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Gesundheits- und Krankenpfleger

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HeroJob-Redaktion
Aktualisiert 27.02.2025 · Lesezeit ~7 Min.
Gesundheits- und Krankenpfleger KI generiert

Als Gesundheits- und Krankenpfleger (m/w/d) versorgen und betreuen Sie kranke und pflegebedürftige Menschen in Krankenhäusern, Kliniken und anderen Gesundheitseinrichtungen. Der Beruf verbindet medizinisches Fachwissen mit menschlicher Zuwendung und gehört zu den wichtigsten Berufen im deutschen Gesundheitswesen.

Ob auf der Intensivstation, in der Chirurgie oder in der Notaufnahme – Gesundheits- und Krankenpfleger übernehmen vielfältige Aufgaben, die weit über die Grundpflege hinausgehen. Von der Verabreichung von Medikamenten über die Assistenz bei ärztlichen Eingriffen bis hin zur psychosozialen Betreuung der Patienten gehört ein breites Tätigkeitsspektrum zu diesem anspruchsvollen Gesundheitsberuf.

In diesem Berufsbild erfahren Sie alles Wichtige über den Beruf des Gesundheits- und Krankenpflegers. Wir informieren Sie über Gehalt, Aufgaben, Anforderungen, Ausbildung und Karrieremöglichkeiten. Außerdem finden Sie aktuelle Stellenangebote und hilfreiche Tipps für Ihre Jobsuche.

Gehalt als Gesundheits- und Krankenpfleger

Das Gehalt eines Gesundheits- und Krankenpflegers hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Berufserfahrung, der Region und dem Arbeitgeber. In Deutschland können Gesundheits- und Krankenpfleger mit einem Jahresgehalt zwischen 33.000 und 48.000 Euro brutto rechnen. Berufseinsteiger starten in der Regel mit einem monatlichen Bruttogehalt von etwa 2.800 bis 3.200 Euro.

Mit zunehmender Berufserfahrung und zusätzlichen Qualifikationen kann das Gehalt deutlich steigen. Erfahrene Gesundheits- und Krankenpfleger verdienen häufig zwischen 3.500 und 4.200 Euro brutto pro Monat. Im öffentlichen Dienst richtet sich die Vergütung nach dem TVöD-P, wobei Krankenpfleger in die Entgeltgruppen P 7 bis P 9 eingestuft werden. Auch regionale Unterschiede spielen eine Rolle: In Süddeutschland und in Ballungsräumen liegen die Gehälter tendenziell höher als in ländlichen Gebieten.

Zusätzlich zum Grundgehalt profitieren Gesundheits- und Krankenpfleger von Zuschlägen für Nachtarbeit, Wochenendarbeit und Feiertagsdienste. Wer sich auf gefragte Bereiche wie Intensivpflege, Anästhesie oder OP-Pflege spezialisiert, hat besonders gute Gehaltsaussichten.

Verschiedene Arten von Gesundheits- und Krankenpflegern

Der Beruf des Gesundheits- und Krankenpflegers umfasst verschiedene Spezialisierungen. Je nach Einsatzbereich unterscheiden sich die Tätigkeiten und das benötigte Fachwissen erheblich.

Intensivpfleger

Intensivpfleger betreuen schwerkranke Patienten auf Intensivstationen. Sie überwachen Vitalparameter, bedienen lebenserhaltende Geräte wie Beatmungsmaschinen und Dialysegeräte und reagieren sofort auf Veränderungen des Gesundheitszustands. Die Intensivpflege erfordert höchste Fachkompetenz, schnelle Entscheidungsfähigkeit und eine ausgeprägte Stressresistenz.

OP-Pfleger

OP-Pfleger assistieren bei chirurgischen Eingriffen im Operationssaal. Sie bereiten den OP-Bereich vor, reichen dem Chirurgen Instrumente an, überwachen die Sterilität und dokumentieren den Eingriff. OP-Pfleger müssen über fundiertes Wissen über chirurgische Instrumente, OP-Abläufe und Hygienevorschriften verfügen. Ein hohes Maß an Konzentrationsfähigkeit und Präzision ist in diesem Bereich unverzichtbar.

Anästhesiepfleger

Anästhesiepfleger unterstützen den Anästhesisten bei der Vorbereitung und Durchführung von Narkosen. Sie überwachen den Patienten während der Narkose, kontrollieren die Vitalfunktionen und betreuen den Patienten im Aufwachraum. Der Bereich erfordert fundiertes pharmakologisches Wissen und die Fähigkeit, in Notfallsituationen schnell und routiniert zu handeln.

Notfallpfleger

Notfallpfleger arbeiten in der Notaufnahme und versorgen Patienten in akuten medizinischen Notsituationen. Sie führen die Ersteinschätzung der Patienten durch, leiten lebensrettende Sofortmaßnahmen ein und koordinieren die weitere Versorgung. Notfallpfleger müssen unter extremem Zeitdruck ruhig und professionell arbeiten können und benötigen ein breites medizinisches Wissen über verschiedene Fachgebiete.

Welche Aufgaben übernehmen Gesundheits- und Krankenpfleger?

Der Beruf des Gesundheits- und Krankenpflegers umfasst eine Vielzahl von Aufgaben. Hier sind die wichtigsten Tätigkeiten im Überblick:

  • Grundpflege und Behandlungspflege: Unterstützung der Patienten bei der Körperpflege, Mobilisation und Nahrungsaufnahme sowie Durchführung ärztlich verordneter Pflegemaßnahmen wie Wundversorgung, Injektionen und Infusionen.

  • Medikamentenvergabe: Vorbereitung, Verabreichung und Überwachung der Medikamentengabe nach ärztlicher Anordnung sowie Dokumentation der Wirkung und möglicher Nebenwirkungen.

  • Überwachung der Vitalzeichen: Regelmäßige Messung und Dokumentation von Blutdruck, Puls, Temperatur, Blutzucker und Sauerstoffsättigung der Patienten.

  • Assistenz bei ärztlichen Maßnahmen: Vorbereitung und Assistenz bei diagnostischen und therapeutischen Eingriffen wie Blutentnahmen, Punktionen und Untersuchungen.

  • Pflegedokumentation: Sorgfältige Dokumentation aller pflegerischen Maßnahmen, Befunde und Beobachtungen in der Patientenakte.

  • Patientenberatung und -betreuung: Information und Beratung der Patienten und Angehörigen über den Krankheitsverlauf, Pflegemaßnahmen und die Nachsorge.

  • Hygienemanagement: Einhaltung und Überwachung der Hygienevorschriften, Desinfektion von Geräten und Flächen sowie Prävention von Krankenhausinfektionen.

Anforderungen: Qualifikationen und Fähigkeiten

Der Beruf des Gesundheits- und Krankenpflegers stellt vielfältige Anforderungen an Bewerber. Neben einer abgeschlossenen Berufsausbildung sind bestimmte persönliche Eigenschaften und Fähigkeiten gefragt.

  • Einfühlungsvermögen und Menschlichkeit: Der Umgang mit kranken und leidenden Menschen erfordert ein hohes Maß an Empathie und die Fähigkeit, sich in die Situation der Patienten hineinzuversetzen.

  • Körperliche und psychische Belastbarkeit: Schichtarbeit, schweres Heben und emotional belastende Situationen erfordern eine hohe Belastbarkeit und gute Selbstfürsorge.

  • Verantwortungsbewusstsein: Pflegerische Entscheidungen können lebensrettend sein. Verantwortungsbewusstsein und ein hohes Maß an Sorgfalt sind daher unverzichtbar.

  • Teamfähigkeit: In Krankenhäusern wird im multiprofessionellen Team gearbeitet. Eine gute Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke sind daher sehr wichtig.

  • Sorgfalt und Genauigkeit: Sorgfältigkeit ist bei der Medikamentenvergabe, Dokumentation und Durchführung pflegerischer Maßnahmen lebenswichtig.

  • Flexibilität und Schichtbereitschaft: Flexibilität für wechselnde Schichtdienste, Nachtarbeit und Wochenenddienste ist im Pflegeberuf Voraussetzung.

In welchen Branchen arbeiten Gesundheits- und Krankenpfleger?

Gesundheits- und Krankenpfleger finden in verschiedenen Branchen Beschäftigung. Die wichtigsten Einsatzbereiche sind:

  • Krankenhäuser: Der größte Arbeitgeber für Gesundheits- und Krankenpfleger sind Krankenhäuser und Kliniken aller Fachrichtungen, von der Inneren Medizin bis zur Chirurgie.

  • Rehabilitationskliniken: In Reha-Kliniken unterstützen Krankenpfleger Patienten bei der Genesung nach Operationen, Unfällen oder schweren Erkrankungen.

  • Ambulante Pflegedienste: In der ambulanten Pflege versorgen Krankenpfleger Patienten in deren häuslicher Umgebung und führen medizinische Behandlungspflege durch.

  • Arztpraxen und medizinische Versorgungszentren: In Facharztpraxen übernehmen Krankenpfleger Aufgaben wie Blutentnahmen, Wundversorgung und Patientenbetreuung.

  • Pflegeheime und Hospize: In stationären Pflegeeinrichtungen und Hospizen betreuen Krankenpfleger schwerkranke und sterbende Menschen und leisten wertvolle Palliativpflege.

Die Arbeitsumgebung variiert je nach Einsatzbereich. Gesundheits- und Krankenpfleger arbeiten im Schichtdienst, auch an Wochenenden und Feiertagen. Der Beruf erfordert eine hohe Anpassungsfähigkeit an wechselnde Anforderungen und Patientensituationen.

Ausbildung und Karrierewege

Die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger wurde 2020 durch die generalistische Pflegeausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann abgelöst. Diese dreijährige Ausbildung vereint die bisherigen Ausbildungen in der Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege und erfolgt dual an einer Pflegeschule und in praktischen Einsätzen in verschiedenen Pflegeeinrichtungen.

In der Regel wird ein mittlerer Schulabschluss oder ein Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung vorausgesetzt. Wichtig sind gute Noten in Biologie, Chemie und Deutsch.

Nach der Ausbildung stehen verschiedene Karrierewege offen:

  • Fachweiterbildung: Weiterbildungen in Bereichen wie Intensivpflege und Anästhesie, OP-Pflege, Onkologie oder Psychiatrie eröffnen spezialisierte Tätigkeitsfelder mit höherer Vergütung.

  • Studium der Pflegewissenschaft: Ein Studium der Pflegewissenschaft, des Pflegemanagements oder der Pflegepädagogik eröffnet Karrieremöglichkeiten in Lehre, Forschung und Leitungsfunktionen.

  • Stations- oder Pflegedienstleitung: Mit der Weiterbildung zur Stationsleitung oder Pflegedienstleitung können Krankenpfleger Führungsverantwortung übernehmen.

  • Praxisanleitung: Als Praxisanleiter bilden erfahrene Pflegekräfte Auszubildende in der Praxis aus und begleiten sie während der gesamten Ausbildungszeit.

Häufig gestellte Fragen zum Beruf des Gesundheits- und Krankenpflegers

Was verdient ein Gesundheits- und Krankenpfleger in der Ausbildung?

Die Ausbildungsvergütung für angehende Pflegefachkräfte liegt im ersten Ausbildungsjahr bei etwa 1.165 bis 1.230 Euro brutto pro Monat. Im zweiten Jahr steigt sie auf rund 1.230 bis 1.300 Euro, und im dritten Ausbildungsjahr können Auszubildende mit etwa 1.330 bis 1.400 Euro rechnen. Die genaue Höhe richtet sich nach dem Tarifvertrag des Ausbildungsträgers.

Was genau macht ein Gesundheits- und Krankenpfleger?

Ein Gesundheits- und Krankenpfleger versorgt und betreut kranke Menschen im Krankenhaus oder in anderen Gesundheitseinrichtungen. Er verabreicht Medikamente, misst Vitalzeichen, führt Wundversorgungen durch, assistiert bei ärztlichen Eingriffen, dokumentiert den Pflegeverlauf und berät Patienten und Angehörige.

Welche Voraussetzungen braucht man als Gesundheits- und Krankenpfleger?

Für die generalistische Pflegeausbildung wird ein mittlerer Schulabschluss oder ein Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung vorausgesetzt. Wichtige persönliche Voraussetzungen sind Einfühlungsvermögen, Belastbarkeit, Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit. Zudem werden ein Gesundheitszeugnis und ein polizeiliches Führungszeugnis benötigt.

Wie sind die Zukunftsaussichten für Gesundheits- und Krankenpfleger?

Die Zukunftsaussichten für Gesundheits- und Krankenpfleger sind hervorragend. Der Fachkräftemangel in der Pflege gehört zu den drängendsten Problemen des deutschen Gesundheitswesens. Durch die alternde Bevölkerung und den steigenden Pflegebedarf werden qualifizierte Pflegekräfte in allen Bereichen dringend gesucht.

Was ist der Unterschied zwischen Krankenpfleger und Pflegefachkraft?

Seit 2020 gibt es die generalistische Pflegeausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann, die die bisherigen getrennten Ausbildungen in der Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege zusammenfasst. Die Berufsbezeichnung Gesundheits- und Krankenpfleger wird weiterhin für Personen verwendet, die ihre Ausbildung vor 2020 abgeschlossen haben.

Können Gesundheits- und Krankenpfleger auch im Ausland arbeiten?

Ja, die deutsche Pflegeausbildung genießt international einen guten Ruf. Deutsche Krankenpfleger können insbesondere in anderen EU-Ländern arbeiten, wobei die Berufsanerkennung in der Regel unkompliziert ist. Auch in Ländern wie der Schweiz, Österreich oder Skandinavien werden deutsche Pflegekräfte aufgrund ihrer fundierten Ausbildung geschätzt.

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