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Jobwechsel begründen: 5 Gründe, Formulierungen & Muster

Jobwechsel begründen: 5 gute und einfache Argumente für Ihren Jobwechsel im aktuellen Job.

Ihnen macht Ihr aktueller Job keinen Spaß mehr oder Ihnen wurden Aufstiegsmöglichkeiten im aktuellen Job verwehrt? Sie sind auf der Suche nach einem neuen Job?

In diesem Artikel stellen wir Ihnen 5 gute und einfache Argumente vor, Ihren Jobwechsel zu begründen.

Gleichzeitig gehen wir auf häufig gestellte Fragen zum Thema: “Jobwechsel begründen” ein.

Bevor Sie sich für einen neuen Job bewerben, werden Sie sich darüber klar, was Sie von Ihrem neuen Arbeitgeber und Job erwarten. 


Warum möchten Sie Ihren Job wechseln?

Warum möchten Sie Ihren Job wechseln?

Abgesehen davon, was genau der ausschlaggebende Grund oder die zahlreichen Gründe für Ihren Jobwechsel sind, es ist wichtig, dass Sie diese Gründe selbst kennen, weil nur so verschaffen Sie sich Gewissheit darüber, was genau in Ihrem bisherigen Job falsch läuft und welche Erwartungen Sie an den neuen Job haben.

Sollten Ihnen die Gründe für Ihren Jobwechsel bisher unklar sein, so können wir Ihnen mit den nachfolgenden 5 Fragen dabei helfen, Klarheit für Ihren Jobwechsel zu bekommen: 

Warum den Job wechseln?

  1. Ist eine veränderte Lebenssituation oder Anlass der Grund, der Sie dazu bringt, über einen Jobwechsel nachzudenken?

  2. Haben Sie Probleme im aktuellen Job?

  3. Langweilen Sie sich im Job?

  4. Fühlen Sie sich unterfordert?

  5. Sind fehlende Aufstiegsmöglichkeiten der Grund für einen Wechsel im Job?

Wenn Sie keine der Fragen mit “Ja” als Grund für Ihren Jobwechsel beantworten können, sollten Sie sich Fragen, ob ein anstrebender Jobwechsel tatsächlich Ihr Problem mit der Unzufriedenheit im aktuellen Job löst.

Hinweis für die Begründung Ihres Jobwechsel im Vorstellungsgespräch:

Sollten die wahren Gründe des Jobwechsels Sie schlecht darstellen lassen, so empfiehlt es sich, die wahren Gründe nicht zu nennen und auf neutrale Begründungen auszuweichen.

  • Ein Beispiel: Private Geldprobleme - diese müssen Sie nicht im Vorstellungsgespräch nennen.

  • Sie können auf die Begründung ausweichen: Dass Sie aufgrund Ihrer Qualifikationen und der beruflichen Veränderung ein realistisches Gehalt passend zu Ihrem Aufgabengebiet bei einem neuen Arbeitgeber anstreben.

Sie sind auf der Suche nach einem neuen Job?

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Muster, mit denen Sie Ihren Jobwechsel begründen können

Hinweis

Diese Beispiele dienen als Muster. Finden Sie am besten Gründe und Formulierungen, die zu Ihnen und Ihrer Jobwechsel-Situation passen.

1. Ich möchte mich persönlich oder beruflich weiterentwickeln

Wenn Sie sich zusätzliche fachliche Qualifikationen aneignen möchten und diese Möglichkeiten in Ihrem aktuellen Job und Unternehmen jedoch nicht gegeben sind, können in einem neuen Job die Chancen auf eine Weiterentwicklung steigern.

Natürlich sollten Sie sich vorab mit dem neuen Jobangebot und dem dazugehörigen Arbeitgeber auseinandersetzen, um herauszufinden, ob Sie dort diese Möglichkeiten der Weiterbildung erhalten.

Muster für die Begründung des Jobwechsels wegen der persönlichen oder beruflichen Weiterentwicklung können sein:

1. Muster:

Das von Ihrem Unternehmen ausgeschriebene Stellenangebot passt sehr gut auf meine Vorstellung von persönlicher und beruflicher Weiterentwicklung. Mein aktueller Arbeitgeber ist ein kleines/mittelständiges Unternehmen, welches mir die Weiterentwicklungsmöglichkeiten, die ich in Ihrem Unternehmen hätte, leider nicht bieten kann.

2. Muster:

Ich will mich beruflich gerne verändern und mein Wissen sowie meine Soft-Skills im Fachbereich X einbringen können. Das von Ihrem Unternehmen ausgeschriebene vakante Stellenangebot gefällt mir aufgrund dessen besonders gut.


2. Ich möchte mich beruflich umorientieren und neue Branchen entdecken:

Ein Jobwechsel bietet Ihnen die Möglichkeit, sich beruflich neu zu orientieren und Branchen zu entdecken, in denen Sie beruflich bisher keine Erfahrungen gesammelt haben.

Vor einer beruflichen Umorientierung und einem Branchenwechsel sollten Sie sich jedoch intensiv mit den Anforderungen an den Job auseinandersetzen: Zum Beispiel, welche beruflichen Qualifikationen gefordert sind oder ob Sie sich vorbereitend entsprechend weiterbilden sollten.

Vorteilhaft: Falls Sie privat bereits Wissen in der neuen Branche sammeln konnten, legen Sie das Wissen im Lebenslauf und Ihrem Vorstellungsgespräch glaubhaft dar.

Muster für die Begründung des Jobwechsels wegen der beruflichen Umorientierung in neuen Branchen:

1. Muster:

Seit X Jahren ist die Mediengestaltung in Bild und Ton mein Hobby. Ich konnte bereits viel Erfahrung durch umgesetzte Projekte wie das Fotoshooting X, die zweiwöchige Videoproduktion Y und Bildbearbeitung des Fotoshootings X sammeln. Meine private Leidenschaft in diesem Bereich lässt sich mit meinem aktuellen Job als Z nicht zusammensetzen. Gerne möchte ich meine Leidenschaft in der Mediengestaltung Bild und Ton mit meinem Job zusammenbringen und so zu Ihrem Unternehmenserfolg beitragen.

3. Familiäre und private Gründe als Jobwechsel

Der häufigste Grund, den Job zu wechseln, ist das private Umfeld. Das kann Ihre Familienplanung sein, oder wenn Ihr Partner berufsbedingt umziehen muss. 

Hier ist es keineswegs verwerflich, offen mit dem Arbeitgeber über einen Jobwechsel zu kommunizieren. Manchmal ergeben sich so ganz neue Möglichkeiten, um Ihren aktuellen Job auch aus der Ferne durch Homeoffice weiterhin ausführen zu können.

Muster für die Begründung des Jobwechsels wegen der familiären und privaten Veränderung können sein: 

1. Muster:

Aufgrund einer Veränderung im privaten und familiären Umfeld möchte ich mich beruflich sowie räumlich verändern.

2. Muster:

Aufgrund einer räumlichen Veränderung im Job meiner Partnerin / meines Partners muss ich mich beruflich und räumlich verändern. Wäre eine Anstellung aus der Ferne mit Möglichkeit zu dauerhaftem Homeoffice möglich?

4. Probleme am Arbeitsplatz mit Kollegen und Arbeitgeber

  • Es kommt vor, dass Ihre Kollegen Sie am Arbeitsplatz unfair behandeln, hinter Ihrem Rücken über Sie schlecht gesprochen und gelästert wird? 

  • Ihr Arbeitgeber unternimmt nichts gegen das Mobbing am Arbeitsplatz?

Mobbing und Probleme am Arbeitsplatz sind eine große Belastung und meist schwer für den Betroffenen, sich alleine dagegen zu wehren.

Falls Sie persönlich gesundheitlich und auch in Ihrem Privatleben unter diesen Umständen leiden, sollten Sie nicht länger zögern und den Arbeitsplatz wechseln.

Um die Gründe für Ihren Jobwechsel in Ihrer Bewerbung und Ihrem Bewerbungsgespräch professionell aufzuzeigen, sollten Sie nicht negativ über Ihren Arbeitgeber äußern, denn dieses Verhalten wird nicht gut bei Ihrem neuen Arbeitgeber angekommen.

Muster für die Begründung des Jobwechsels durch Probleme am Arbeitsplatz mit Kollegen und Arbeitgeber können sein: 

1. Muster

Ich selbst verfolge neue Ziele im Leben, dazu gehören neue berufliche Herausforderungen bei einem neuen Arbeitgeber.

2. Muster

Durch meine Weiterbildung im Bereich X suche ich beruflich neue Entfaltungsmöglichkeiten bei einem neuen Arbeitgeber.

Der Personaler interessiert sich doch stärker im Bewerbungsgespräch für Ihren Beweggrund des Jobwechsels und die Probleme am Arbeitsplatz mit den Kollegen und dem Arbeitgeber?

Dann begründen Sie Ihren anstrebenden Jobwechsel nicht damit, dass Sie schnell von Ihrem alten Arbeitgeber durch Mobbing weg möchten, sondern damit, dass Sie für die ausgeschriebene Stellenanzeige des neuen Arbeitgebers “brennen” und es kaum erwarten können, Ihr Know-how in den Unternehmenserfolg mit einbringen zu können.

5. Jobwechsel nach Kündigung richtig begründen

  • Sie haben Ihren Job gekündigt? 

  • Sie wurden von Ihrem Arbeitgeber gekündigt?

  • Sie bewerben sich auf neue Stellenangebote und fragen sich, wie Sie die Kündigung im Bewerbungsschreiben und im Vorstellungsgespräch begründen sollen?

Egal ob Sie selbst Ihren Job gekündigt haben oder vom Arbeitgeber eine Kündigung erhalten haben - Sie müssen in Ihrem Bewerbungsanschreiben nie den Grund dafür erwähnen.

Seien Sie dennoch darauf gefasst, dass Sie im Vorstellungsgespräch dazu Fragen gestellt bekommen.

Wie reagieren Sie am besten auf Fragen zur Kündigung im Vorstellungsgespräch?

Gehen Sie nur kurz und neutral formuliert auf den Grund der Kündigung ein und stellen Sie Ihren ehemaligen Arbeitgeber niemals schlecht dar, denn das wirft nur ein schlechtes Licht auf Ihre Person, egal wie ausreichend qualifiziert Sie für den neuen Job im Unternehmen sind.

3 Gründe, die Sie beim Jobwechsel unerwähnt lassen sollten:

1. Ich will mehr Gehalt

Sie möchten mehr Geld verdienen aber erhalten von Ihrem aktuellen Arbeitgeber keine Gehaltserhöhung - dies als Grund zum Jobwechsel dem neuen Arbeitgeber gegenüber zu erwähnen, könnte eine Absage zum neuen Job provozieren.

2. Ich muss Geld sparen, durch den neuen Job kann ich zu Fuß auf die Arbeit laufen oder mit dem Fahrrad fahren

Ihrem neuen Arbeitgeber können Sie im Bewerbungsgespräch gegenüber erwähnen, dass Ihr neuer Job Sie umweltbewusster auf die Arbeit kommen lässt und Sie dadurch etwas Gutes für die Umwelt tun.

3. Ich hasse meinen aktuellen Job, meinen Arbeitgeber und meine Kollegen

Lassen Sie im Bewerbungsgespräch zum neuen Job jegliche negative Bemerkungen zu Ihrem alten Arbeitgeber.

Dies wirft nur ein schlechtes Licht auf Ihre Person.

Häufig gestellte Fragen zum Thema: Jobwechsel begründen

Warum will ich den Arbeitgeber wechseln?

Die Gründe für einen Arbeitgeberwechsel können vielfältig und individuell sein.

Dennoch begründen Sie mit diesen kurzen und aussagekräftigen Argumenten Ihren Jobwechsel neutral:

  • Ich selbst verfolge als Ziel berufliche Veränderung im Leben, dazu gehört, dass ich mich neuen Herausforderungen bei einem neuen Arbeitgeber stelle.

  • Ich selbst möchte mich beruflich neu orientieren und das in einer ganz neuen Branche, in der ich mir bereits privat viel Know-how aneignen konnte.

  • Aufgrund einer Veränderung im familiären Umfeld muss ich mich räumlich und somit auch beruflich verändern.


Wieso den Job wechseln?

Allgemeine Gründe für einen Jobwechsel:

  • Unzufriedenheit mit dem Aufgabenbereich im Job

  • Arbeitsplatz zu laut, weil Sie im Großraumbüro sitzen

  • Zu wenig Geld für viel Arbeit!

  • Ein befristeter Arbeitsvertrag, der bald endet und nicht verlängert wird

  • Mobbing am Arbeitsplatz

  • Ihrem Arbeitgeber ist Ihre Work-Life-Balance “egal”

  • Krankheitsbedingt sind Sie zu einem Jobwechsel gezwungen

  • Ihre Ausbildung ist zu Ende und Sie werden nicht übernommen


Wie oft sollte man den Job wechseln?

Es gibt kein Gesetz und keine feste Anzahl, wie oft Sie den Job wechseln sollten.

Dennoch wirken langfristige Arbeitsverhältnisse stärker als Vertrauensbasis als kurzfristige Arbeitsverhältnisse, die bei jedem Personaler Misstrauen wecken.

Was schreibt man in eine Bewerbung, wenn man noch angestellt ist?

Ihr Bewerbungsschreiben beginnen Sie mit;

Derzeit befinde ich mich in einem unbefristeten/befristeten und noch ungekündigten Arbeitsverhältnis.

Ihr Bewerbungsschreiben können Sie mit der Bitte, dieses und die gesamte Bewerbung vertraulich zu behandeln, im Schlusssatz beenden.

Hinweis

Für vertrauliche Bewerbungen gibt es keine gesetzliche Grundlage. Trotzdem greift in jedem Unternehmen der Datenschutz. Ihren Namen und Ihre Bewerbung extern weiterzugeben würde somit den Datenschutz verletzen.

Warum ein Jobwechsel nach kurzer Zeit?

Wenn Sie erst den Job gewechselt haben und merken, dass Sie unglücklich im neuen Job sind - sprechen Sie mit Ihrem Vorgesetzten und finden Sie eine gemeinsame Lösung.

Falls Sie gemeinsam mit Ihrem Arbeitgeber auf keine einvernehmliche Lösung kommen, dient die Probezeit dazu, dass Arbeitsverhältnis schnell für beide Seiten schnell beenden zu können.

Wofür ist die Probezeit da?

Die vereinbarte Probezeit dient als Kennenlernphase für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Sollten sich die Probleme, welche Sie unglücklich im neuen Job machen, nicht lösen lassen, kann das Arbeitsverhältnis problemlos von beiden Parteien 1. Arbeitnehmer und 2. Arbeitgeber innerhalb der Probezeit fristlos aufgelöst werden.

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