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Lagerist

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HeroJob-Redaktion
Aktualisiert 27.02.2025 · Lesezeit ~8 Min.
Lagerist KI generiert

Als Lagerist (m/w/d) sind Sie das Herzstück der betrieblichen Logistik. Sie nehmen Waren entgegen, prüfen Lieferungen, lagern Güter fachgerecht ein und sorgen dafür, dass Bestellungen korrekt und termingerecht zusammengestellt und versandt werden. Ohne Lageristen würden Lieferketten stillstehen – Sie sorgen dafür, dass alles reibungslos läuft.

Der Beruf des Lageristen (m/w/d) ist äußerst vielseitig und bietet zahlreiche Einsatzmöglichkeiten. Von Logistikzentren über Produktionsbetriebe bis hin zum boomenden E-Commerce-Sektor – Lageristen werden in nahezu jeder Branche gebraucht. Mit der zunehmenden Digitalisierung und Automatisierung in der Lagerwirtschaft entwickelt sich das Berufsbild stetig weiter und bietet spannende Zukunftsperspektiven.

In diesem Berufsbild erfahren Sie alles Wichtige über den Beruf des Lageristen. Wir informieren Sie über Gehalt, Aufgaben, Anforderungen, Ausbildung und Karrieremöglichkeiten. Außerdem finden Sie aktuelle Stellenangebote und hilfreiche Tipps für Ihre Jobsuche.

Gehalt als Lagerist

Das Gehalt eines Lageristen hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Berufserfahrung, der Region, dem Arbeitgeber und etwaigen Zusatzqualifikationen. In Deutschland können Lageristen mit einem Jahresgehalt zwischen 27.000 und 38.000 Euro brutto rechnen. Berufseinsteiger starten in der Regel mit einem monatlichen Bruttogehalt von etwa 2.000 bis 2.500 Euro.

Mit zunehmender Berufserfahrung und zusätzlichen Qualifikationen kann das Gehalt deutlich steigen. Erfahrene Lageristen mit Weiterbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik oder einem Staplerschein verdienen häufig zwischen 2.500 und 3.200 Euro brutto pro Monat. Auch regionale Unterschiede spielen eine Rolle: In Süddeutschland und in Ballungsräumen liegen die Gehälter tendenziell höher als in ländlichen Gebieten.

Zusätzlich zum Grundgehalt können Lageristen von Zuschlägen für Schichtarbeit, Nachtschichten und Überstunden profitieren. Wer sich auf gefragte Bereiche wie Gefahrgutlagerung, Kühllogistik oder automatisierte Lagerverwaltungssysteme spezialisiert, hat besonders gute Gehaltsaussichten. Auch Benefits wie vermögenswirksame Leistungen, Mitarbeiterrabatte oder Jobtickets werden von vielen Arbeitgebern angeboten.

Verschiedene Arten von Lageristen

Der Beruf des Lageristen umfasst verschiedene Spezialisierungen. Je nach Einsatzgebiet und Branche unterscheiden sich die Tätigkeiten und das benötigte Fachwissen erheblich.

Einlagerungsfachkraft

Einlagerungsfachkräfte sind auf die Warenannahme und die fachgerechte Einlagerung von Gütern spezialisiert. Sie prüfen eingehende Lieferungen auf Vollständigkeit und Beschädigungen, erfassen Wareneingänge im Lagerverwaltungssystem und weisen den Artikeln die optimalen Lagerplätze zu. Dabei berücksichtigen sie Faktoren wie Lagerdauer, Zugriffsfrequenz und Lagerbedingungen. Die effiziente Organisation der Lagerplätze trägt maßgeblich dazu bei, dass Waren schnell wiedergefunden und Lagerkapazitäten optimal genutzt werden.

Versandlagerist

Versandlageristen konzentrieren sich auf die Kommissionierung, Verpackung und den Versand von Waren. Sie stellen Bestellungen zusammen, verpacken die Produkte transportsicher und erstellen die notwendigen Versandpapiere wie Lieferscheine und Frachtbriefe. Die Koordination mit Speditionen und Paketdiensten gehört ebenso zu ihren Aufgaben wie die Sicherstellung termingerechter Auslieferungen. Besonders im E-Commerce sind Versandlageristen unverzichtbar, da sie täglich eine große Anzahl an Sendungen abwickeln.

Gefahrgutlagerist

Gefahrgutlageristen sind auf die Lagerung und den Umgang mit gefährlichen Stoffen wie Chemikalien, brennbaren Flüssigkeiten oder Explosivstoffen spezialisiert. Sie verfügen über spezielle Gefahrgut-Schulungen und kennen die strengen gesetzlichen Vorschriften für Transport und Lagerung. Dazu gehören die korrekte Kennzeichnung, die Einhaltung von Lagerkompatibilitäten und die Durchführung regelmäßiger Sicherheitschecks. Gefahrgutlageristen arbeiten häufig in der chemischen Industrie, in Pharmaunternehmen oder bei Speditionen mit Gefahrguttransport.

Kühlhauslagerist

Kühlhauslageristen arbeiten in temperaturgeführten Lagern und sind für die fachgerechte Lagerung verderblicher Waren verantwortlich. Sie überwachen Kühlketten, kontrollieren Temperaturen und Luftfeuchtigkeit und stellen sicher, dass Lebensmittel, Medikamente oder andere temperaturempfindliche Güter unter den vorgeschriebenen Bedingungen gelagert werden. Die Arbeit im Kühlhaus erfordert besondere körperliche Belastbarkeit und die Einhaltung strenger Hygienevorschriften. Kühlhauslageristen sind vor allem in der Lebensmittelindustrie, im Pharmabereich und im Großhandel gefragt.

Welche Aufgaben übernehmen Lageristen?

Der Beruf des Lageristen umfasst eine Vielzahl von Aufgaben rund um die Lagerhaltung und Warenlogistik. Hier sind die wichtigsten Tätigkeiten im Überblick:

  • Warenannahme und Eingangskontrolle: Entgegennahme von Lieferungen, Prüfung der Ware auf Vollständigkeit, Menge und Beschädigungen sowie Abgleich mit Lieferscheinen und Bestellungen.

  • Ein- und Auslagerung: Fachgerechtes Einlagern von Waren an die vorgesehenen Lagerplätze unter Beachtung von Lagerbedingungen, Haltbarkeitsdaten und Zugriffsfrequenzen.

  • Kommissionierung: Zusammenstellen von Bestellungen anhand von Picklisten oder elektronischen Aufträgen. Entnahme der benötigten Artikel und Bereitstellung für den Versand.

  • Verpackung und Versandvorbereitung: Transportsicheres Verpacken der Waren, Erstellen von Versandpapieren, Lieferscheinen und Frachtbriefen sowie Etikettierung der Packstücke.

  • Bestandsverwaltung: Pflege des Lagerbestands im Warenwirtschaftssystem, Durchführung regelmäßiger Inventuren und Meldung von Bestandsabweichungen.

  • Bedienung von Flurförderzeugen: Einsatz von Gabelstaplern, Hubwagen und Ameisen für den innerbetrieblichen Warentransport und die Be- und Entladung von Lkw.

  • Ordnung und Sauberkeit: Sicherstellung eines aufgeräumten und sicheren Arbeitsumfelds im Lager, Einhaltung von Arbeitssicherheitsvorschriften und Brandschutzbestimmungen.

  • Qualitätskontrolle: Sichtprüfung der Waren auf Mängel, Überwachung von Mindesthaltbarkeitsdaten und Sicherstellung der korrekten Lagertemperaturen bei sensiblen Gütern.

Anforderungen: Qualifikationen und Fähigkeiten

Der Beruf des Lageristen stellt verschiedene Anforderungen an Bewerber. Neben einer abgeschlossenen Ausbildung oder einschlägiger Berufserfahrung sind bestimmte persönliche Eigenschaften und Fähigkeiten gefragt.

  • Sorgfältigkeit: Beim Umgang mit Waren, beim Erfassen von Beständen und beim Erstellen von Versandpapieren ist höchste Genauigkeit gefragt. Fehler bei der Kommissionierung oder Bestandsführung können zu erheblichen Kosten und Verzögerungen führen.

  • Organisationstalent: Lageristen müssen den Überblick über zahlreiche Warenbewegungen behalten, Lagerplätze effizient nutzen und Arbeitsabläufe strukturiert planen – besonders in Stoßzeiten wie dem Weihnachtsgeschäft.

  • Körperliche Belastbarkeit: Die Arbeit im Lager erfordert körperliche Fitness. Das Heben, Tragen und Bewegen von Waren sowie langes Stehen und Gehen gehören zum Berufsalltag.

  • Teamfähigkeit: Lageristen arbeiten eng mit Kollegen, Fahrern und anderen Abteilungen zusammen. Eine gute Zusammenarbeit ist für einen reibungslosen Warenfluss unerlässlich.

  • Zuverlässigkeit: Pünktlichkeit und Verlässlichkeit sind entscheidend, da viele logistische Prozesse zeitkritisch sind und Verzögerungen bei der Warenbereitstellung die gesamte Lieferkette beeinträchtigen können.

  • EDV-Kenntnisse: Der Umgang mit Warenwirtschaftssystemen, Scannern und Lagerverwaltungssoftware gehört heute zum Standardrepertoire eines Lageristen. Grundlegende IT-Kenntnisse sind daher wichtig.

  • Verantwortungsbewusstsein: Lageristen sind für den sachgemäßen Umgang mit Waren verantwortlich – teilweise mit hohen Sachwerten oder sensiblen Gütern. Ein starkes Verantwortungsbewusstsein und die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften sind unverzichtbar.

In welchen Branchen arbeiten Lageristen?

Lageristen finden in vielen Branchen Beschäftigung, da Warenlagerung und Logistik in nahezu jedem Wirtschaftszweig eine zentrale Rolle spielen. Die wichtigsten Einsatzbereiche sind:

  • Logistikzentren: Große Logistikdienstleister wie DHL, Hermes oder Amazon betreiben umfangreiche Lagerhallen, in denen Lageristen für die Abwicklung enormer Warenmengen verantwortlich sind. Die Arbeit ist oft durch Schichtsysteme und hohe Durchlaufgeschwindigkeiten geprägt.

  • Großhandel: Im Großhandel verwalten Lageristen umfangreiche Warenbestände und sorgen dafür, dass Geschäftskunden zuverlässig beliefert werden. Die Vielfalt der gelagerten Produkte erfordert ein gutes Organisationstalent und Warenkenntnisse.

  • Produktionsbetriebe: In der Fertigungsindustrie stellen Lageristen sicher, dass Rohstoffe, Halbfabrikate und Fertigprodukte ordnungsgemäß gelagert und die Produktionslinien rechtzeitig mit Material versorgt werden.

  • E-Commerce: Der boomende Online-Handel hat zu einem enormen Bedarf an Lageristen geführt. Fulfillment-Center verarbeiten täglich tausende Bestellungen, wobei Schnelligkeit und Genauigkeit bei der Kommissionierung entscheidend sind.

  • Pharma: In der Pharmaindustrie unterliegt die Lagerhaltung strengen Vorschriften. Lageristen müssen hier besonders sorgfältig arbeiten und Vorgaben zu Temperaturführung, Chargenrückverfolgbarkeit und Hygienestandards einhalten.

Die Arbeitsumgebung variiert je nach Einsatzbereich. Lageristen arbeiten in der Regel in Lagerhallen, Hochregallagern oder Versandzentren. Schichtarbeit, auch an Wochenenden, ist in vielen Betrieben üblich. Die Arbeit kann körperlich anspruchsvoll sein, bietet aber ein abwechslungsreiches und dynamisches Arbeitsumfeld.

Ausbildung und Karrierewege

Der klassische Einstieg in den Beruf des Lageristen erfolgt über eine zweijährige Ausbildung zum Fachlageristen. Diese duale Ausbildung vermittelt die Grundlagen der Lagerverwaltung, Warenannahme, Kommissionierung und des Versands. Wer einen höheren Abschluss anstrebt, kann die dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik absolvieren, die zusätzlich Kenntnisse in der Tourenplanung, Logistikoptimierung und Personalführung umfasst.

Ein Einstieg ist auch ohne formale Ausbildung möglich, sofern Sie einschlägige Berufserfahrung im Lagerbereich mitbringen. Viele Unternehmen bieten Quereinsteigern die Möglichkeit, sich über betriebliche Schulungen zu qualifizieren. Ein Staplerschein ist in den meisten Lagerjobs eine wertvolle Zusatzqualifikation.

Nach dem Einstieg als Lagerist stehen verschiedene Karrierewege offen:

  • Fachkraft für Lagerlogistik: Die Weiterbildung vom Fachlageristen zur Fachkraft für Lagerlogistik erweitert das Aufgabenspektrum um planerische und organisatorische Tätigkeiten und verbessert die Gehalts- und Aufstiegschancen deutlich.

  • Logistikmeister (IHK): Die Meisterprüfung qualifiziert für Führungspositionen in der Lagerlogistik. Logistikmeister übernehmen die Leitung von Lagerbereichen und sind für die Organisation, Personalführung und Prozessoptimierung verantwortlich.

  • Fachwirt für Logistiksysteme: Diese Weiterbildung verbindet logistisches Fachwissen mit betriebswirtschaftlichen Kompetenzen und qualifiziert für Positionen im mittleren Management der Logistikbranche.

  • Lagerleiter: Mit Erfahrung und Führungskompetenzen können Lageristen zum Lagerleiter aufsteigen und die Verantwortung für ein gesamtes Lager mit allen Mitarbeitern und Prozessen übernehmen.

  • Studium Logistik oder Supply Chain Management: Ein berufsbegleitendes Studium der Logistik oder des Supply Chain Managements eröffnet den Zugang zu strategischen Positionen in der Logistikplanung und im Einkauf.

Häufig gestellte Fragen zum Beruf des Lageristen

Was ist der Unterschied zwischen einem Lageristen und einer Fachkraft für Lagerlogistik?

Der wesentliche Unterschied liegt im Ausbildungsniveau und im Aufgabenbereich. Ein Fachlagerist absolviert eine zweijährige Ausbildung und konzentriert sich auf die operativen Lagertätigkeiten wie Wareneingang, Einlagerung und Kommissionierung. Die Fachkraft für Lagerlogistik durchläuft eine dreijährige Ausbildung und übernimmt zusätzlich planerische und organisatorische Aufgaben wie Tourenplanung, Logistikoptimierung und Personalkoordination. In der Praxis werden beide Begriffe manchmal synonym verwendet, wobei die Fachkraft für Lagerlogistik in der Regel höher qualifiziert ist und ein besseres Gehalt erzielt.

Brauche ich einen Staplerschein als Lagerist?

Ein Staplerschein ist nicht in jeder Lagerposition zwingend erforderlich, wird aber von den meisten Arbeitgebern erwartet oder als wertvolle Zusatzqualifikation angesehen. In größeren Lagern und Logistikzentren gehört die Bedienung von Gabelstaplern und Flurförderzeugen zum täglichen Arbeitsablauf. Der Erwerb eines Staplerscheins dauert in der Regel wenige Tage und verbessert Ihre Bewerbungschancen und Gehaltsaussichten erheblich. Viele Arbeitgeber bieten die Schulung auch betriebsintern an.

Kann ich als Quereinsteiger Lagerist werden?

Ja, der Einstieg als Lagerist ist auch ohne formale Ausbildung möglich. Viele Unternehmen, insbesondere in der E-Commerce-Logistik und in Zeitarbeitsfirmen, stellen Quereinsteiger ein und qualifizieren diese über betriebliche Schulungen. Grundlegende körperliche Fitness, Zuverlässigkeit und die Bereitschaft zur Schichtarbeit sind wichtige Voraussetzungen. Ein Staplerschein und Grundkenntnisse in EDV-Systemen verbessern die Einstiegschancen. Langfristig empfiehlt sich eine Ausbildung zum Fachlageristen, die auch berufsbegleitend möglich ist.

Welche Arbeitszeiten haben Lageristen?

Die Arbeitszeiten variieren je nach Arbeitgeber und Branche. In vielen Logistikzentren und Produktionsbetrieben ist Schichtarbeit üblich, einschließlich Früh-, Spät- und Nachtschichten. Besonders in der E-Commerce-Branche und in Speditionen kann auch Wochenendarbeit erforderlich sein. In kleineren Betrieben oder im Großhandel sind dagegen oft reguläre Arbeitszeiten möglich. Überstunden fallen besonders in der Vorweihnachtszeit und bei saisonalen Spitzen an. Die Arbeitszeitmodelle werden in der Regel im Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag geregelt.

Wie sind die Zukunftsaussichten für Lageristen?

Die Zukunftsaussichten für Lageristen sind gut, da die Logistikbranche weiter wächst und der E-Commerce für eine steigende Nachfrage nach qualifizierten Lagermitarbeitern sorgt. Gleichzeitig verändert die zunehmende Automatisierung und Digitalisierung das Berufsbild: Lagerverwaltungssysteme, Barcodescanner, Pick-by-Voice-Systeme und automatische Regalbediengeräte gehören zunehmend zum Arbeitsalltag. Lageristen, die sich mit modernen Technologien auskennen und bereit sind, sich weiterzubilden, haben besonders gute Berufsaussichten. Auch Spezialisierungen in Bereichen wie Gefahrgut, Kühllogistik oder Lean Management eröffnen attraktive Karrieremöglichkeiten.

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