Die 15 häufigsten Fehler beim Vorstellungsgespräch

12.05.2022

15 häufige Fehler die sich bei einem Jobinterview vermeiden lassen, wenn man sie kennt.

Es ist leider ein Leichtes, Fehler bei einem Vorstellungsgespräch zu machen, ohne sich dessen überhaupt bewusst zu sein. Viele dieser Fauxpas sind häufiger, als man denkt, dabei sind sie wirklich vermeidbar. Wenn Sie sich die Zeit nehmen, sich auf das Gespräch vorzubereiten, müssen Sie sich nach dem Interview nicht über Ausrutscher ärgern.

  • Worauf sollten Sie bei einem Vorstellungsgespräch lieber verzichten?

  • Was sollte man beim Vorstellungsgespräch nicht sagen?

Hier sind die häufigsten Fehler, die ein Bewerber bei einem Interview machen kann und wie sie sich vermeiden lassen.

1. Fehler: Unpassende Kleidung

Bei einem Vorstellungsgespräch ist es wichtig, professionell und gepflegt auszusehen. Die richtige Garderobe hängt selbstverständlich von der Stelle ab, für die das Interview stattfindet. Selbst bei Vorstellungsgesprächen für einfache Stellen sollten Sie aber auf jeden Fall Geschäftskleidung tragen.

Bei einem Start-up-Unternehmen können Sie zu einem Vorstellungsgespräch in legerer, aber gepflegter Kleidung erscheinen. Wichtig ist jedoch immer, dass Sie in jedem Fall gut aussehen, unabhängig von der Firma, bei der Sie sich bewerben.

2. Fehler: Ungepflegtes Auftreten

Am Abend vor einem wichtigen Vorstellungsgespräch sollten Sie nicht ausgehen und trinken, damit Sie nicht übermüdet oder verkatert aussehen. Stehen Sie früh genug auf, damit Sie genügend Zeit haben, zu duschen und sich herzurichten, bevor Sie sich auf den Weg machen. Saubere Fingernägel und guter Atem gehören ebenfalls zu einem gepflegten Auftreten.

Frauen sollten es mit dem Styling nicht übertreiben, denn es ist kein Date, sondern ein Vorstellungsgespräch. Ein dezentes Make-up reicht aus. Die Frisur sollte ebenfalls angemessen sein. Männer sollten sich rasieren und pflegen.

3. Fehler: Unpünktlichkeit

Jeder weiß, dass der erste Eindruck essenziell ist, um eine Stelle zu erhalten. Einer der allerersten Eindrücke ist der Zeitpunkt Ihres Erscheinens. Wenn Sie zum festgelegten Termin nicht vor Ort sind, machen Sie einen negativen Eindruck, ohne überhaupt dort zu sein. Zuspätkommen lässt nicht nur auf ein schlechtes Zeitmanagement schließen, sondern signalisiert auch mangelnden Respekt gegenüber dem Unternehmen, der Stelle und sogar Ihrem Gesprächspartner.

Bemühen Sie sich auf keinen Fall verspätet zu kommen, sondern pünktlich oder besser ein wenig überpünktlich zu sein. Organisieren Sie Ihre Anfahrt so, dass Sie zehn Minuten vor dem Termin bei der Firma ankommen. So haben Sie ein Zeitpolster, falls auf dem Weg zum Vorstellungsgespräch etwas Unvorhergesehenes dazwischenkommt.

Unpünktlich ist es auch, wenn man viel zu früh erscheint. Kommen Sie nicht mehr als zehn Minuten zu früh zu Ihrem Vorstellungsgespräch. Das könnte den Personalverantwortlichen irritieren, der vielleicht noch nicht für das Gespräch bereit ist. Falls Sie zu früh bei dem Unternehmen ankommen, warten Sie mit dem Betreten des Gebäudes bis etwa zehn Minuten vor dem Vorstellungsgespräch.

Auf diese Weise haben Sie ausreichend Zeit, um pünktlich zum Interview zu kommen, setzen die Mitarbeiter aber nicht übermäßig unter Druck.

4. Fehler: Ein Getränk mitbringen

Ein Coffee to go ist beim Vorstellungsgespräch ein echtes No-Go. Entsorgen Sie Ihren Kaffee oder Ihre Limonade, bevor Sie das Unternehmen zum Bewerbungsgespräch betreten. Wasserflaschen gehören in die Tasche und nicht in die Hand. Mit einem Becher oder einer Flasche zum Vorstellungsgespräch zu gehen, ist sehr unprofessionell und unhöflich.

Wenn die Interviewer keine Getränke haben, ist es nicht in Ordnung, vor ihnen genüsslich einen Kaffee zu trinken. Im Vorstellungsgespräch sollten Sie darauf angestrebt sein, einen guten Eindruck zu hinterlassen, ein Getränk lenkt Sie dabei nur ab. Ferner kann auch nichts verschüttet werden, was nicht vorhanden ist.

5. Fehler: Namen des Ansprechpartners vergessen

Ein schlechter Einstieg in das Bewerbungsgespräch ist es, wenn Sie den Namen der Person vergessen haben, die Sie eingeladen hat. Diese Person wird mit großer Wahrscheinlichkeit anwesend sein und Sie sollten sie persönlich ansprechen. Diese Person wird Sie wahrscheinlich auch den anderen Anwesenden vorstellen.

Nutzen Sie die Möglichkeit, sich abermals für die Einladung zu bedanken und sprechen Sie die Person mit ihrem Namen an. So machen Sie einen guten ersten Eindruck. Schauen Sie kurz vor dem Gespräch erneut nach, wer die Einladung unterzeichnet hat.

6. Fehler: Benutzung des Smartphones

Schalten Sie Ihr Handy vor dem Vorstellungsgespräch komplett aus. Weder Vibrationen noch Töne jeglicher Art sollten vom Handy ausgehen. Das Schreiben von SMS während des Vorstellungsgesprächs ist ungehobelt und wird Minuspunkte einbringen. Es signalisiert Ihrem Gesprächspartner, dass der Job für Sie nicht wichtig ist.

Aus denselben Gründen sollten Sie während des Vorstellungsgesprächs auch keine Anrufe entgegennehmen. Um der Verlockung zu widerstehen, auf Ihr Smartphone zu schauen, verstauen Sie es vor dem Vorstellungsgespräch in Ihrer Handtasche oder in der Innentasche des Jacketts. Um die Uhrzeit zwischendurch zu überprüfen, genügt eine Armbanduhr.

7. Fehler: Unkenntnis über die Firma

Geben Sie Ihrem zukünftigen Arbeitgeber nicht die Chance, Sie mit der Frage „Was wissen Sie über unsere Firma?“ zu überrumpeln. Die Antwort auf diese Frage ist eine der leichtesten, wenn man vor dem Vorstellungsgespräch ein wenig nachforscht. Recherchieren Sie vorher, um Hintergrundinformationen über das Unternehmen, seine Geschichte, Standorte und Abteilungen sowie ein Unternehmensleitbild zu erhalten.

Diese wichtigen Informationen finden Sie ganz einfach in der Rubrik „Über uns“ im Internetauftritt der jeweiligen Firma. Sie können die entsprechenden Informationen ausdrucken und kurz vor dem Vorstellungsgespräch noch einmal auffrischen. Schauen Sie sich auch die sozialen Medien des Unternehmens an, um über die aktuellsten Entwicklungen informiert zu sein.

8. Fehler: Unaufmerksamkeit

Lassen Sie sich im Laufe des Vorstellungsgesprächs nicht ablenken und achten Sie darauf, dass Sie die ganze Zeit über entspannt und konzentriert sind. Wenn Sie zu sehr abgelenkt sind, sieht das unprofessionell aus. Der potenzielle Arbeitgeber könnte bezweifeln, dass Sie in der Lage sind, sich einen ganzen Arbeitstag lang zu konzentrieren, wenn Sie sogar beim Interview abgelenkt sind.

Unterbrechen Sie in solchen Momenten den Augenkontakt nicht und schauen Sie auf keinen Fall aus dem Fenster.

9. Fehler: Übermäßiges Reden

Ein Vorstellungsgespräch mit jemandem, der ununterbrochen redet, ist sehr unangenehm für den Gesprächspartner. Sie müssen dem Gesprächspartner nicht jedes Detail Ihres Lebenslaufs ausführlich schildern. Ihre Antworten sollten kurz, bündig und treffend sein und sich ausschließlich auf die Frage beziehen. Schwafeln Sie nicht, sondern beantworten Sie einfach die Frage.

Wichtig ist auch, dass Sie Ihren Gesprächspartner nicht unterbrechen und immer ausreden lassen, bevor Sie antworten. Bleiben Sie konzentriert beim Thema und fangen Sie nicht an, über Ihr Privatleben zu sprechen. Ihr Familienleben ist kein Gesprächsthema, das Sie von sich aus anschneiden sollten. Ganz gleich, wie herzlich oder sympathisch Ihr Gesprächspartner auch ist, ein Vorstellungsgespräch ist und bleibt eine berufliche Umgebung, in der private Themen unangemessen sind.

Plaudertaschen werden in den meisten Unternehmen nicht gerne gesehen, in diesem Fall ist weniger mehr.

10. Fehler: Schlechtmachen von früheren Arbeitgebern

Ein weitverbreiteter Fehler ist es, über Ihren ehemaligen Chef oder Ihre Kollegen zu lästern. Die Arbeitswelt ist manchmal nicht so groß, wie Sie denken und es kann sein, dass Ihr Gesprächspartner Ihren Chef kennt. Sie möchten auch nicht, dass Ihr Gesprächspartner den Eindruck gewinnt, dass Sie sich so über ihn und seine Firma äußern könnten, wenn Sie unter nicht optimalen Bedingungen gehen. Im Vorstellungsgespräch möchten Sie dem Arbeitgeber zeigen, dass Sie kooperativ und teamfähig sind und Kontroversen auf vernünftige und wirkungsvolle Art lösen können.

Kollegen schlechtzumachen oder über die Unfähigkeit des Chefs zu erzählen gehört nicht dazu. Der Versuch, sich selbst auf Kosten anderer in ein gutes Licht zu setzen, geht häufig nach hinten los und erreicht genau das Gegenteil. Zeigen Sie, dass Sie der ehemaligen Firma auch nach Ende des Arbeitsverhältnisses loyal gegenüberstehen.

11. Fehler: Schlechte Vorbereitung

Sicher wird Ihr Gesprächspartner Ihnen nicht nur die grundlegenden Fragen dazu stellen, bei welchen Unternehmen Sie in welchen Jahren gearbeitet haben. Eine reine Wiedergabe des Inhaltes Ihres Lebenslaufes ist langweilig und bringt keine neuen Erkenntnisse, denn er liegt bereits vor. Um sich ein Bild von Ihrer Eignung für die Stelle zu machen, wird Ihr Gesprächspartner alles, was er über Sie als Arbeitnehmer wissen muss, herausfinden. Seien Sie nicht unvorbereitet.

Rüsten Sie sich für Ihr Vorstellungsgespräch, indem Sie sich über die zu erwartenden Fragen und deren Beantwortung informieren. Die Tatsache, dass Sie diesen Artikel lesen, ist ein wichtiger Bestandteil der Vorbereitung. In den anderen Beiträgen auf dieser Seite finden Sie viele weitere wertvolle Tipps für die ideale Vorbereitung auf Ihr Vorstellungsgespräch.

Bereiten Sie eine Liste mit Fragen vor, die Sie dem Arbeitgeber stellen können, damit Sie bereit sind, wenn der Gesprächspartner Ihnen ermöglicht, Fragen zu stellen. Das signalisiert Interesse und verhindert eine peinliche Pause, wenn Sie keine Frage haben.

12. Fehler: Körpersprache unterschätzen

Eine besondere Tücke im Vorstellungsgespräch kann die Körpersprache sein. Sie umfasst hauptsächlich eine angemessene aufrechte Haltung, auch im Sitzen. Personalverantwortliche achten besonders darauf, wie sich der Bewerber verhält, wenn ihm kritische Fragen gestellt werden. Verschränkte Arme, ein zusammengebissener Kiefer und die Weigerung, Augenkontakt herzustellen, signalisieren Unehrlichkeit und Unbehagen.

Halten Sie stattdessen die Schultern gerade und die Arme offen, um so zu zeigen, dass Sie eine ehrliche und sympathische Person sind. Sitzen Sie nicht zu leger und vermeiden Sie Gesten, die Unsicherheit ausdrücken, wie das Anfassen der Haare oder das Spielen mit einem Stift. Ein fester Händedruck mit Augenkontakt und Lächeln bei der Begrüßung ist der korrekte Einstieg ins Interview.

13. Fehler: Blickkontakt vermeiden

Augenkontakt ist extrem wichtig. Er zeigt den Gesprächspartnern, dass ein Bewerber vertrauenswürdig und ehrlich ist. Schauen Sie Ihr Gegenüber immer direkt an, wenn Sie eine Frage beantworten, und halten Sie den Blickkontakt während des gesamten Gesprächs.

Ein Lächeln ist das A und O Ihrer Ausstrahlung. Strahlen Sie Positivität aus und behalten Sie während des gesamten Gesprächs ein freundliches Lächeln. So wirken Sie sympathisch und aufgeschlossen. Während der Interviewer spricht, sollten Sie aktiv zuhören und zeitweise durch Nicken zeigen, dass Sie verstehen und zustimmen.

14. Fehler: Zu wenig Begeisterung an den Tag legen

Geringe Begeisterungsfähigkeit und Motivation während eines Bewerbungsgesprächs sind wahre Karrierekiller. Wenn Sie nicht leidenschaftlich oder begeistert von der Stelle sind, wird sich das in Ihrem Tonfall, Ihrer Körperhaltung und Ihrer Körpersprache bemerkbar machen.

Ein Bewerbungsgespräch ist nicht der richtige Zeitpunkt, um cool und unbeeindruckt rüberzukommen. Die Mitarbeiter der Personalabteilung suchen nach Kandidaten, die Feuer und Flamme für den neuen Job sind.

15. Fehler: Schlechte Manieren

Sie wären überrascht, was Personalleiter alles an schlechtem Benehmen in Interviews erleben. Es wird sich ungefragt hingesetzt, gegähnt und der Gesprächspartner unterbrochen. Nehmen Sie sich selbst etwas zurück und behalten Sie stets die Kontrolle über Ihre Handlungen. Verwenden Sie viele Höflichkeitsformen wie „Entschuldigung“ und die Wörter „Bitte“ und „Danke“.

Vergessen Sie auf keinen Fall, sich am Ende des Gesprächs zu bedanken und höflich zu verabschieden. Neben dem ersten Eindruck kann auch der letzte sich ins Gedächtnis brennen. Sorgen Sie dafür, dass es kein schlechter letzter Eindruck ist, sondern ein positiver.

Fazit: Fehler beim Vorstellungsgespräch vermeiden

Jetzt kennen Sie die größten No-Gos, Tabus und typische Fehler beim Vorstellungsgespräch. Erlangen Sie einen Vorteil vor den anderen Bewerbern, in dem Sie diese häufigen Fehler bei Ihrem nächsten Vorstellungsgespräch gekonnt umschiffen.

Wenn Sie keine dieser Fehler machen, haben Sie schon viel richtig gemacht. Ein schlechtes Vorstellungsgespräch muss nicht sein. Die Wurzel der meisten Fehler ist eine schlechte Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch, also etwas, was sich mit wenig Aufwand lösen lässt.