Aufzugmonteur
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Als Aufzugmonteur (m/w/d) installieren, warten und reparieren Sie Aufzugs- und Fahrtreppenanlagen in Wohn- und Geschäftsgebäuden, Krankenhäusern und Industrieanlagen. Der Beruf verbindet Mechanik, Elektrotechnik und Steuerungstechnik und ist durch den wachsenden Bedarf an barrierefreier Mobilität und Gebäudetechnik stark nachgefragt.
Ob in Hochhäusern, Einkaufszentren, Bahnhöfen oder Produktionshallen – Aufzugmonteure übernehmen anspruchsvolle Aufgaben, die weit über das bloße Einbauen von Aufzügen hinausgehen. Von der mechanischen Montage über die elektrische Verdrahtung bis hin zur Programmierung moderner Steuerungssysteme gehört ein breites Tätigkeitsspektrum zu diesem vielseitigen Handwerksberuf.
In diesem Berufsbild erfahren Sie alles Wichtige über den Beruf des Aufzugmonteurs. Wir informieren Sie über Gehalt, Aufgaben, Anforderungen, Ausbildung und Karrieremöglichkeiten. Außerdem finden Sie aktuelle Stellenangebote und hilfreiche Tipps für Ihre Jobsuche.
Gehalt als Aufzugmonteur
Das Gehalt eines Aufzugmonteurs hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Berufserfahrung, der Region und dem Arbeitgeber. In Deutschland können Aufzugmonteure mit einem Jahresgehalt zwischen 34.000 und 50.000 Euro brutto rechnen. Berufseinsteiger starten in der Regel mit einem monatlichen Bruttogehalt von etwa 2.500 bis 3.000 Euro.
Mit zunehmender Berufserfahrung und zusätzlichen Qualifikationen kann das Gehalt deutlich steigen. Erfahrene Aufzugmonteure und Servicetechniker verdienen häufig zwischen 3.500 und 4.500 Euro brutto pro Monat. Auch regionale Unterschiede spielen eine Rolle: In Süddeutschland und in Ballungsräumen liegen die Gehälter tendenziell höher als in ländlichen Gebieten.
Zusätzlich zum Grundgehalt können Aufzugmonteure von Zuschlägen für Überstunden, Bereitschaftsdienste, Montagezulagen und Firmenwagen profitieren. Wer sich auf gefragte Spezialisierungen wie Modernisierung oder Steuerungstechnik konzentriert, hat besonders gute Gehaltsaussichten.
Verschiedene Arten von Aufzugmonteur Jobs
Der Beruf des Aufzugmonteurs umfasst verschiedene Spezialisierungen. Je nach Schwerpunkt unterscheiden sich die Tätigkeiten und das benötigte Fachwissen erheblich.
Aufzugmonteur im Neubau
Aufzugmonteure im Neubau sind auf die Erstinstallation von Aufzugsanlagen in Neubauten spezialisiert. Sie montieren den Schacht, die Führungsschienen, die Kabine, den Antrieb und die gesamte Steuerungstechnik. Die Arbeit erfordert ein umfassendes Verständnis der mechanischen und elektrischen Komponenten sowie die Fähigkeit, nach Montageplänen zu arbeiten. Neuinstallationen erstrecken sich oft über mehrere Wochen und erfordern eine enge Abstimmung mit anderen Gewerken auf der Baustelle.
Aufzugmonteur im Service und in der Wartung
Aufzugmonteure im Service und in der Wartung sind für die regelmäßige Inspektion und Instandhaltung bestehender Aufzugsanlagen zuständig. Sie überprüfen Sicherheitseinrichtungen, tauschen Verschleißteile aus, schmieren bewegliche Komponenten und stellen sicher, dass die Anlagen den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Service-Monteure betreuen häufig ein festes Gebiet mit einer Vielzahl von Anlagen und sind täglich beim Kunden vor Ort im Einsatz.
Aufzugmonteur in der Modernisierung
Aufzugmonteure in der Modernisierung erneuern und verbessern bestehende Aufzugsanlagen. Sie tauschen veraltete Steuerungen gegen moderne Frequenzumrichter-Antriebe aus, ersetzen alte Türsysteme und rüsten Anlagen mit neuen Sicherheitseinrichtungen nach. Die Modernisierung erfordert besonderes Geschick, da die Arbeiten oft im laufenden Betrieb eines Gebäudes stattfinden und bestehende Bausubstanz berücksichtigt werden muss.
Aufzugmonteur für Fahrtreppen und Fahrsteige
Aufzugmonteure für Fahrtreppen und Fahrsteige sind auf die Installation und Wartung von Rolltreppen und Rollsteigen spezialisiert. Diese Anlagen kommen vor allem in Einkaufszentren, Flughäfen, Bahnhöfen und U-Bahn-Stationen zum Einsatz. Die Arbeit erfordert spezielle Kenntnisse in der Antriebstechnik und der Sicherheitstechnik dieser Fördersysteme.
Aufgaben als Aufzugmonteur
Der Beruf des Aufzugmonteurs umfasst eine Vielzahl von Aufgaben. Hier sind die wichtigsten Tätigkeiten im Überblick:
Mechanische Montage: Einbau von Führungsschienen, Kabinen, Gegengewichten, Türen und Antriebseinheiten im Aufzugsschacht nach technischen Zeichnungen und Montageplänen.
Elektrische Installation: Verdrahtung der Steuerungsanlage, Anschluss von Motoren, Sensoren, Rufstationen und Sicherheitseinrichtungen gemäß den elektrotechnischen Vorschriften.
Inbetriebnahme und Einstellung: Programmierung der Steuerung, Justierung der Fahrparameter, Einstellung der Türlaufzeiten und Durchführung von Probefahrten zur Sicherstellung eines reibungslosen Betriebs.
Wartung und Inspektion: Regelmäßige Überprüfung aller sicherheitsrelevanten Bauteile, Schmierung beweglicher Teile und Austausch von Verschleißteilen gemäß den gesetzlichen Prüfvorschriften.
Störungsbeseitigung und Reparatur: Schnelle Diagnose und Behebung von Störungen an Aufzugsanlagen, einschließlich der Befreiung eingeschlossener Personen und dem Austausch defekter Komponenten.
Modernisierung und Umbau: Nachrüstung bestehender Anlagen mit moderner Steuerungstechnik, neuen Türsystemen und energieeffizienten Antrieben zur Verbesserung von Sicherheit und Komfort.
Dokumentation und Prüfung: Erstellung von Wartungsprotokollen, Dokumentation durchgeführter Arbeiten und Vorbereitung der Anlagen für die wiederkehrende Prüfung durch den TÜV oder andere zugelassene Überwachungsstellen.
Anforderungen als Aufzugmonteur
Der Beruf des Aufzugmonteurs stellt vielfältige Anforderungen an Bewerber. Neben einer abgeschlossenen Berufsausbildung sind bestimmte persönliche Eigenschaften und Fähigkeiten gefragt.
Technisches Verständnis: Aufzugmonteure müssen komplexe mechanische und elektrotechnische Zusammenhänge verstehen. Ein ausgeprägtes technisches Verständnis ist für diesen Beruf unverzichtbar.
Schwindelfreiheit und Höhentauglichkeit: Die Arbeit im Aufzugsschacht und auf dem Kabinendach erfordert absolute Schwindelfreiheit. Belastbarkeit und körperliche Fitness sind unerlässlich.
Handwerkliches Geschick: Die Montage von Aufzugskomponenten erfordert höchste Präzision. Handwerkliches Geschick und sorgfältiges Arbeiten sind für Aufzugmonteure unverzichtbar.
Teamfähigkeit: Aufzugsinstallationen werden im Team durchgeführt und erfordern enge Abstimmung mit Elektrikern, Bauunternehmen und anderen Gewerken. Teamfähigkeit ist daher sehr wichtig.
Zuverlässigkeit und Flexibilität: Zuverlässigkeit und Flexibilität sind im Aufzugbau unverzichtbar, da Bereitschaftsdienste und Notfalleinsätze zum Berufsalltag gehören.
Sorgfalt und Sicherheitsbewusstsein: Sorgfältigkeit ist entscheidend, da Aufzugsanlagen sicherheitsrelevante Einrichtungen sind und Fehler schwerwiegende Folgen haben können.
In welchen Branchen arbeiten Aufzugmonteure?
Aufzugmonteure finden in verschiedenen Branchen Beschäftigung. Die wichtigsten Einsatzbereiche sind:
Aufzughersteller und Aufzugbauunternehmen: Große Hersteller wie Schindler, KONE, Otis und ThyssenKrupp sowie mittelständische Aufzugbauunternehmen bilden den größten Arbeitgeberbereich für Aufzugmonteure.
Gebäudemanagement und Facility Services: Große Immobilienunternehmen und Facility-Management-Firmen beschäftigen Aufzugmonteure für die Betreuung ihrer Aufzugsanlagen.
Baubranche: Bei Neubauprojekten werden Aufzugmonteure für die Installation der Aufzugsanlagen in Wohn- und Geschäftsgebäuden benötigt.
Öffentliche Einrichtungen und Verkehr: Flughäfen, Bahnhöfe und öffentliche Gebäude verfügen über zahlreiche Aufzugsanlagen und Fahrtreppen, die regelmäßig gewartet und instandgehalten werden müssen.
Industrie und Logistik: In Produktionsbetrieben und Logistikzentren kommen Lastenaufzüge und Hebebühnen zum Einsatz, die von spezialisierten Aufzugmonteuren betreut werden.
Die Arbeitsumgebung variiert je nach Einsatzbereich. Aufzugmonteure arbeiten in Aufzugsschächten, auf Baustellen und in Maschinenräumen. Bereitschaftsdienste und Notfalleinsätze gehören in vielen Betrieben zum Arbeitsalltag.
Ausbildung zum Aufzugmonteur
Die Ausbildung zum Aufzugmonteur erfolgt in der Regel als dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Mechatroniker oder Elektroniker. Viele Aufzughersteller bieten auch spezifische Ausbildungsprogramme an, die gezielt auf den Aufzugbau ausgerichtet sind. Während der Ausbildung erlernen angehende Aufzugmonteure den Umgang mit mechanischen Komponenten, Elektrotechnik, Steuerungstechnik und Sicherheitsvorschriften.
In der Regel wird mindestens ein guter Hauptschulabschluss oder Realschulabschluss vorausgesetzt. Wichtig sind gute Noten in Mathematik, Physik und Technik.
Nach der Ausbildung stehen verschiedene Karrierewege offen:
Meister oder Industriemeister: Die Meisterprüfung ermöglicht die Leitung von Montageteams und die Übernahme von Führungsverantwortung.
Techniker oder Ingenieur: Weiterbildungen zum staatlich geprüften Techniker oder ein Studium der Mechatronik oder Elektrotechnik eröffnen Positionen in der Planung und Projektleitung.
Spezialisierung: Fortbildungen in Bereichen wie Steuerungstechnik, Modernisierung oder Fahrtreppen erweitern das Tätigkeitsfeld und verbessern die Gehaltsaussichten.
Aufzugprüfer beim TÜV: Mit entsprechender Erfahrung und Zusatzqualifikation können Aufzugmonteure als zugelassene Aufzugprüfer bei Überwachungsorganisationen arbeiten.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was verdient ein Aufzugmonteur in der Ausbildung?
Die Ausbildungsvergütung für angehende Aufzugmonteure liegt im ersten Lehrjahr bei etwa 900 bis 1.050 Euro brutto pro Monat. Im zweiten Lehrjahr steigt sie auf rund 1.050 bis 1.200 Euro, im dritten Lehrjahr auf etwa 1.150 bis 1.350 Euro und im vierten Lehrjahr auf circa 1.250 bis 1.450 Euro. Die genaue Höhe hängt vom Ausbildungsbetrieb und der Region ab.
Was genau macht ein Aufzugmonteur?
Ein Aufzugmonteur installiert, wartet und repariert Aufzugsanlagen und Fahrtreppen. Er montiert mechanische Komponenten wie Führungsschienen, Kabinen und Antriebe, führt die elektrische Verdrahtung durch, programmiert Steuerungen und nimmt die Anlagen in Betrieb. Zudem führt er regelmäßige Wartungen durch und behebt Störungen.
Welche Voraussetzungen braucht man als Aufzugmonteur?
Für die Ausbildung zum Aufzugmonteur wird in der Regel mindestens ein guter Hauptschulabschluss oder Realschulabschluss erwartet. Wichtige persönliche Voraussetzungen sind technisches Verständnis, handwerkliches Geschick, Schwindelfreiheit, körperliche Fitness und ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen. Auch Sorgfalt und Teamfähigkeit sind für diesen Beruf sehr wichtig.
Wie sind die Zukunftsaussichten für Aufzugmonteure?
Die Zukunftsaussichten für Aufzugmonteure sind sehr gut. Der steigende Bedarf an barrierefreiem Wohnraum, die zunehmende Urbanisierung und der wachsende Gebäudebestand sorgen für eine anhaltend hohe Nachfrage. Zudem müssen bestehende Aufzugsanlagen regelmäßig gewartet und modernisiert werden, was für eine dauerhafte Auftragslage sorgt.
Muss ein Aufzugmonteur Bereitschaftsdienst leisten?
Ja, in vielen Unternehmen gehört der Bereitschaftsdienst zum Arbeitsalltag eines Aufzugmonteurs. Da Aufzugsanlagen rund um die Uhr in Betrieb sind, müssen Störungen auch außerhalb der regulären Arbeitszeiten behoben werden. Besonders die Befreiung eingeschlossener Personen erfordert schnelle Reaktionszeiten. Der Bereitschaftsdienst wird in der Regel zusätzlich vergütet.
Braucht man als Aufzugmonteur einen Führerschein?
Ja, ein Führerschein der Klasse B ist in den meisten Unternehmen Voraussetzung für die Tätigkeit als Aufzugmonteur. Da Aufzugmonteure regelmäßig zu verschiedenen Einsatzorten fahren müssen, stellen viele Arbeitgeber ihren Monteuren auch einen Firmenwagen zur Verfügung. In manchen Fällen kann auch ein Führerschein der Klasse C1 für den Transport schwerer Bauteile erforderlich sein.
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