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Dachdecker

Erfahren Sie alles über den Beruf des Dachdeckers (m/w/d). Von Gehalt und Aufgaben über verschiedene Spezialisierungen bis hin zu Karrierechancen und aktuellen Stellenangeboten. Finden Sie jetzt Ihren Traumjob als Dachdecker auf HeroJob.de.

HeroJob-Redaktion
Aktualisiert 27.02.2025 · Lesezeit ~6 Min.
Dachdecker KI generiert

Als Dachdecker (m/w/d) sind Sie ein unverzichtbarer Fachmann im Baugewerbe. Sie sorgen dafür, dass Gebäude vor Witterungseinflüssen geschützt sind, indem Sie Dächer fachgerecht eindecken, abdichten und instand halten. Der Beruf vereint handwerkliches Geschick mit Schwindelfreiheit und einem ausgeprägten Sinn für Präzision.

Ob Neubau oder Sanierung, ob Steildach oder Flachdach – Dachdecker übernehmen vielfältige Aufgaben, die weit über das reine Eindecken von Dächern hinausgehen. Von der Wärmedämmung über die Installation von Solaranlagen bis hin zur Fassadenverkleidung gehört ein breites Tätigkeitsspektrum zu diesem anspruchsvollen Handwerksberuf.

In diesem Berufsbild erfahren Sie alles Wichtige über den Beruf des Dachdeckers. Wir informieren Sie über Gehalt, Aufgaben, Anforderungen, Ausbildung und Karrieremöglichkeiten. Außerdem finden Sie aktuelle Stellenangebote und hilfreiche Tipps für Ihre Jobsuche.

Gehalt als Dachdecker

Das Gehalt eines Dachdeckers hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Berufserfahrung, der Region und dem Arbeitgeber. In Deutschland können Dachdecker mit einem Jahresgehalt zwischen 32.000 und 45.000 Euro brutto rechnen. Berufseinsteiger starten in der Regel mit einem monatlichen Bruttogehalt von etwa 2.200 bis 2.800 Euro.

Mit zunehmender Berufserfahrung und zusätzlichen Qualifikationen kann das Gehalt deutlich steigen. Dachdeckermeister verdienen häufig zwischen 3.500 und 4.500 Euro brutto pro Monat. Auch regionale Unterschiede spielen eine Rolle: In Süddeutschland und in Ballungsräumen liegen die Gehälter tendenziell höher als in ländlichen Gebieten.

Zusätzlich zum Grundgehalt können Dachdecker von Zuschlägen für Überstunden, Schlechtwetterzulagen und Gefahrenzulagen profitieren. Wer sich auf gefragte Spezialisierungen wie Solartechnik oder energetische Sanierung konzentriert, hat besonders gute Gehaltsaussichten.

Verschiedene Arten von Dachdeckern

Der Beruf des Dachdeckers umfasst verschiedene Spezialisierungen. Je nach Schwerpunkt unterscheiden sich die Tätigkeiten und das benötigte Fachwissen erheblich.

Steildachdecker

Steildachdecker sind auf die Eindeckung von geneigten Dächern spezialisiert. Sie arbeiten mit verschiedenen Materialien wie Dachziegeln, Dachsteinen, Schiefer oder Bitumenschindeln. Zu ihren Aufgaben gehören das Einlatten der Dachkonstruktion, das fachgerechte Verlegen der Eindeckung sowie die Montage von Dachrinnen und Schneefangsystemen. Schwindelfreiheit und körperliche Fitness sind in diesem Bereich besonders wichtig.

Flachdachdecker

Flachdachdecker konzentrieren sich auf die Abdichtung und Isolierung von flachen oder nur leicht geneigten Dächern. Sie verarbeiten Materialien wie Bitumenbahnen, Kunststoffdichtungsbahnen und Flüssigkunststoffe. Besonders im gewerblichen und industriellen Bereich sind Flachdächer weit verbreitet. Flachdachdecker kümmern sich auch um die Begrünung von Dächern und die Integration von Entwässerungssystemen.

Dachklempner

Dachklempner sind Spezialisten für Metallarbeiten am Dach. Sie fertigen und montieren Dachrinnen, Fallrohre, Blechverkleidungen und Metalldächer. Der Umgang mit Materialien wie Zink, Kupfer, Aluminium und Edelstahl gehört zu ihrem täglichen Handwerk. Dachklempner arbeiten oft eng mit Steildach- und Flachdachdeckern zusammen, um ein funktionierendes Gesamtsystem zu schaffen.

Welche Aufgaben übernehmen Dachdecker?

Der Beruf des Dachdeckers umfasst eine Vielzahl von Aufgaben. Hier sind die wichtigsten Tätigkeiten im Überblick:

  • Dacheindeckung und Abdichtung: Fachgerechtes Eindecken von Steil- und Flachdächern mit verschiedenen Materialien wie Ziegeln, Schiefer, Bitumen oder Metall.

  • Wärmedämmung und Energieeffizienz: Einbau von Dämmstoffen zur Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden, einschließlich Aufsparren- und Zwischensparrendämmung.

  • Reparatur und Wartung: Instandsetzung von beschädigten Dächern, Austausch defekter Dachziegel und Beseitigung von Undichtigkeiten.

  • Installation von Dachzubehör: Montage von Dachfenstern, Schneefangsystemen, Dachrinnen und Solaranlagen auf dem Dach.

  • Fassadenverkleidung und Bauwerksabdichtung: Verkleidung von Fassaden mit verschiedenen Materialien sowie Abdichtung von Kellern und Fundamenten gegen eindringende Feuchtigkeit.

Anforderungen: Qualifikationen und Fähigkeiten

Der Beruf des Dachdeckers stellt vielfältige Anforderungen an Bewerber. Neben einer abgeschlossenen Berufsausbildung sind bestimmte persönliche Eigenschaften und Fähigkeiten gefragt.

  • Körperliche Fitness: Dachdecker arbeiten überwiegend im Freien und müssen schwere Materialien transportieren. Eine gute körperliche Verfassung und Ausdauer sind daher unerlässlich.

  • Schwindelfreiheit und Trittsicherheit: Die Arbeit in großen Höhen erfordert absolute Schwindelfreiheit und sicheres Bewegen auf geneigten Flächen und Gerüsten.

  • Handwerkliches Geschick: Dachdecker müssen präzise und sorgfältig arbeiten können, um hochwertige Ergebnisse zu erzielen und die Sicherheit der Dachkonstruktion zu gewährleisten.

  • Teamfähigkeit: Dachdeckerarbeiten werden in der Regel im Team ausgeführt. Eine gute Teamfähigkeit und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit sind daher sehr wichtig.

  • Zuverlässigkeit und Belastbarkeit: Zuverlässigkeit und Belastbarkeit sind im Dachdeckerhandwerk unverzichtbar, da die Arbeit bei unterschiedlichen Wetterbedingungen und unter Zeitdruck stattfindet.

  • Technisches Verständnis: Ein gutes technisches Verständnis ist notwendig, um Baupläne zu lesen, Materialien korrekt einzusetzen und moderne Technologien wie Solartechnik zu verstehen.

In welchen Branchen arbeiten Dachdecker?

Dachdecker finden in verschiedenen Branchen Beschäftigung. Die wichtigsten Einsatzbereiche sind:

  • Baugewerbe: Im Hoch- und Tiefbau sind Dachdecker bei Neubauprojekten gefragt, um Dächer fachgerecht einzudecken und abzudichten.

  • Dachdeckerbetriebe: Spezialisierte Dachdeckerunternehmen bieten die meisten Arbeitsplätze und decken das gesamte Spektrum an Dacharbeiten ab.

  • Solaranlagen und Energietechnik: Mit der wachsenden Bedeutung erneuerbarer Energien installieren immer mehr Dachdecker Photovoltaik- und Solarthermieanlagen auf Dächern.

  • Sanierungsunternehmen: In der Gebäudesanierung kümmern sich Dachdecker um die energetische Ertüchtigung und Instandsetzung bestehender Dachkonstruktionen.

Die Arbeitsumgebung variiert je nach Einsatzbereich. Dachdecker arbeiten überwiegend im Freien auf Baustellen und sind dabei den Witterungsbedingungen ausgesetzt. Gerade in den Wintermonaten kann die Arbeit durch Kälte, Nässe und Wind besonders herausfordernd sein.

Ausbildung und Karrierewege

Die Ausbildung zum Dachdecker dauert drei Jahre im dualen System. Dabei wechseln sich praktische Phasen im Ausbildungsbetrieb mit theoretischem Unterricht in der Berufsschule ab. Während der Ausbildung erlernen angehende Dachdecker den Umgang mit verschiedenen Materialien und Werkzeugen sowie die unterschiedlichen Dachdeckungstechniken.

In der Regel wird mindestens ein Hauptschulabschluss vorausgesetzt, wobei ein höherer Schulabschluss die Chancen auf einen Ausbildungsplatz verbessern kann. Wichtig sind gute Noten in Mathematik, Physik und Werken.

Nach der Ausbildung stehen verschiedene Karrierewege offen:

  • Dachdeckermeister: Die Meisterprüfung ermöglicht die Leitung eines eigenen Betriebs und die Ausbildung von Lehrlingen.

  • Techniker oder Bauleiter: Weiterbildungen zum staatlich geprüften Techniker oder Bauleiter eröffnen Führungspositionen.

  • Spezialisierung: Fortbildungen in Bereichen wie Solartechnik, Denkmalschutz oder Fassadenbau erweitern das Tätigkeitsfeld.

  • Selbstständigkeit: Mit dem Meisterbrief können Dachdecker einen eigenen Betrieb gründen und sich selbstständig machen.

Häufig gestellte Fragen zum Beruf des Dachdeckers

Was verdient ein Dachdecker in der Ausbildung?

Die Ausbildungsvergütung für Dachdecker liegt im ersten Lehrjahr bei etwa 800 bis 900 Euro brutto pro Monat. Im zweiten Lehrjahr steigt sie auf rund 1.000 bis 1.100 Euro, und im dritten Lehrjahr können Auszubildende mit etwa 1.200 bis 1.300 Euro rechnen. Die genaue Höhe hängt vom Ausbildungsbetrieb und der Region ab.

Welche Voraussetzungen braucht man als Dachdecker?

Für die Ausbildung zum Dachdecker wird in der Regel mindestens ein Hauptschulabschluss erwartet. Wichtige persönliche Voraussetzungen sind Schwindelfreiheit, körperliche Fitness, handwerkliches Geschick und eine gute Hand-Auge-Koordination. Auch Wetterfestigkeit ist wichtig, da Dachdecker ganzjährig im Freien arbeiten.

Ist Dachdecker ein gefährlicher Beruf?

Die Arbeit als Dachdecker gehört zu den körperlich anspruchsvolleren Berufen und birgt gewisse Risiken durch die Arbeit in der Höhe. Allerdings sorgen strenge Sicherheitsvorschriften, moderne Schutzausrüstung und regelmäßige Schulungen dafür, dass die Unfallgefahr minimiert wird. Arbeitgeber sind verpflichtet, für die Sicherheit ihrer Mitarbeiter zu sorgen.

Wie sind die Zukunftsaussichten für Dachdecker?

Die Zukunftsaussichten für Dachdecker sind sehr gut. Der Fachkräftemangel im Handwerk sorgt für eine hohe Nachfrage nach qualifizierten Dachdeckern. Zudem steigt der Bedarf durch die Energiewende und die damit verbundene Installation von Solaranlagen sowie die energetische Sanierung von Gebäuden. Dachdecker mit Spezialisierung auf erneuerbare Energien sind besonders gefragt.

Kann man als Dachdecker auch im Winter arbeiten?

Dachdecker arbeiten grundsätzlich das ganze Jahr über. In den Wintermonaten kann die Arbeit jedoch durch Schnee, Eis und niedrige Temperaturen eingeschränkt sein. Bei extremen Wetterbedingungen können Arbeiten auf dem Dach aus Sicherheitsgründen nicht durchgeführt werden. Viele Betriebe nutzen die Wintermonate für Innenarbeiten, Planung und Weiterbildungen.

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