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Hebamme

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HeroJob-Redaktion
Aktualisiert 27.02.2025 · Lesezeit ~7 Min.
Hebamme KI generiert

Als Hebamme (m/w/d) begleiten Sie werdende Mütter durch Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. Der Beruf vereint medizinisches Fachwissen mit einfühlsamer Betreuung und gehört zu den ältesten und wichtigsten Berufen im Gesundheitswesen.

Ob in der Klinik, im Geburtshaus oder als freiberufliche Hebamme – Hebammen übernehmen eine unverzichtbare Rolle in der Versorgung von Mutter und Kind. Von der Schwangerschaftsvorsorge über die Geburtsbegleitung bis hin zur Stillberatung und Rückbildung umfasst das Tätigkeitsfeld ein breites Spektrum an verantwortungsvollen Aufgaben.

In diesem Berufsbild erfahren Sie alles Wichtige über den Beruf der Hebamme. Wir informieren Sie über Gehalt, Aufgaben, Anforderungen, Ausbildung und Karrieremöglichkeiten. Außerdem finden Sie aktuelle Stellenangebote und hilfreiche Tipps für Ihre Jobsuche.

Gehalt als Hebamme

Das Gehalt einer Hebamme hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Berufserfahrung, der Region und dem Arbeitgeber. In Deutschland können angestellte Hebammen mit einem Jahresgehalt zwischen 36.000 und 50.000 Euro brutto rechnen. Berufseinsteiger starten in der Regel mit einem monatlichen Bruttogehalt von etwa 2.800 bis 3.200 Euro.

Mit zunehmender Berufserfahrung und zusätzlichen Qualifikationen kann das Gehalt deutlich steigen. Erfahrene Hebammen verdienen häufig zwischen 3.500 und 4.200 Euro brutto pro Monat. Im öffentlichen Dienst werden Hebammen nach Tarifvertrag (TVöD) eingruppiert, wobei Zuschläge für Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste das Gehalt zusätzlich erhöhen.

Freiberufliche Hebammen rechnen ihre Leistungen über die Hebammengebührenverordnung ab. Das Einkommen variiert hier stark und hängt vom Leistungsumfang und der Anzahl der betreuten Frauen ab. Besonders gefragte Zusatzqualifikationen wie Akupunktur oder Homöopathie können das Einkommen zusätzlich steigern.

Verschiedene Arten von Hebammen

Der Beruf der Hebamme umfasst verschiedene Spezialisierungen. Je nach Schwerpunkt unterscheiden sich die Tätigkeiten und das benötigte Fachwissen erheblich.

Klinische Hebamme

Klinische Hebammen arbeiten in Krankenhäusern und Geburtskliniken. Sie betreuen Geburten im Kreißsaal, überwachen den Geburtsverlauf und leisten bei Komplikationen erste medizinische Hilfe. Die Arbeit im Schichtdienst gehört zum Alltag der klinischen Hebamme. Durch die enge Zusammenarbeit mit Ärzten und Pflegepersonal ist eine hohe Teamfähigkeit gefragt.

Freiberufliche Hebamme

Freiberufliche Hebammen arbeiten selbstständig und bieten ein breites Spektrum an Leistungen an. Dazu gehören Schwangerschaftsvorsorge, Geburtsvorbereitung, Wochenbettbetreuung und Stillberatung. Viele freiberufliche Hebammen begleiten auch Hausgeburten oder arbeiten als Beleghebammen in Kliniken. Die freiberufliche Tätigkeit erfordert neben fachlicher Kompetenz auch unternehmerisches Geschick.

Familienhebamme

Familienhebammen betreuen Familien in belastenden Lebenssituationen über den regulären Betreuungszeitraum hinaus. Sie unterstützen Mütter und Familien bis zum ersten Lebensjahr des Kindes und arbeiten eng mit Jugendämtern und Beratungsstellen zusammen. Die Zusatzqualifikation zur Familienhebamme erfordert eine spezielle Weiterbildung im Bereich der psychosozialen Beratung.

Hebamme im Geburtshaus

Hebammen im Geburtshaus begleiten Geburten in einer familiären und wohnlichen Atmosphäre außerhalb der Klinik. Sie bieten eine individuelle Eins-zu-eins-Betreuung und setzen auf natürliche Geburtshilfe mit möglichst wenig medizinischen Eingriffen. Die Arbeit im Geburtshaus erfordert ein hohes Maß an Erfahrung und Selbstständigkeit, da die Hebamme die Hauptverantwortung für den Geburtsverlauf trägt.

Welche Aufgaben übernehmen Hebammen?

Der Beruf der Hebamme umfasst eine Vielzahl von Aufgaben. Hier sind die wichtigsten Tätigkeiten im Überblick:

  • Schwangerschaftsvorsorge: Durchführung von Vorsorgeuntersuchungen, Beobachtung des Schwangerschaftsverlaufs und Beratung der werdenden Mutter zu Ernährung, Bewegung und Geburtsvorbereitung.

  • Geburtsbegleitung: Betreuung der Gebärenden während des gesamten Geburtsverlaufs, Überwachung der Herztöne des Kindes und Unterstützung bei der Geburt.

  • Wochenbettbetreuung: Besuche bei Mutter und Kind nach der Geburt, Kontrolle der Rückbildung, Unterstützung beim Stillen und Überwachung der Entwicklung des Neugeborenen.

  • Geburtsvorbereitung und Rückbildung: Leitung von Geburtsvorbereitungskursen für werdende Eltern sowie Rückbildungskurse nach der Geburt zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur.

  • Stillberatung: Beratung und Anleitung der Mutter zum erfolgreichen Stillen, Hilfe bei Stillproblemen und Unterstützung bei der Ernährung des Säuglings.

  • Dokumentation und Qualitätssicherung: Sorgfältige Dokumentation aller Untersuchungen und Maßnahmen, Einhaltung der Hygienestandards und Mitwirkung an der Qualitätssicherung in der Geburtshilfe.

  • Notfallmanagement: Erkennen von Komplikationen während Schwangerschaft und Geburt, Einleitung von Sofortmaßnahmen und Koordination mit dem ärztlichen Team bei Notfällen.

Anforderungen: Qualifikationen und Fähigkeiten

Der Beruf der Hebamme stellt vielfältige Anforderungen an Bewerber. Neben einem abgeschlossenen Studium sind bestimmte persönliche Eigenschaften und Fähigkeiten gefragt.

  • Einfühlungsvermögen: Hebammen müssen sensibel und empathisch auf die Bedürfnisse der werdenden und jungen Mütter eingehen können. Ein hohes Maß an emotionaler Kompetenz ist für diesen Beruf unverzichtbar.

  • Medizinisches Fachwissen: Ein fundiertes medizinisches Fachwissen ist notwendig, um Schwangerschaftsverläufe zu beurteilen, Komplikationen frühzeitig zu erkennen und fachgerechte Geburtshilfe zu leisten.

  • Belastbarkeit: Hebammen arbeiten häufig im Schichtdienst und müssen auch in stressigen Situationen ruhig und handlungsfähig bleiben. Eine hohe Belastbarkeit ist daher unerlässlich.

  • Kommunikationsfähigkeit: Eine gute Kommunikationsfähigkeit ist wichtig, um Schwangere und ihre Familien einfühlsam zu beraten und im interdisziplinären Team effektiv zusammenzuarbeiten.

  • Verantwortungsbewusstsein und Sorgfalt: Sorgfältigkeit und Zuverlässigkeit sind entscheidend, da Hebammen die Verantwortung für das Wohlergehen von Mutter und Kind tragen.

  • Flexibilität und Teamfähigkeit: Flexibilität und Teamfähigkeit sind im Hebammenberuf unverzichtbar, da Geburten nicht planbar sind und die Zusammenarbeit mit Ärzten und Pflegepersonal essenziell ist.

In welchen Branchen arbeiten Hebammen?

Hebammen finden in verschiedenen Bereichen Beschäftigung. Die wichtigsten Einsatzbereiche sind:

  • Krankenhäuser: In Geburtskliniken und Perinatalzentren betreuen Hebammen Geburten im Kreißsaal und arbeiten eng mit Gynäkologen und Neonatologen zusammen.

  • Geburtshäuser: In hebammengeleiteten Einrichtungen begleiten sie Geburten in familiärer Atmosphäre und bieten eine individuelle Betreuung.

  • Freiberufliche Praxen: Viele Hebammen arbeiten selbstständig und bieten Schwangerschaftsvorsorge, Geburtsvorbereitung, Wochenbettbetreuung und Kurse in eigener Praxis an.

  • Gesundheitsämter und Beratungsstellen: In öffentlichen Einrichtungen beraten Hebammen Schwangere und junge Familien zu gesundheitlichen und sozialen Fragen.

  • Hochschulen und Forschung: An Hochschulen lehren und forschen Hebammen im Bereich Hebammenwissenschaft und tragen zur Weiterentwicklung der Geburtshilfe bei.

Die Arbeitsumgebung variiert je nach Einsatzbereich. Hebammen arbeiten sowohl in klinischen Einrichtungen als auch ambulant bei Hausbesuchen. Freiberufliche Hebammen sind häufig auch abends und an Wochenenden im Einsatz.

Ausbildung und Karrierewege

Seit 2020 ist die Ausbildung zur Hebamme als duales Studium (Bachelor of Science in Hebammenwissenschaft) an Hochschulen organisiert. Das Studium dauert in der Regel sechs bis acht Semester und umfasst theoretische Module an der Hochschule sowie umfangreiche Praxiseinsätze in Kliniken und bei freiberuflichen Hebammen.

Voraussetzung für das Studium ist die allgemeine Hochschulreife oder eine vergleichbare Qualifikation. Auch eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem Gesundheitsberuf kann den Zugang ermöglichen. Wichtig sind gute Noten in Biologie, Deutsch und Englisch.

Nach dem Studium stehen verschiedene Karrierewege offen:

  • Freiberufliche Tätigkeit: Viele Hebammen machen sich nach einigen Jahren Berufserfahrung selbstständig und bieten ein breites Leistungsspektrum in eigener Praxis an.

  • Leitende Hebamme: In Kliniken können Hebammen die Leitung des Kreißsaalteams übernehmen und koordinierende sowie organisatorische Aufgaben wahrnehmen.

  • Masterstudium und Promotion: Ein weiterführendes Masterstudium in Hebammenwissenschaft oder Public Health eröffnet Karrierewege in Forschung und Lehre.

  • Spezialisierung: Fortbildungen in Bereichen wie Akupunktur, Homöopathie, Familienhebammenarbeit oder Stillberatung erweitern das Tätigkeitsfeld und verbessern die Einkommensmöglichkeiten.

Häufig gestellte Fragen zum Beruf der Hebamme

Was verdient eine Hebamme in der Ausbildung?

Da die Hebammenausbildung seit 2020 als duales Studium organisiert ist, erhalten Studierende eine Vergütung vom Praxispartner. Diese liegt in der Regel bei etwa 1.000 bis 1.300 Euro brutto pro Monat im ersten Studienjahr und steigt in den Folgejahren auf bis zu 1.500 Euro an.

Was genau macht eine Hebamme?

Eine Hebamme begleitet Frauen durch Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. Sie führt Vorsorgeuntersuchungen durch, leitet Geburtsvorbereitungskurse, betreut Geburten, unterstützt beim Stillen und besucht Mutter und Kind im Wochenbett. Hebammen sind die einzigen Fachkräfte, die eine Geburt eigenverantwortlich leiten dürfen.

Welche Voraussetzungen braucht man als Hebamme?

Für das duale Studium zur Hebamme wird in der Regel die allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife benötigt. Alternativ kann eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem Gesundheitsberuf den Zugang ermöglichen. Wichtige persönliche Voraussetzungen sind Einfühlungsvermögen, Belastbarkeit, Kommunikationsfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein.

Wie sind die Zukunftsaussichten für Hebammen?

Die Zukunftsaussichten für Hebammen sind sehr gut. In vielen Regionen Deutschlands herrscht ein Mangel an Hebammen, wodurch die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften hoch ist. Die Akademisierung des Berufs und die steigende gesellschaftliche Wertschätzung verbessern die beruflichen Perspektiven und Verdienstmöglichkeiten zusätzlich.

Können auch Männer Hebamme werden?

Ja, auch Männer können den Beruf der Hebamme erlernen und ausüben. Seit 2020 ist die offizielle Berufsbezeichnung geschlechtsneutral, und männliche Hebammen werden als Entbindungspfleger bezeichnet. In der Praxis sind männliche Hebammen nach wie vor selten, jedoch nimmt ihre Zahl langsam zu.

Was ist der Unterschied zwischen angestellter und freiberuflicher Hebamme?

Angestellte Hebammen arbeiten im Schichtdienst in Kliniken und erhalten ein festes Gehalt mit Sozialleistungen. Freiberufliche Hebammen arbeiten selbstständig, bestimmen ihre Arbeitszeiten selbst und rechnen Leistungen direkt mit den Krankenkassen ab. Viele Hebammen kombinieren beide Arbeitsformen und arbeiten teilweise angestellt und teilweise freiberuflich.

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