als Schmied selbstständig arbeiten?

Ja, Schmiede können sich mit einem eigenen Betrieb selbstständig machen. Voraussetzung ist in der Regel ein Meisterbrief im Metallbauerhandwerk. Viele selbstständige Schmiede spezialisieren sich auf Kunstschmiedearbeiten, Hufbeschlag, Messerherstellung oder die Restaurierung historischer Metallarbeiten und bedienen damit lukrative Nischenmärkte.

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In welchen Städten gibt es Schmied Jobs?

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